• wilbo

    Ich habe soetwas auch schon einmal beobachtet.

    1.Es darf jedoch kein Wind sein

    2. Am Anfang zieht der Rauch sehr wohl hinein.

    3. Die Temperatur ( eventuell auch der "Innendruck") ist im Tipi / unterm Tarp dann später höher als draußen.

    4. gegebenenfalls entsteht durch die Form des Tipis / Tarps eine Lufströmung darum herum.

    Dies sind Beobachtungen von mir ohne wissenschaftlichen Beweis!

    Andere Vorschläge würden mich auch interressieren.

    Gruß"Seemann"

    Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!

  • Es wehte schon ein leichter Wind in Richtung Tarp-Eingang. Daher war ich umso erstaunter.

    3. Die Temperatur ( eventuell auch der "Innendruck") ist im Tipi / unterm Tarp dann später höher als draußen.

    Das klingt nachvollziehbar.
    Der Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen war auf Bodenhöhe 9 Grad. Oben in der Spitze wird es wahrscheinlich um ein Vielfaches wärmer gewesen sein. (Muss ich beim nächsten Mal messen).

    Eine Vermutung wäre, dass sich in der Spitze sehr warme Luft angesammelt hat. Über den spitz zulaufenden Eingang strömt die Luft wahrscheinlich raus und nimmt den Rauch mit.
    btw. Wenn ich die Spitze nach vorne abgespannt habe, funktioniert das nicht so gut ...

    VG. -wilbo-

  • 3. Die Temperatur ( eventuell auch der "Innendruck") ist im Tipi / unterm Tarp dann später höher als draußen.

    Höhere Temperatur bedeutet ja meist auch eine Gasausdehnung, sprich ein leicht höherer Druck gegenüber der Umgebung.
    Ich würde die These von Seemann daher unterstützen und ggf. versuchen, diese durch wissenschaftliche Untersuchungen zu belegen.
    hierzu würde es allerdings der gesammelten Fachunterstützung des gesamten Forums bedürfen: jeder müsste einen annähernd gleichen Aufbau wählen und diesen dann bei unterschiedlichen Umgebungen, Temperaturen usw. mit den Parametern Umgebungstemperatur, Innentemperatur, Windgeschwindigkeiten und Richtung, Feuerintensität (Temperatur im Abstand von...) Farbe des Tarps, Sonnenintensität, Farbe der Socken des Bushcarfters dokumentieren. Die Auswertung würde dann wohl - wie bei guten deutschen Studien üblich mehrere Jahre und viele Fördermittel benötigen. :mrgreen:

    Auf jeden Fall sind Seemann ´s und wilbo ´s Überlegungen für mich schlüssig. :thumbsup:

  • Das hat meines Erachtens nach nichts mit dem "Luftdruck" im Tarp zu tun. Die Undichtigkeiten sind viel zu groß als das dort eine nennenswerte Differenz entstehen könnte.
    Der Stoff des Tipis heizt sich durch Strahlungswärme auf und erwärmt somit die angrenzende Luft, die dann nach oben steigt.

  • Hm,
    das heißt, es müsste bei einem lean-to, wo die Dachkante vorne übersteht, auch kein Rauch ins Tarp ziehen ...

    Müsste man testen.
    Ich würde sagen, je nachdem wie hoch die Dachkante ist, könnte das funktionieren.
    Wobei die Form deines Tarps den Effekt mit Sicherheit begünstigt.

    Wenn du an deinem Tarp, an den Stellen über dem Eingang, Rettungsfolie anbringst, dürfte das ordentlich was bringen (und du kannst prüfen ob es wirklich so ist wie ich vermute). Allerdings ist das wohl aufgrund von möglichem Funkenflug wenig praktikabel :)

  • ich denke bei Deinem "spitzen" Aufbau ist der Eingangsbereich für die Wärme einfach zu klein ...

    sprich, die Seiten sind zu groß, zu lang und zu verschlossen ...

    Bei einem Aufbau als "lean-to" macht es doch auch Sinn, oben die Kante ein wenig (etwa Handbreit) nach Vorn-Unten umzuklappen

    und Abzuspannen ... um die Wärme zu fangen.

    Wenn dem nicht so ist, wird die Wärme einfach am Tarp abgeleitet und nicht vom selben Eingefangen ...



    :campfire:

    nicht umsonst haben das die Nordmänner an Ihren sheltern und Tarps ... wie zum Beispiel das Helsport Gapahuk

    Einmal editiert, zuletzt von kahel (14. März 2023 um 18:54)

  • Jetzt wo du es sagst @kahel

    Ich hab ja noch ein Gapahuk ( eckige Variante ) da ist das im der Tat vorne runtergezogen.

    Ist aber bei wilbo `s Aufbau auf dem Bild auch so.

    Die eigentliche Frage war aber ja nicht , wie fang ich die Wärme, sondern warum geht der Rauch nicht hinein?

    Gruß"Seemann"

    Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!

  • ich denke bei Deinem "spitzen" Aufbau ist der Eingangsbereich für die Wärme einfach zu klein ...

    sprich, die Seiten sind zu groß, zu lang und zu verschlossen ...

    Na ja, im Tarp kommt immerhin gut +10 Grad Strahlungswärme an.

    Bei einem Aufbau als "lean-to" macht es doch auch Sinn, oben die Kante ein wenig (etwa Handbreit) nach Vorn-Unten umzuklappen

    und Abzuspannen ... um die Wärme zu fangen.

    Die Frage ist halt, ob sich bei diesem Aufbau der Rauch im Tarp fängt oder ob er nach oben weggeleitet wird?

    Da gibt es hier doch bestimmt Erfahrungswerte.

    VG. -wilbo-

  • ... weil beim Wilbo der Eingangsbereich mit den "großen Umlappungen" und die aufgewärmte Luft den Rauch Blockt.

    ich denke, das hat mit den unterschiedlichen Dichten der Luft und der Thermik zu tun.

    Das Feuer erzeugt neben Wärme (die die umgebende Luft aufheizt) auch Rauchgase, die wiederum eine höhere Partikeldichte haben als die aufgewärmte Luft und durch die erwärmte, saubere Luft "geblockt" werden kann.

    Das würde auch die "Zentralisierung" der Rauchgase erklären ...

    Schaubild

    Einmal editiert, zuletzt von kahel (14. März 2023 um 20:40)

  • Pralldruck.... würde ich sagen.

    Wind von vorne drückt unter das Tarp und wird gestaut, er prallt zurück.

    Dadurch herrscht unter dem Tarp ein leicht erhöhter Druck der den Wind abhält.

    Kommt der Wind von hinten gibt es am Tarp Wirbel und unter dem Tarp evtl einen Unterdruck der den Rauch unter das Tarp saugen kann.... gleiches Prinzip wie beim Flugzeug.

    Aus der Flussdynamik abgeleitet...

  • Moin!
    Ich bin gerade mal wieder am Prototypen testen.
    Seit einiger Zeit arbeite ich an einem Pyramiden-Tarp mit Falteingang. Aktuell sieht es ganz gut aus, sodass ich hoffentlich nur noch Kleinigkeiten ändern muss.


    Mit dem Vordach hat man gut 4 qm überdachte Fläche. (3 x1,4 m Kantenlänge)


    Das Fjäll-Tarp ist ein 4-season shelter, 1.945 g - pure cotton.
    Ich habe es speziell für die Verwendung mit einem Hobo bei Sauwetter konzipiert. Selbst wenn der Regen in 45 Grad von vorn kommt, kann man halboffen noch trocken einen Hobo betreiben. (Simulation mit Rasensprenger) ;)


    Bei trockener Zeltbahn wäre ich mit dem Feuer etwas vorsichtiger und würde das Vordach weiter öffnen. Bei Regen habe ich keine Bedenken mittelgroße Hobos wie den 239-Picogrill oder den 19er-X-Fire unter dem Dach-Schlitz zu betreiben.


    VG. -wilbo-

  • Sehr schön wilbo,

    am besten gefällt mir der improvisierte Regen!

    Da auch noch die Sonne scheint mußt du allerdings noch einen Regenbogen instalieren ;)

    ungefähr so:

    Nein ehrlich, deine Sachen sind immer wieder echt toll!

    Leider für meine Belange immer zu klein. Aktuell such ich eigendlich nen Tarp oder Vordach für´s 9ner Tentipi Saphir

    aus möglichst farblich und materialmäßig passenden Stoff. Wobei meins diesen "Klettanschluß für´s Tentipi Tarp nicht hat.

    Solltes du da irgendwas kennen , gerne Info an mich.

    Gruß"Seemann"

    Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!

  • Aktuell such ich eigendlich nen Tarp oder Vordach für´s 9ner Tentipi Saphir

    aus möglichst farblich und materialmäßig passenden Stoff. Wobei meins diesen "Klettanschluß für´s Tentipi Tarp nicht hat.

    Solltes du da irgendwas kennen , gerne Info an mich.

    So was, oder größer?

    Ein Klett-Lätzchen zum befestigen über dem Eingang könnte ich Dir anfertigen.

    VG. -wilbo-