Tauben verwerten/bratfertig machen in drei Minuten

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    • Tauben verwerten/bratfertig machen in drei Minuten

      Ich war mal wieder am Stoppelfeld mit meiner geliebten Mirokuflinte. Es war nicht allzuviel Anflug, doch es reichte nach drei Stunden für zwei Familienmittagessen.

      Die Ringeltaubenstrecke:



      Zur Information: Bei Ringeltauben liegt ca. 80% des nutzbaren Wildbrets in der Brust. Der Rest befindet sich verteilt an den dürren Beinchen und minimal am Rücken.
      Daher verwerte ich bei größeren Taubenmengen nur die Brust, die ich filetiere und dann entweder schnetzle oder zu Taubenrouladen weiterverarbeite.

      Wozu also rupfen und ausnehmen? Das geht schneller!

      1. Der Taube werden die Flügel abgeschnitten.

      2. Man nimmt die entflügelte Taube und stößt den Daumen komplett durch die Bauchdecke direkt am Beginn des Brustbeins. Der Daumen gleitet unter das Brustbein.


      3. Mit einem kräftigen Ruck reißt man die gesamte Brustpartie mit Knochen vom restlichen Taubenkörper. Dabei hält man die Taube gut fest. Ästheten mögen von diesem Anblick nicht gerade begeistert sein.


      4. Nun wird die anhaftende Haut mit Federn entfernt.



      5. Nach dem Waschen sieht das ganz manierlich aus.




      6. Jetzt kann man mit einem schmalen Messer (Ich habe mit Freude mein CDS Wodlore genommen) die Filets heraustrennen.


      Heute gibt es geschnetzelte Ringeltaubenbrust mit Pilzen.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
    • Moin moin,

      das verstehe ich nun nicht. Du möchtest als Produkt die ausgelösten Filets haben, oder?

      Ich für meinen Teil fange bei deinem Schritt 4 an. Bisschen die gröbsten Federn wegzupfen. Schnitt am Sternum, Haut zu beiden Seiten der Brust herunterziehen. Dann tiefer Schnitt links wie rechts vom Sternum und mit kleiner scharfer Klinge die Brustfilets direkt vom Brustkorb lösen- fertig.

      Das geht ziemlich fix. Vielleicht schieße ich am Wochenende auch 1-2 Tauben, dann versuche ich das mal zu illustrieren.

      Sehr respektables Munition/Tauben-Verhältnis übrigens!

      Beste Grüße

      amicus_silvi
      pallida mors aequo pulsat pede pauperum tabernas regumque turris.
    • Ich kannte es auch noch nicht so. Vielleicht könnten wir noch mal Tipps für eine leckere Zubereitung hier anhängen.. Ich habe kürzlich die Brüste einfach nur in Butter angebraten. Bisschen Salz, Pfeffer und Rosmarin. War lecker, aber mitunter auch zähe Stücke. Die Oma einer Kollegin sagt, man müsse erst mit einer spitzen Gabel Löcher hinein piecksen oder kurz den Fleischklopfer benutzen. Mit einer Honig/Öl Marinade soll es lecker sein. Das probiere ich mal aus! Die Oma hat mich fragen lassen, ob wir auch Amseln jagen. Die seien so lecker, frisch vom Grill. :huh:

      Hier die Taubenbrüste für meine Kollegen
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Die sollen ja sogar ausgesprochen gut schmecken, habe ich gehört. Aber einfach rupfen, ausweiden und dann wie Hähnchen in den Backofen wird wahrscheinlich auch gut schmecken? Wußte bisher gar nicht, daß es bei Tauben Filetstücke gibt.
      Und die Schrotkugeln stellen bei der Größe der Tiere kein Problem dar, also daß die zuviel zerstören? Ich würde mir ja gerne mal welche mit Büchse + gutem Glas und Kopfschuss erlegen. Aber ist erstmal noch trotz Jagdschein Zukunftsmusik.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Miau ()

    • @Miau, es lohnt sich nicht die Tauben komplett zu rupfen und zu braten/backen. Das kann man Sternerestaurants überlassen.
      Wie Friese schon schrieb, kommt es auf das Verhältnis Schrotgabe/Entfernung/Wild an. Es geht darum, wertvolles, gesundes Wildbret zu gewinnen. Zu nahe Schüsse oder zu schweres Schrot verwandeln das Stück Wild in Mett. :thumbdown:
      Taube schmeckt ein bisschen wie Ente.
      Den schlechten Ruf als Ratten der Luft hat die wildlebende Taube nicht verdient.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wurzelgnom ()

    • Mich wuerde ja mal interessieren, ob die radikale "Methode Redneck" fuer Fasane bei Tauben auch funktioniert. Das Tier wird auf den Boden gelegt, man stellt sich auf die ausgebreiteten Fluegel und zieht einmal kraeftig an den Beinen. Beim Fasan hat man dann im Erfolgsfall in Sekundenschnelle die Spreu vom Weizen getrennt. Vielleicht voellig ungeeignet, aufgrund der Anatomie, aber was weiss ich schon :)

      Ich hab hier das Video dazu mal wieder ausgegraben:

      Historiker J. Talmon, Israel, hat 2 Demokratiearten unterschieden: pluralistisch-liberale-dogmenfreie u. totalitäre mit herrschender Doktrin und Denkverboten. In der 2. Variation gibt es eine Wahrheit a priori. Debatten sind Störfälle. Die einzig selig machende Wahrheit wird mit Mitteln d. Wissenschaft alternativlos gemacht, auf säkulare Weise für sakrosankt erklärt. Wer Differenzierung fordert oder zweifelt, wird mit dem Etikett «Leugner» in die Ecke der Flacherdler gestellt.
    • Peter von Hausen schrieb:

      ich bin echt ein wenig überascht. Habe wirklich nicht gedacht, das man Tauben isst, oder essen kann/ sollte. Das sind für mich so die Ratten der Luft gewesen bisher, die eher Krankheiten verbreiten usw.
      Das ist mal interressant.

      Das finde ich auch, daher hoffe ich, dass meine Anschlussfrage erlaubt ist.
      Wie @Peter von Hausen schon schrieb gelten die gemeinen Stadttauben als die Ratten der Lüfte und können Krankheiten übertragen. Wenn das Fleisch (die Brust) aber gut durchgebraten ist, können die Tauben dann gegessen werden?
      Ich frage aus dem Survival Standpunkt heraus. Über eine Antwort würde ich mich freuen. :)
      Das Wissen liegt im tun!
    • Tauben schmecken ganz gut. Ich kenne einige Bauern die anstelle von Hühnern einen Taubenschlag haben.
      Stadttauben haben oft Parasiten, kleine weisse Würmchen und was weiss ich noch für ein Zeug. Werden die Tauben aber halbwegs vernünftig gehalten und gefüttert ist das kein Problem (Mais, Getreide, sogar Küchenabfälle... nichts fleischiges). 2 mal im Jahr sollte man etwas gegen Milben tun, aber ansonsten sind sie anspruchslos und pflegeleicht. Keine Impfungen etc. nötig. Der Kot ist recht scharf... er sollte nicht auf den "guten" Kompost (wir haben uns mal den Spass gemacht Taubendreck mit Erde zu mischen und das zur Bodenuntersuchung einzuschicken.... ;) ).
      Tauben sind sogar relativ ortstreu sodass man sie frei fliegen lassen kann und sie ihr Futter selbst suchen, haben sie sich erst an ihren Stall gewöhnt kommen sie immer zurück.
      Informationen gibt es beim örtlichen Kleintierzüchter-Verein.

      Gruss


      Schwäne schmecken nach Leber-Tran, Möwen fischig/ranzig (die sind echt nichts).... Elstern würden mich mal interessieren.
    • Ich hab auch mal was davon gehört, das Amseln während und nach dem Krieg gegessen wurden...
      Insbesondere in eingekesselten Städten haben sie notgedrungen irgendwann alles gegessen was kreucht und fleucht und nicht schnell genug weg kam. Manchmal auch die Nachbarn dies nicht geschafft haben..

      Manch einer hat so überlebt.

      Aber heutzutage Amseln....? Nee...
      Damals war das aber sicher eine der besseren Notnahrungen...

      @Friese: Was genau für Schrotpatronen nimmst Du bevorzugt auf Tauben...?
      =** Molon Labe **=
    • Fällt mir noch ein:

      Stadttauben sind trotz allem ein ziemliches Risiko...
      Seltener Verzehr ""kann"" OK sein. Mit dem Hinweis werden sie manchmal auch von Restaurants angeboten.

      Krankheiten und Parasiten bekommt man vielleicht durch ausgiebiges Garen weg.
      ...aber nicht die angereicherten Schwermetalle und je nach Herkunft Chemikalien die diese Viecher meist in sich tragen und die das Hauptproblem der Stadttauben sind...

      Aber eine Ringeltaube ist was ganz anderes...und lebt auch nicht am Hauptbahnhof...
      =** Molon Labe **=
    • Tauben jagd man im Flug, ansonsten ist es sehr mühselig hinter Ihnen her zu laufen. Ich habe früher mal mit Luftgewehr auf .... naja, das funktioniert, aber erstens war der Nachbar echt mies gelaunt und zweitens flattern die anderen Tauben dann weg.

      Ich habe zuletzt mit 7er Schrot (2,5mm) gejagt.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wurzelgnom ()