Leben im Regenwald

  • Nachdem ich jetzt ne Weile im Amazonas und den Anden unterwegs war, Werd ich ab Morgen den nächsten Monat an die kolumbianische Pazifikküste nach Choco gehen. Dort trifft eine wilde Küste auf den pazifischen Regenwald. Es gibt keine Straßen und nur einige Dörfer die nur mit dem Boot erreichbar sind.

    Werde mich in einem Hostel einmieten bzw. als Basecamp nutzen und die meiste Zeit damit beschäftigt sein die Küsten und Regenwälder zu erkunden.

    Habe einige Ideen die ich ausprobieren möchte, wie ne Dschungelhütte bauen, Feuermethoden im feuchtesten Regenwald der Welt, einen Bogen bauen aus Chontaduro Holz und damit fischen, das Hinterland erkunden und eventuell Emberaindianer besuchen und vieles mehr.


    Will diesen Thread nutzen um in unregelmäßigen Abschnitten über die Survival und Bushcraft relevanten Dinge zu berichten, die ich da so treibe.

    Weiss nicht wie gut das Internet sein wird, ansonsten gibt es Fotos wohl erst später.


    Kann ja sein, dass es den einen oder anderen interessiert. Bushcraft in einer ganz anderen Klimazone mit anderen Herausforderung etc.

  • Ich finde es geil, dass dein Abenteuer nach der suboptimalen Flussaktion weiter geht! :thumbsup:


    Selbstverständlich werde ich fleißiger Beobachter des hiesigen Fadens sein.


    Hau rein! ;)

    "Das schönste Geschenk, das die Götter den Menschen verliehen, ist die Freundschaft. Mögen manche auch den Reichtum, die Macht, die Ehre oder die Gesundheit preisen, ich ziehe Freundschaft und Weisheit allen anderen Gütern vor."

    Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr. - 43 v. Chr.)



  • Also los geht's. Bin inzwischen angekommen.


    Ich habe von Buenaventura, einer der gefährlichsten Städte Kolumbiens, wegen der Narcos einen alten Klepper von Boot bis nach Bahia Solano genommen.

    Die Überfahrt war ca. 24 Stunden. Mit mir ein Schweizer und einige Kolumbianer.

    Auf dem Weg gab es schon einige Wale mit imposanten Springeinlagen zu sehen.


    Die Küste hier ist steil, wild,mit vielen kleinen Buchten und Flüssen die aus dem Regenwald ins Meer fließen. Ein riesiger Abenteuerspielplatz.


    Angekommen in Bahia Solano noch Mal mit dem Tuk Tuk Bis ins benachbarte El Valle.


    Und weil die Dinge nie so einfach laufen dürfen habe ich mich noch 10 m. vor dem Hosteleingang von einer Schlange beißen lassen.

    Bin dann seelenruhig zur Rezeption und noch nebenbei erwähnt dass ich von einer Schlange gebissen wurde.

    Die sind fast von den Stühlen gefallen, aber nach kurzer Suche wurde der Feind auch gefunden und es handelt sich zum Glück um die ungiftige Chironius monticula.


    Gut desinfiziert und abgewaschen konnte ich einfach nicht an mich halten und musste schon Mal einen kleinen Spaziergang die Küste hoch machen.

    Dieses Land ist einfach ein Traum. Ein tropisches Meer, unglaublich artenreicher Regenwald, kühle Wasserfälle, Mangrovensümpfe, Berge und Flüsse. Hier gibt es wirklich alles.

    Ich lass es die Tage erstmal ruhig angehen und erkunde etwas die nähere Umgebung und lerne die Leute kennen.











    Fotos von der Schlange und Biss :




    Besser tot als gelangweilt

    Einmal editiert, zuletzt von Desertstorm () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Desertstorm mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Wie zu erwarten, ist das mit dem Internet hier nicht der Knüller,bzw. wechselt ständig.

    Habe paar interessante Dinge erlebt, die ich, wenn ich wieder in zivilisierteren Gefilden unterwegs bin, mit euch teilen werde.

    Habe zum Beispiel 5 Tage an einer isolierten Küste, die nur mit Boot erreichbar ist, ein wenig Robinson Leben gehabt.


    Leider ging aber sehr vieles auch nicht und das liegt nicht an der Natur sondern am Faktor Mensch. Diese Region ist eigentlich ein Paradies von denen es wohl nur ganz wenige auf der Welt gibt, aber leider eines mit Hindernissen. Hier ist halt leider auch Schmuggelroute für die Narcos und die FARC und die rechten Paramilitarios teilen sich hier die Wälder auf. Es ist also sehr schwierig hier etwas auf eigene Faust zu unternehmen ganz besonders jetzt wo man kurz vor den Wahlen steht und dauernd irgend eine Splittergruppe sich berufen fühlt Straßen zu blockieren oder Dörfer anzugreifen.


    Gut ich bereue keine Sekunde hier und habe dennoch viel gelernt und Unternommen so gut es ging.

    Das Amazonasgebiet ist mir aber sehr viel geeigneter für solche Unternehmungen zumindest im Moment. Sollte sich die Lage irgendwann ändern, wäre das hier einer der Orte, wo ich ohne zu zögern hin ziehen würde.


    Da ich den gesamten nächsten Winter wieder in den Tropen sein werde, wird es dann weitere Experimente geben.