Bushcraft-Salz

  • Wer mich kennt Weiss ich mags retro, primitiv, old-school. Deshalb dachte ich mir, ich mach etwas anders mit dem salz. Ich werde in Zukunft keinen Salzstreuer mehr benutzen. Stattdessen werde ich einen Block salz benutzen, wenn ich beim Essen etwas brauche, schabe ich einfach etwas ab. Ich bin mal gespannt wie oft ich davon abschaben kann.

    Was denkt ihr darüber?

  • Armes Messer.

    Erst wenn der letzte Fisch gerodet und der letzte Baum gefangen ist werdet Ihr merken, dass Ihr etwas verwechselt habt!
    Letztes Wort, Häuptling der Wildkatzen 1758 - 2029

    „Herr Janosch, wo macht man Urlaub?” - „Überall, wo zwei Bäume sind. Vorausgesetzt, man macht es wie Wondrak und hat immer eine Hängematte dabei. Dann ist das ganze Leben quasi Urlaub.”


    Ich antworte manchmal auf Fragen, die keiner gestellt hat.

  • Sehe ich das richtig?

    Wird da eine Himalaya-Salzlampe gemeuchelt?


    Was ich davon halte.... nicht viel.

    Ich wäre da vorsichtig, ich bin mir da nicht so sicher wie das mit der Reinheit und der Genießbarkeit des Salzes aussieht.

  • was ich davon halte, Exo ?


    Abstand.

    Warum?

    1. Schade um das Messer
    2. Salz am Stück, schön und gut, aber als Krümel lässt es sich besser dosieren
    3. Was passiert, wenn Salz nass wird?
    4. Schon so zieht Salz m.w.n. Feuchtigkeit an und wird dadurch im Feld nicht besser.

    Aber das ist meine Meinung, nicht deine. Mach wie du meinst und berichte uns davon. :koch:

  • Wenn der Salzblock im Rahmen einer Selbstversorgeraktion, z.B. unter Tage selber abgebaut, gewonnen wurde, finde ich das gut.



    "Der Preuße hat keinen anderen Weg zur Kunst als den der Einfachheit. Pracht wird bei ihm zu Schwulst, Luxus zu Unsittlichkeit."


    Christian Morgenstern

  • Ich begreife nicht so ganz, was daran

    retro, primitiv, old-school

    sein soll. Selbst unsere Vorfahren vor mehreren Jahrhunderten hatten schon aus Holz oder Horn gefertigte Behältnisse für Salz, gerade auch zum Transport bei längeren Reisen.

    Ebenso die Trapper und Fallensteller Nordamerikas im 19. Jahrhundert.

    Und das war immer "Rieselsalz".

    Hab auch noch nie in der einschlägigen Literatur der Indianistik über Salzblöcke zum Mitnehmen gelesen :/

    Insofern erscheint mir das so eher "fast wie oldschool" zu sein, also eine ganz neue Methode, die auf alt macht, die einen selbst auf "alt/retro" trimmt, so richtig Trappermäßig - auch wenn's nie so war...

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  • Will ich nicht bestreiten, supi .

    Die Salzkarawanen transportieren ja auch das Salz. Wie Tanker das Rohöl.

    Trotzdem kippt man ja kein Rohöl in den Tank, wenn mann "retro" oder "oldschool" unterwegs sein will...

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  • Trotzdem kippt man ja kein Rohöl in den Tank, wenn mann "retro" oder "oldschool" unterwegs sein will...

    Es ist doch völlig egal, wer wie was benutzt. Du kannst ja gerne deinen salz so mitnehmen wie du du es für richtig erhältst. Ich nehme halt meinen himalyasalz Block so mit.

    Und abgesehen davon in alten Zeiten hätten die Leute 3Möglichkeiten salz zu gewinnen.

    Am Meer, an Salz seen und für die Bevölkerung in den Bergen mussten die Leute das Salz aus dem Berg schlagen. Und diese Völker nutzen Salz als Block.

    Und ja an Holz behälter für meinen salz habe ich auch schon nachgedacht, aber ich benutze zur Zeit mein Leder beutel. Weiss nicht ist das OK für dich oder soll ich es anders machen.? Vielleicht gibst du mir noch paar Tipps, wie ich mein Bushcraft betreiben muss, damit es mir Spass macht.

  • Kein Grund, angepisst zu sein, Exo;)

    Das sollte meinerseits kein Angriff auf dein Vorhaben sein.

    Wenn du gern einen Salzblock nehmen möchtest - prima. Mach das.

    Mir ging es nur darum, dass es eben nicht "retro" oder "oldschool" ist.

    Es gibt viele Dinge gerade bei der Ernährung, die "oldschool" sind, Dörrfleisch z. B. Als "jerky" oder "Biltong" in Nordamerika und Afrika weit verbreitet gewesen. Oder sein Fleisch roh essen wie die Inuit. Oder seinen Hund als lebenden Proviant einplanen ...hat Amundsen gemacht, andere Polarforscher auch. (Gibt allerdings außer in einem schweizer Kanton dann wohl Probleme mit dwm Tierschutz in Europa ^^ )

    Aber einen Salzblock mitnehmen erscheint mir da "neu".

    Ist eben dein Ding. Mach es! :)

    LG schwyzi

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  • Was denkt ihr darüber?

    Nunja, du hast ja nach Meinungen gefragt, dann solltest du dich auch nicht darüber beschweren. ;-)

    Vor allem wenn dir etwaige gesundheitliche Folgen enstehen können. Wer weiß mit welchen chemikalischen Mitteln das Salz behandelt wurde, um es zu stabilisieren.

    Die Einwände der anderen sind ja durchaus berechtigt, eigentlich entstehen dir nur Nachteile, außer dass es vielleicht "cool" aussieht. Aber wenn du da Bock drauf hast, dann mache es so und berichte, wie es sich in der Praxis bewährt hat!
    Ich befürchte aber auch, dass das Salz schnell Feuchtigkeit ziehen wird und dir ebenfalls das Leder austrocknen und spröde machen wird.


    Lieben Gruß,


    Ollin :-)

  • Man kann solche Brocken übrigens auch kaufen und muss dafür keine Salzlampe meucheln.

    Irgendwie wird sich drauf eingeschossen das Exo 's Salzbrocken belastet sein könnte. Vielleicht bringst du da mal Licht ins Dunkel, danke.


    Ansonsten mach was und wie du es möchtest!

    Den Klunker in eine ZipLock Tüte, die in deinen Lederbeutel, fertig.


    LG

  • ...vielleicht wenn man es mit so einem ostfriesischen Tee-Brikett (habe ich schon ewig nicht mehr gesehen) und diesen Hartkeksen kombinieren. Dann noch Hammer und Meißel dazu in die Munitionskiste und fertig ist der moderne Bushcrafter. :thumbsup: :dolldrueck:

    "If you think you are too small to make an impact, try sleeping one night in a room with a few mosquitoes." (Billy McBride)

  • Moinsens,


    aus archäologischer Sicht ist das sicherlich die "am Ehesten originale" Variante, zumindest, was den schon "zivilisierteren" Zeitraum seit dem Neolithikum angeht. Im Binnenland wurde das Salz durch Sieden von Sole in sogenannten Briquetage gewonnen.

    Wurde so ein Tonnäpfchen mit Textilien ausgelegt, ließ sich der entstandene Salzkuchen gut und gleich zum Abtransport "verpackt" entnehmen.


    Briquetagen und Text zu Salz.... Quelle: Uni Marburg


    In welcher Form der einsame Wanderer das Salz mitnahm, ist m.W. nach archäologisch noch nicht erfaßt, da sich das Transportierte naturgemäß schnell auflöste... Wobei die Vorstellung, daß ein Wanderer (Jäger o.ä.) einen größeren Brocken mitschleppte, ist m.E. durch den extrem hohen Stellenwert des Salzes eher ausgeschlossen. Immerhin wurde es höher gehandelt als Edelmetalle. Der historische Reichtum des Sole- oder Steinsalzgebiete kam nicht von ungefähr.



    Gruß
    Thomas :bart:

    Ziegen sind coole Viecher... sie schauen immer auf der anderen Seite des Zaunes nach, was es da zu entdecken gibt.... :bart:

  • Wie es auf dem Bild hier aussieht, wurde Salz in Blöcken transportiert

    http://www.chronist.verren.at/…202f675fe8150c88c14ca3317


    Ich bevorzuge allerdingsselbst rieselfähiges oder zumindest flockiges Salz, das ich nicht erst in genießbare Form bringen muss, außer abzulecken.


    Zum MItnehmen würde ich wenn dann aber nur einen kleinen Brocken einstecken. So ein Klumpen reicht ja, um einen Elch zu pökeln!

  • Das eigentliche Steinsalz, Halit, sollte dem Messerstahl nichts anhaben. Allerdings mit der Klingenrückseite schaben. :zwinker:

    Es spricht auch nichts gegen Himalaya Salz, ist es doch nahezu identisch mit unserem Steinsalz, da es aus dem gleichen UrMeer entstand.

    Jeder, der Fleur de sel benutzt, hat vermutlich mehr Schadstoffe und Mikroplastik drin.

    Mir persönlich entgeht der Sinn, des Blocksalzes im Busch.

    Wenn es aber jemandem Spaß macht, warum nicht?

    Andere mahlen Kaffee statt Pulver mitzunehmen :dolldrueck: :zwinker:

  • Was denkt ihr darüber?


    Ich finde die Idee interessant, ob es praktikabel ist müßte ich erst mal eine Weile ausprobieren. Aber du kannst auch gerne mal davon berichten.


    Eine Scheibe Salz (müßte ja nicht so dick sein wie auf deinem Foto) birgt nicht das Risiko dass sich beim Transport was öffnet und das Salz auf der Asurüsting verteilt wird.


    Ich könnte mir auch Multiuse vorstellen: Wenn man den für Block/Scheibe die Form eines Teigschabers anstrebt könnte man das Salz zusäztlich zur Reinigung von eingebrannten in der Bushcraftpfanne verwenden.

  • ich versuche mal Lichts ins Salzdunkel zu bringen:

    Das meiste Meersalz und dami vor allem unseres hierzulande (also das dann aus den Urmeeren (Zechsteinmeer z.b.) hat relativ viel Magnesium und ist damit bitter... (also dieses typisch graue Salz) Deshalb wird das Magnesium dann abgetrennt os.ä.. Das orangene Halit hat fast kein Magnesium und deshlab kann man das einfach so verwenden.


    Ich habe immer Fleur de Sel dabei (kleines Plastedöschen), die bretonischen Paludiers hatten ihre "Notfallsalzration" immer in einem kleinem Holzschiedekästchen. Salz ist halt hygroskopisch, da funktioniert Leder eher schlecht (sofern es kleinkristallin/rieselfähig bleibebn soll).


    Der Transport im ganzen hat Vorteile, da dadurch nur die Aussenschicht das Wasser anzieht. Aber sowie ich Salz luftdicht verpacke, ist das egal. Ob im Steinsalz noch Jod drin ist, was sich verflüchtigt, wenn feingemahlen, weiss ich nicht.


    Wenn man Salz röstet, bis das Chlor verfliegt (wie soll das gehen und welche menge Chlor und überhaupt- dazu findet man wenig Erklärung), soll das gesund sein. Stichwort: Gomasio.


    Preislich lohnt es sich absolut im Zoobedarf oder wo auch immer diese orangenen Salzbrocken zu kaufen, statt dem Apothekerbepreisten "Himalayasalz". Da ist dann nichtmal Mikroplastik drinne, leider im Gegensatz zu frischem Meersalz.


    Noch kleiner GewürzTip: ich hatte mir ja nun gerade diese feine kleine Pfeffermühle von GSI gekauft, doch gibt es grad bei "Depot" eine fast genauso kleine mit gutem Mahlwerk versehene Pfeffermühle. Evtl. funktioniert die sogar als Salzmühle, da Keramikmahlwerk (? muss ich direkt noch mal nachsehen).