Katretter

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    • Hallo zusammen,
      heute möchte ich euch die
      Katretter vorstellen.Katretter dient dazu, eine flächige Abdeckung mit Ersthelfen und Mithelfern zu generieren. Viele Kreise nutzen diese Funktion ( Seite und App) um geschulte( aktuelle 1. Hilfe Ausbildung) Personen bei akuten Einsätzen in ihrer Nähe einzusetzen und somit die Einsatzkräfte vor dem Eintreffen zu unterstützen und die Rettungskette schneller zu aktivieren. Etwaige Wartezeiten werden minimiert um negative Folgen zu minimieren und die Überlebensrate zu steigern.
      Ich habe mich eben angemeldet und werde sehen wie oft es zu Einsätzen kommt.

      Grüße Möhre
      Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:
    • Man verzeihe mir wenn ich jetzt den Advocatus Diaboli raushängen lasse....

      Wenn es so knallt das "die" so ein paar Möchtegern-Ersthelfer zusammentrommeln.... also mal im Ernst, dann braucht es keine App auf dem Handy und keine Eintragung in eine Liste mehr.
      Dann knallt und raucht es so, das man das ganz ohne App mitbekommt.

      Was sinnvoller wäre....
      Jeder Orts-Kreisverband vom Roten Kreuz hat eine Bereitschafts-Gruppe, das sind auch Amateure, allerdings mit der entsprechenden Ausbildung und Ausrüstung. Das dauert ein paar Abende, aber da lernt man auch etwas dabei.... zumindest der normale sterbliche.

      Wer das Gesindel vom Roten Kreuz nicht ausstehen kann, wie ich (ich kenne die Leichen einiger Kreisverbände).... Nein, mit denen wollte ich nichts zu tun haben. Der geht eben zu den Maltesern (wobei, das sind Katholiken...) oder vergleichbarem.
    • @supi
      In D sind, um die Rettungsfristen etwas zu frisieren verkürzen, überall First Responder-Gruppen gebildet worden. Jede Hilfsorgs, die Feuerwehren.... Diese dürften Deinen Vorstellungen entsprechen. Problematisch ist halt dabei, wie auch bei den Ersthelfern, dass die Routine fehlt. Nicht jeder Verunfallte hat das Glück, an @Moehre zu geraten.

      Ich habe innerhalb des "Ehrenamts" im DRK so einiges erlebt. Daher ist für mich klar, dass die Profirettung optimiert werden sollte.

      Zum Thema: Ich habe keine Bedenken, dass via dieser App Schindluder mit meinen Daten getrieben wird. Vielmehr möchte ich nicht, dass Gxxle und Co. mein Bewrgungsprofil bekommt.
      .....................................................

      So isch no au wiedr
    • supi schrieb:

      Wenn es so knallt das "die" so ein paar Möchtegern-Ersthelfer zusammentrommeln....
      Du hast den Sinn der App nicht verstanden.
      Es geht darum die Therapie freie Zeit zu verkürzen. Erleidet zum Beispiel dei direkter Nachbar einen Herzstillstand, bist Du schnelle bei Ihm und kannst pumpen bis der Rettungsdienst da ist. Dies kann z.B. zu Zeiten des Berufsverkehr schon einige Minuten ausmachen und somit die Überlebenschance arg erhöhen....
      Auch im Falle eines Großschadensereignis hat man, wenn viele die App nutzen, schneller Helfer vor Ort, als dies bei der Alarmierung einer SEG der Fall ist.
      Es geht also um Zeit, und Zeit kann Überlebenswichtig sein!
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

    • supi schrieb:

      Man verzeihe mir wenn ich jetzt den Advocatus Diaboli raushängen lasse....
      passt schon. Davon lebt eine gute Diskussion!

      Ich glaube, es ist wie immer.
      Eine gute Ausbildung ist Das eine. Praxis das nächste. Ausstattung der dritte Punkt und Zeit wieder ein Aspekt. Aber das wichtigste ist ofr Die Motivation und der persönliche Einsatz.

      Mein Problem ist, dass ich kein Vereinsmensch bin. Das klappt einfach nicht. Wird aber meist - auch in den HiOrgs - gewünscht.
      Und neben meinem Beruf noch einen Nebenjob ausüben geht rechtlich und zeitlich nicht.
    • Bei der App ist gut, dass man im Falle einer Alarmierung auswählen kann ( anonym) ob man den Fall annimmt oder eben nicht. Damit besteht keinerlei Pflicht oder Zwang und man wird einmal im Jahr in aktueller EH unterrichtet. Ich finde die Idee und Umsetzung gut, Zeit ist in der Medizin einer der wichtigsten Faktoren und selbst wenn hier nur 1000 Leute das nutzen würden und davon nur einer Zeit hat, rettet das eventuell ein Leben, denn Voraussetzung ist ja, dass man einmal im Jahr eine EH Schulung beim Kreis macht.
      Und für mich wichtig: ich bin nicht an einen Verein/ Verband angegliedert.
      Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Moehre () aus folgendem Grund: Rechtschreibung musste mal korrigiert werden ;)

    • @Walter
      Das setzt aber voraus, dass die AppNutzer motiviert und zumindest ansatzweise ausgebildet sind. Und dass sie ein Mindestmaß an Ausstattung haben. Diejenigen, die sich da engagieren, werden wohl ihre eigene Ausrüstung mitbringen und froh sein, wenn sie ein Danke bekommen. Oder auch wie @Moehre Die Info, dass es ohne den Einsatz ganz anders ausgegangen wäre. Auch das ist schon Bestätigung genug.
    • Moehre schrieb:

      Bei der App ist gut, dass man im Falle einer Alarmierung auswählen kann ( anonym) ob man den Fall annimmt oder eben nicht. Damit besteht keinerlei Pflicht oder Zwang und man wird einmal im Jahr in aktueller EH unterrichtet. Ich finde die Idee und Umsetzung gut, Zeit ist in der Medizin einer der wichtigsten Faktoren und selbst wenn hier nur 1000 Leute das nutzen würden und davon nur einer Zeit hat, rettet das eventuell ein Leben, den Voraussetzung ist ja, dass man einmal im Jahr eine EH Schulung beim Kreis macht.
      Und für mich wichtig: ich bin nicht an einen Verein/ Verband angegliedert.
      genau deswegen wäre app etwas für mich.
    • Walter schrieb:

      Du hast den Sinn der App nicht verstanden.Es geht darum die Therapie freie Zeit zu verkürzen. Erleidet zum Beispiel dei direkter Nachbar einen Herzstillstand, bist Du schnelle bei Ihm und kannst pumpen bis der Rettungsdienst da ist. Dies kann z.B. zu Zeiten des Berufsverkehr schon einige Minuten ausmachen und somit die Überlebenschance arg erhöhen....
      Auch im Falle eines Großschadensereignis hat man, wenn viele die App nutzen, schneller Helfer vor Ort, als dies bei der Alarmierung einer SEG der Fall ist.
      Es geht also um Zeit, und Zeit kann Überlebenswichtig sein!
      Ich wusste das das von dir kommt :D

      Zum Punkt Herzstillstand.... da ist schon einer vor Ort, sonst wüsste der Rettungsdienst nichts davon. In dem Fall sollte ein gebrülltes Hiiiiillllffffeee ausreichen. Wenn da einer von 3 Strassen weiter und um 5 Ecken antraben muss...
      Mittelmässig ausgebildet, ohne Routine, selbst halb panisch.... was soll der besser können als der Typ der gerade an dem Haus vorbei läuft.

      Grossschadensereignis.... was ich da sicher brauche sind ein Haufen Leute die unkoordiniert und ohne speziellen Ansprechpartner angerannt kommen. Die Profis sind beschäftigt und haben keine Zeit... wer soll die einteilen und koordinieren? Die stehn dann nur im Weg rum.

      @Ookami
      First-Responder gibts seit ewigen Zeiten ab einer bestimmten Betriebsgrösse sind die vorgeschrieben. Die nicht betrieblichen First Responder die ich kenne gehören alle zu den Rot Kreuz-Bereitschaften.
      Hat sich da was geändert?
    • supi schrieb:

      Mittelmässig ausgebildet, ohne Routine,
      deshalb muss ja Jeder der bei diesem Programm mitmacht regelmäßig zur Auffrischung in Erster Hilfe (nicht Sofortmaßnahmen am Unfallort)

      supi schrieb:

      Zum Punkt Herzstillstand.... da ist schon einer vor Ort,
      leider nicht immer Jemand der weiß wie man richtig drückt ;)

      supi schrieb:

      Die nicht betrieblichen First Responder die ich kenne gehören alle zu den Rot Kreuz-Bereitschaften.
      Sind bei uns viele Freiwillige auch ohne Verbandszugehörigkeit ... nur die regelmäßige Fortbildung muss gegeben sein, zum Teil auch von privaten Organisationen....

      Das Rote Kreutz, spielt hier bei uns nur eine ganz, ganz kleine Rolle. Hier sind z.B. die Malteser und Johanniter die treibenden Kräfte, neben der Berufsfeuerwehr ...
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

    • Moinsen, da spielen wir ja wieder in meinem Tanzbereich umher. Vielleicht kann ich ein bisschen Licht ins Dunkle bringen. :rolleyes:
      1. Es gibt verschieden Apps von verschiedenen Anbietern. Das sorgt für fehlende Flächendeckung. Die bekanntesten sind „Mobile Retter“, „Corhelper“, „meine Stadt rettet“, „First AED“ und „Kattretter“.
      2. Die Erfinder der Apps nehmen von den Landkreisen/Städten -mitunter sehr viel- Geld für die Betreuung der Apps. Teilweise werden die „Kunden“-Daten vom Anbieter und teilweise vom Landkreis verwaltet. In unserem Flächenlandkreis mit knapp 57 Tsd Einwohnern gingen die Angebote von 12‘-70‘ Tsd Euro/Jahr.
      3. Es gibt Unterschiede bei den Apps. Man kann häufig auswählen, wer den Zugang bekommt. Also will man Jedermann, Ersthelfer mit aktuellem Schein oder med. Fachpersonal. Dabei muss dann auch irgendjemand die Qualifikationen überprüfen. Was sehr arbeitsaufwendig ist.

      4. Therapiefreies Intervall soll verkürzt werden. Der frühzeitige Einsatz von AED (automatische Defis) kann nachweislich Leben retten, bzw. das Outcome verbessern. Bei vielen Apps, wird dem Ersthelfer auch der nächste Standort eines AED mit angezeigt. Das ist natürlich nur was für den Urbanen Bereich.
      5. Einsatzarten werden vom Betreiber festgelegt. Es wird also nicht bei jedem Einsatz gleichzeitig ein Ersthelfer alarmiert. Vielmehr nur dann, wenn der Leitstellendisponent kein Rettungsmittel in der Nähe hat oder ein deutlicher Benefit für den Patienten zu erwarten ist. Bei Großschadenslagen stören „unausgebildete Ersthelfer“ mehr, als dass sie nützen. Bei Katastrophen sieht das anders aus, aber davon sprechen wir ja nicht.

      Da KATTRETTER von den Entwicklern der WarnApp KATWARN ist und diese von den ostfriesischen Landkreisen entwickelt wurde. Ist das natürlich die beste App ;) :P


      Also, es bringt nicht viel, sich bei einer App anzumelden, wenn im Kreisgebiet keiner die App betreibt.

      Die First Responder sind im übrigen nicht flächendeckend vertreten. Haben in Deutschland auch nichts mit dem Betriebssanitäter zu tun. Über Kungelei in HiOrgs kann ich genauso viel berichten wie bei Privatbetrieben, Feuerwehren oder Beamten. Da sind alle gleich. <X
      Aus der Praxis kann ich aber sagen, dass es auch gut funktionieren kann. Wenn der Träger mit der ärztlichen Leitung die Freigaben (sogenannte SOP) klar definieren, weiß der First Responder/HvO auch wie weit er versorgen darf.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Kann mir wer genau sagen, wer welche Ausbildung angeboten bekommt? Und von wem, wenn man in keiner HO Mitglied ist?

      Und kann mich wer aufklären, wie ich (500 bis 1000 m) schnell vor Ort sein und dabei möglichst kein KFZ benutzen soll?

      Schlussendlich bleibt immer noch die Frage nach der Routine, zumal nach einem "Einsatz" eine zeitliche Sperre erfolgt?

      Ich bleibe dabei: Schwerpunkt muss im Ausbau der Profirettung liegen. Alles andere kaschiert nur.
      .....................................................

      So isch no au wiedr
    • Bei Katretter ist man nirgendwo Mitglied wird aber einmal jährlich bei Vertragspartnern des Systems geschult ( bei uns beim DRK, Maltesern und einen privaten Anbieter)

      Der Ausbau der Profirettung ist selbstverständlich nicht zu vernachlässigen ( wenn du willst telefonieren wir dazu mal, denn ich erstelle gerade Konzepte für unsere Region). Dennoch ist festzuhalten,dass eine schnelle medizinische Hilfe und sei es nur gezielte und geschulte Kommunikation mit dem Opfer oder die HLW ,die eher begonnen wird , sinnvoll ist.
      Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:
    • Hey @Ookami, welche Ausbildung meinst du denn? Du kannst ja bei jeder HiOrg oder bei privaten Anbietern Kurse belegen. Auch als externer. Daneben sind Fernstudieninstitute sehr rege. Ob überhaupt und welche Qualität dahinter steckt, möchte ich nicht beurteilen.

      Der Radius von 500-1000m um einen Notfall herum ist ein technisches Konstrukt. Irgendwo muss ja eine Grenze gesetzt werden. Vielleicht bist du als Helfer ja mit dem Fahrrad unterwegs und so recht flott vor Ort. ;)

      Die Apps kann man nur als Ergänzung sehen. Berufspolitisch wird sich der Rettungsdienst in Deutschland sehr schwer tun. Wir kämpfen derzeit gegen die 48h/Woche (ca. 400h/Jahr unbezahlte Arbeit) und Rente mit 60 (klingt verrückt, ist für Feuerwehrbeamte aber normal. Wer will denn von einem 67jährigen aus dem 4. Stock getragen werden?)

      Wir beklagen im RD seit einigen Jahren starken Personalmangel. Es ist zu den aktuellen Bedingungen einfach „unsexy“ diesen Job zu machen. Man rechnet mit einem Fachkräftemangel von 40% in den nächsten 5 Jahren. Da es um 365 Tage im Jahr und 24/7 geht, werden vielerorts die RTW nicht mehr besetzt und längere Anfahrten sind die Regel.
      Ich persönlich sehe definitiv keinen Ausbau der „Profirettung“ sondern vielmehr einen Abbau. Ggf wird man mehr auf Hilfskräfte mit Kurzausbildung zurückgreifen müssen. :thumbdown:

      Ich sag nur #systemrelevant
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • .... und wie ist das versicherungstechnisch wenn man da alarmiert werden sollte?
      Geht das auf die eigene Haftpflicht/Krankenversicherung?

      Ich habe einiges an 1.Hilfe Kursen in D besucht...
      Da waren Bauarbeiter/Hauswirtschafterinnen usw. mit im Kurs mit sehr beschränkten Kenntnissen der dt. Sprache. Den Jungs und Mädels traue ich ehr zu mich an den Haaren aus dem Dreck zu ziehen als den "Ausbildern" die den Text vom Overhead-Projektor ablesen.
      In anderen Worten halte ich die Ausbildung in den Kursen, wenn überhaupt, für mangelhaft. In meinen Augen eine reine Alibi-Veranstaltung.

      ... ja, das kleine Teufelchen in mir ;)