Begegnungen auf Tour, die ihr nicht vergessen konntet?

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    • Begegnungen auf Tour, die ihr nicht vergessen konntet?

      Es gibt "zufällige" Begegnungen auf Tour, die man einfach nicht vergisst, da sie im Herzen nachhallen.
      1992 war ich wieder einmal auf Solotour in den westlichen Pyrenäen. Obwohl es lange her ist, weiß ich es noch genau: Ich füllte meine Feldflasche an einer Quelle auf, es war gegen Mittag. Ich hörte Geräusche, die nur von Menschen verursacht werden konnten. Ich schaute mich um und sah, wie sich zwei ältere, jedoch topfitte Wanderer mit gut gefüllten Rucksäcken näherten. Wir grüßten uns und stellten uns bei der sich nun anschließenden gemeinsamen Rast vor. Jean-Claude und Pierre hatten eine bemerkenswert tiefe Beziehung, die mir Rätsel aufgab. Meine (damaligen) Französischkenntnisse ließen zu, dass ich wirklich die Details mitbekam. Bei aller Herzlichkeit und Freundlichkeit lag immer auch ein Hauch von Melancholie in der Konversation. Ich konnte jedoch nicht wirklich festmachen, woran das lag. Da wir uns gegenseitig sympathisch waren, beschlossen wir spontan, den Tag gemeinsam den HRP weiterzugehen. Abends, bevor ich in den Schlafsack kroch, holte ich meine kleine Bibel heraus, um, wie jeden Abend, noch ein wenig darin zu lesen. Pierre sah das, lächelte - und zog wiederum seine Bibel aus dem Rucksack.
      Am nächsten Tag beschlossen wir, unsere Wanderung gemeinsam zu bestreiten. Ich war ja flexibel. Wir redeten recht viel miteinander und Jean-Claude erzählte mir, dass sein Lebenstraum die Besteigung des Kilimandscharo sei. Seine Augen leuchteten. Und trotzdem - über beiden Mitwanderern schwebte eine Wolke von Traurigkeit. Und es war unmöglich, diese zu ergründen.
      So wanderten wir mehrere Tage miteinander, eine tolle und erfüllende Zeit mit zwei beeindruckenden, sympathischen und zugewandten Menschen. Ich hätte sie mir als Freunde vorstellen können.
      Leider hatte ich mir jedoch wenige Tage zuvor einen Mega-Sonnenbrand eingefangen, weil ich auf 2500m ohne T-Shirt in der grellen Sonne eingeschlafen war. Die Verbrennungen fingen an, Blasen zu werfen und der Rücken vereiterte. Der Rucksack wurde zur im wahren Sinne unerträglichen Last. Mit Tränen in den Augen entschied ich mich, die Tour abzubrechen und in die Provence zu fahren, einen Kumpel besuchen. Und damit stand der Abschied von den beiden zwangsweise bevor.
      Und am letzten Abend erfuhr ich, woher die Bindung und die Melancholie der beiden Mitwanderer kam: Jean-Claude sagte mir, dass sie als ehemalige Soldaten an den Massakern in Algier 1962 beteiligt gewesen waren. Sie, die beiden sympathischen, gütigen, zugewandten älteren Männer hatten anlässlich des 30. Jahrestages der Gräuel beschlossen, gemeinsam eine Wanderung zum Gedenken zu machen. In Erinnerung an die Bürde, die sie als Mittäter trugen.
      Ungefähr ein Jahr später erreichte mich eine Postkarte von Jean-Claude. Vom Kilimandscharo.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • Vor ein paar Jahren hatte ich eine tolle tierische Begegnung in Namibia.
      Meine Ex und ich haben in der Nähe der Rostock Ritz Lodge unser Zelt aufgeschlagen (ja, die heisst wirklich so :) )
      Wir schliefen in einem Zweipersonenzelt mit 2 Eingängen und jeder hatte seine FlipFlops draussen vor seinem Eingang geparkt, nur einige Zentimeter neben unseren schlafenden Köpfen.
      Frau Doom wollte morgens als erste das Zelt verlassen und..... die Sandalen waren weg!
      Ich kommentierte diesen Tatbestand mit einem gewohnt sachlichen "Das kann ja nicht sein", öffne meinen Eingang und...... siehe da, meine Sandalen waren auch weg.
      Da ich befürchtete, verarscht zu werden -und das noch vor dem morgendlichen Kaffee- wollte ich mich gerade so richtig aufplustern, als ich etwa 15m weiter unsere FlipFlops auf einem Haufen liegend erspähte.
      Beide Paare lagen auf engstem Raum im Wüstensand - mit kleinen Bissspuren rundherum. Meine Sandalen konnte ich gerade noch tragen, habe sie später am Flughafen in Windhoek entsorgt. Die Sandalen von Frau Doom waren jedoch hübsch kaputtgekaut....

      ....und 30m weiter steht ein Coyote in der Wüste und guckt mich frech an.
      "Shit, wenn man sich aus einem Forum abgemeldet hat, obwohl man mit seinem Geheule noch gar nicht fertig war"

      schwarzzelter
    • Ich hatte eher eine entäuschende Begegnung.
      Mir kam die Ehre zu Teil einen Qualitätswanderweg mit einzuweihen. Also die Strecke in mehreren Etapen wandern.
      Dabei waren auch zwei ( für mich bis dahin die größten Wandergrößen Deutschland ) diese Herren schreiben Bücher und Berichte in Fachzeitschriften über Ihre Touren, Erfahrungen usw.
      Aber warum war ich von den beiden so enttäuscht?
      Sie liefen Morgens die Tour mit ( wegen der Presse und den anderen Rummel ). Sie stellten schöne Aussichtspunkte vor ( auch da alles Bildlich kommentiert und fest gehalten).
      Allerdings liefen sie von ca 284 Km. nicht mal die Hälfte. Sobald die Presse weg war fuhren sie mit Taxen oder Shuttlebussen zum nächsten Punkt wo auch wieder Bilder gemacht wurden usw.
      Am letzten Abend hatten wir am Ziel einen wunderschönen Empfang der dort lebenden Menschen.
      Die beiden Herren verkauften Ihre Bücher auch Handsigniert und erzählten den Leuten wie toll doch die Strecke war und wie beeindruckt sie von der Landschaft waren.
      Ich hätte Plätzen können vor Wut.
      Seitdem mag ich diese Herren nicht mehr und lese auch keine Berichte mehr oder Ihre Bücher. Alles erstunken und erlogen. Man was war ich enttäuscht.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • Ich war vor vielen Jahren auf einer Bergwanderung in den Alpen. An einer Hütte machten meine Leute und ich eine längere Pause. In dieser Zeit konnten wir beobachten wie ein Rettungshubschrauber der Bergwacht in eine angrenzende Bergkette flog, um jemanden zu bergen. Auf dem Rückweg machte der Hubschrauber einen Zwischenstop auf einem grasbedeckten Sattel nahe der Hütte. Die Bemühungen um den Verunglückten waren leider offenbar vergebens. Der orange Plastiksack wurde geschlossen. Es gab nun keinen Grund mehr zur Eile.

      Einer der Bergwacht-Männer kam zur Hütte herauf. Ich stellte mich ganz an die Seite, um ihn durch zu lassen. Doch es war ein schmaler Pfad und als er wortlos an mir vorbei ging, war sein Gesicht für einen kurzen Augenblick unmittelbar vor meinem. Er war nicht mehr der Jüngste und schnaufte etwas beim Gehen. Er hatte eine Kopfbedeckung auf, doch die Sonne schien und es war selbst im Schatten relativ hell. An seinen Schläfen saßen Schweißtropfen. Und in seinem Gesichtsausdruck meinte ich eine Mischung aus professioneller Routine und persönlicher Enttäuschung zu erkennen ... und noch etwas, das ich nicht in Worte zu fassen vermag, aber auch nie vergessen habe.
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      Das Nichts ist unbeständig. Lawrence Krauss
    • Oh ja, in Namibia erlebte ich schon Einiges, was ich nicht mehr vergesse.

      Das erste mal in Namibia, mit Zelt im Etosha Nationalpark. Dummerweise über Nacht die Kisten mit den Vorräten draußen gelassen In der Früh war das Hot Chocolete verschwunden.
      Ein anderrs Mal mit Zelt in der Wüstehörten wir nachts ein klappern. Voller Freude, endlich Wüstenelefanten zu sehen stürmten wir aus dem Zelt. Nein es waren leider nur Kühe auf der Suche nach Wasser
      Dieses Jahr mit Zelt auf Okonjima gewesen, uns wurde erzählt, am Zeltplatz ist es sicher, höchstens mal ein Dachs oder Stachelschwein, aber keine Leoparden.
      Am ersten Abend saßen meine Frau und ich nach dem Essen noch am Feuer. Plötzlich huschte ein schwarzer Schatten vorbei. Wir befürchteten zuerst, daß ein Plastiksack stiften gehen will. Doch es war ein richtig großes Stachelschwein. Dieses Stachelschwein versuchte dann noch öfters sich anzuschleichen, schließlich konnte es ja noch das Fleisch vom Rost richen.
      Am nächsten Tag waren wir privat bei Angestellten zum Abendessen eingeladen. Deren Haus lag auch in dem sicheren Bereich, wie die Zeltplätze. Irgendwann mal fragte dann mal inser Junior, wrshalb um das Haus Strom sei, hier soll es doch sicher sein. Die Antwort war, es kann schonmal ein Leopard vorbei kommen.
      Nachts zurück am Zeltplatz bemerkte ich Tiergeruch. Frau wollte davon nichts mehr wissen und verzog sich gleich ins Zelt.

      Dies waren nur einige wenige prägende Erinnerungen.
    • Begegnungen die ich nicht mehr vergessen kann habe ich bisher nur Tierische.

      Einmal die Katze die sich auf meinen Rucksack im Profilbild breit gemacht hat. Bei einer kleinen Rast kam die Angelaufen, ich habe sie nicht weiter beachtet, sie mich auch nicht, hat sich dann aber auf meinen Rucksack breit gemacht. Lustiges Vieh.

      Und einmal hatte ich mein nachtlager in der nähe von Läufigen Siebenschläfer Aufgeschlagen, das war der reinste Horror bis 4 Uhr Nachts lag ich wach da. :D
      Grüße aus Nämberch :campfire:
    • Wir hatten in der Regel eher lustige oder überraschende Begegnungen. 2014 waren wir im Kaunertal in Tirol. Aufgrund der noch im Hochsommer winterlichen Bedingungen mussten wir eine Gipfeltour abbrechen und peilten einen anderen, tiefer gelegenen, an. Auf dem Weg dorthin sahen wir etliche nebulöse Gestalten inmitten einer Schafherde und vernahmen seltsame Geräusche. Das Ganze stellte sich dann als weiblicher wandernder Jodelworkshop heraus. Bei den Damen angekommen, mussten wir erst mal einen Jodler lernen und einen Enzian mittrinken. :D
      Im gleichen Urlaub konnten wir ein ganzes Grüppchen Murmeltiere aus der Nähe betrachten. Die störten sich nicht die Bohne an uns.
      Vor Jahren befanden wir uns in Hemsedal, Norwegen, auf einer sehr einsamen Wanderung. Zum Ausgangspunkt führte nur eine sehr abenteuerliche Schotterpiste, die in einer winzigen Ansiedlung endete. Lediglich ein älteres niederländisches Paar war noch unterwegs. Wie aus dem Nichts tauchte, den Berg heraufrennend, ein weißhaariger bärtiger braun gebrannter Mensch mit zwei Nordic walking Stöcken auf. Da der Weg nicht gut zu erkennen war, riefen wir ihm fragend zu, ob das "the right was to the top" wäre. "Jo,jo!" sprach der Norwegen-Ötzi und rannte weiter. Wir waren noch nicht mal oben angekommen, als er schon wieder den Berg hinunterrannte. War wohl seine tägliche Joggingstrecke.
      Im Winterurlaub im finnischen Lappland bemerkten wir auf einer einsamen Schneeschuhwanderung ein Rentier mit Leine. Wenig später tauchte der Farmer mit roter Nase auf (sein Name war aber nicht Rudolph). Er konnte kein Wort Englisch, wir nur drei Brocken Finnisch. Am Ende des Gesprächs hatten wir seine Rentiere gestreichelt, kannte alle ihre Namen, wussten welche ihm und welche seiner Frau gehören und hatten seine Jagdbeute im Schuppen bewundert. Den Versuch mir ein Polarfuchsfell anzudrehen, konnte ich gerade noch erfolgreich abwehren. Viel hatte nicht mehr gefehlt und er hätte noch 'ne Buddel Vodka hervorgeholt.
      Letzes Jahr segelte an einem Fjord kurz vor Lofoten in Norwegen ein Weißkopfseeadler dicht neben uns über das Wasser und ließ sich dann nieder, so dass uns ein guter Schnappschuss gelang. Das war der erste Seeadler, den ich in natura (nicht im Zoo) gesehen habe.
      Und zu guter letzt rannte uns ein kapitaler weißer Rentierbulle dieses Jahr im Funäsfjäll in Schweden über den Weg. Anscheinend trainierte er gerade für die Olympiade. Jedenfalls hing ihm die Zunge aus dem Maul und er hechelte mächtig. ;)
      Die Liste ließe sich noch um Einiges erweitern, aber dann müsste ich wohl ein Buch daraus machen. ^^
      "Wenn du etwas tust, was du noch nie getan hast, dann ist das doch schon ein Abenteuer."
      Johan Skullman

      Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.
    • Eine ganze Reihe besonderer Begenungen hatte ich vor ein paar Jahren auf einer Tour - meine Traumfrau und ich wollten über Pfingsten 4 Tage auf dem Hermannsweg wandern, nur leichtes Gepäck, und in Pensionen/Hotels übernachten.
      Total naiv sind wir los,"Wir finden schon was, was soll im Teuto schon los sein" - die Hölle!! Ums mal vorwegzunehmen...jedes Dorf hatte irgendein event am Laufen!
      Wir sind also von Rheine los nach Hörstel,22km Strecke, da hatte ich eine besondere Übernachtung "geplant", ein Hotel im stillgelegten Bahnhof.
      Als wir ankamern, sahen wir schon jede Menge weißer Zelte vor'm Hotel - ein internationaler Kochwettbewerb, nur Luxusschlitten beim Hotel, und wir staubig wie nur was (es war das heißeste Pfingsten seit Beginn der Temperaturmessung in D, wie mein Sohn mir später grinsend mitteilte) Trotzdem ließ es sich der Manager nicht nehmen, eine Reihe Hotels in der Umgebung anzurufen, um uns ein Zimmer zu besorgen! Obwohl dauernd Angestellte mit X Fragen zu ihm kamen, schaffte er es, uns 20 km entfernt ein Hotel aufzutun. Er rief uns ein Taxi( :rotwerd: ) und der türkischstämmige Taxifahrer meinte: "Was? Das ist ja entgegen eurer Richtung, da muss ich euch ja morgen erst wieder zurückfahren, ich ruf mal in Riesenbeck an..l" Er verschaffte uns dort ein Zimmer "Das ist auf eurer Strecke, und von Riesenbeck gibt' einen richtig schönen Weg zum Hermansweg, nur 2 km, und da ist gleich ein Aussichtspunkt, echt schön" schwärmte er. Dann erzählte er noch, er sei jetzt eine Woche in Berlin gewesen "Tolle Stadt, aber Zuhause ist's doch schöner"...Ein echt heimatverbundener türkischstämmiger Teutobewohner, der auch noch die Wanderwege kannte!
      Am nächsten Tag war's gnadenlos heiß, wir kamen nur bis Brochterbeck kurz vor Tecklenburg, das Hotel hatte geschlossen, ein Blick auf den Busfahrplan: Letzter Bus So. um 17.45 - es war halb 6...da , ein Schild:Pension - Zimmer frei! Wir die 100 Meter lange Auffahrt hoch, ums Haus, im Garten saßen einige Leute beim Kaffee "On, nee, wir sind ausgebucht..." "Aber das Schild...??" "Oh, das hat mein Sohn vergessen abzudecken" - in dem Moment hörte ich im Hintergrund das Geräusch eines abfahrenden Busses :/ "Müssen wir wohl zu Fuß weiter bis Tecklenburg...
      "Oh, Tecklenburg ist total ausgebucht, da ist doch die erste Vorstellung im Freilichttheater heute Abend! Charlie, kannst du die Leute nicht eben zu Hanken fahren?"
      Charlie war der Nachbar, der nur 'n Kaffee trinken wollte - er stand gleich auf, humpelte (!) los, sein Auto holen - Charlie war schwer gehbehindert! Er fuhr uns so 7 km zu "Hanken", wo der Wirt meinte, er sei ausgebucht, und bei Dingsbums sei auch alles voll, höchstens in Lengerich noch...da wollten wir morgen sein! Sprach's, griff zum Telefon und machte für uns ein Zimmer klar! Das war nochmal 15 km entfernt. Charlie meinte auf dem Weg zum Auto," kein Problem" - und fiel um! Ich war so geschockt, half ihm wieder hoch, aber er meinte bloß "Das passiert öfter, seit der OP ist mein Bein manchmal gelähmt " Ich dachte entsetzt:Hoffentlich nicht gerade, wenn du mal bremsen musst :S "
      In Lengerich musste ich ihm richtig Geld für's Benzin aufdrängen, dafür wurden wir im Hotel gefragt: "Oh, laufen Sie den Pilgerweg?"
      Nee, den Hermannssteig..."Aber Sie wandern die ganze Zeit drauf? Dann kann ich Ihnen 10€ Rabatt auf's Zimmer geben, das ist unsere Unterstützung für das Wandern!" 8o
      So sind wir die Etappe von Lengerich zurück nach Tecklenburg gelaufen am nächsten Tag, fanden dort eine Pension mit holländischem Inhaber, der abends nach Holland nach Hause fuhr - er zeigte uns stolz seine Suite, mit Balkon zum Sonnenuntergang und meinte: "Ich lass euch die mal auf, dann könnt ihr nachher hier schön auf dem Balkon sitzen und in der Küche könnt ihr euch 'n Kaffee kochen, wenn ihr mögt, ich stell welchen hin" Sowas von schön! Nach dem Duschen quasi allein im Haus mit Kaffee den Sonnenuntergang betrachten...es war eine irre Tour!
      So viele hilfsbereite Menschen, so viel Empathie - hat uns Mut gemacht, noch öfter "so" loszuziehen, waren oft schöne Begenungen auf anderen Touren, aber nie so geballt wie oben geschildert!
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Die Schilderung von Schwyzi erinnert mich an eine Reise im letzten Jahrtausend, auf der ich ebenfalls mehrere interessante Begegnungen hatte. Die letzte davon war auf besondere Weise 'unvergesslich'. Ich war eine Weile im europäischen Ausland unterwegs gewesen. Schließlich hatte ich wieder deutschen Boden unter den Füßen und suchte abends in einer mir damals unbekannten Stadt eine nahegelegene Unterkunft. An einer Kreuzung war ich mir nicht sicher wo es lang geht. Ich schaute mich um und sah einen jungen Typen, der in meine Richtung kam. Ich wollte ihn eigentlich nur nach dem Weg fragen. Doch wir kamen ins Gespräch, er begleitete mich und wir haben uns gut unterhalten... Wenige Tage später waren wir ein Paar und sind es noch heute.
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      Das Nichts ist unbeständig. Lawrence Krauss
    • Ist ein bisschen OT, weil es nicht auf ner richtigen Tour war...
      Fiel mir gestern wieder ein, als ich mit einem ehemaligen Trainingspartner lange geschnackt hatte.
      Eine wirklich schöne "Begegnung" hatte ich auf dem Weg zu einem Sportwettkampf in Göttingen, langer Weg, also mussten wir früh los!
      Ich stand also nachts um halb 5 am Friedensplatz und wartete auf meinen Liift, da fuhr ein Auto mit laut dröhnender Musik vorbei, bremste, setzte zurück...ich straffte mich schon in meiner Kampfjacke - da ging die Scheibe runter, etwas wurde mir vor die Füße geworfen und aus dem Auto klang:"Kauf' dir 'n Brötchen, Alter!" und das Auto brauste weg.
      Vor meinen Füßen lag ein 50-Pfennig-Stück! (Zu der Zeit hätt' ich dafür noch ein belegtes Brötchen gekriegt!)
      Ich konnte nur noch "Danke" winken...
      Als ich das meinen Sportkameraden erzählte, gab's ein Riesengelächter und Dresscode-Tipps! Ich muss echt abgeranzt ausgesehen haben...
      Ich hab mich aber sehr über die Geste gefreut...auch rund 40 Jahre später denk ich noch dran.
      LG schwyzi
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