• Moinmoin,

    Ich denke über einen neuen Quilt nach.

    Ich habe bereits einen Liteway Quilt, den Simple Quilt mit etwa 200er Apex und zugenähter Fussbox.

    Ich würde gerne mit der Temperatur in leichte Minusgrade kommen.

    Gramexpert bietet 3- Jahreszeiten-Quilts mit 267er Apex und Reissverschlussfussteil an.

    Letzteres wäre mir wichtig.

    Ich habe den Markt einige Zeit nicht beobachtet, was gibt es da von anderen Herstellern für einen ganz heissen Scheiss, könnt ihr mir helfen?

    Was habt ihr in diesem Bereich so? ( KEINE Daune, bin absoluter Daunenfeind in unseren mitteleuropäischen Wetterlagen ).

    Dankeschön!👋😁

  • Ich habe einen selbstgebauten 233er Topquilt.

    Mit viel Optimismus geht der bis +5°.

    Ich halte nix von Synthetikquilts. Ist mir einfach zu schwer für die Gradzahl

    und setze seit über 10 Jahren draußen auf Daune. Das ist aber nur meine Erfahrung.


    Gruß

    Konrad

    Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!

    Member of the "Arctic Circle Society"!

  • Klar, das höre ich oft.

    Für das das wir seit ein paar Jahrzehnten machen, eignet sich Daune weniger. Also, ginge selbstverständlich, nur ist mir der Aufwand darauf aufzupassen zu groß. Manchmal haben wir schon sehr nass übernachten müssen.

    Ich glaube nicht dass Du mit Deiner Draussenschlaferfahrung ein Frostköttel bist, kann es sein dass Du die +5 Grad sozusagen nackert unter dem Quilt meinst?

    Quilts funktionieren im Grenzbereich mit zusätzlicher Tageskleidung, das würde ich mit einem Frostquilt auch so planen.

    Ich weiss, dass ich mich verschätzen kann, da ich es noch nicht ausprobiert habe. Ich hoffe auf das Beste.

  • Ich würde gerne mit der Temperatur in leichte Minusgrade kommen.

    Moin!
    Da kommen mir zwei Lösungsansätze in den Sinn.

    Einmal den vorhandenen Quilt mit einem leichten, schlanken Daunenschlafsack zu pimpen.
    Als Innenteil bleibt die Daune trocken und die Feuchtigkeit hast Du dann im Kunstfaserquilt.
    Vom Packmaß wahrscheinlich genauso groß, wie eine dickere Kunstfaserfüllung aber vom Anwendungsbereich flexibler.

    Der zweite Gedanke geht in Richtung geschlossenes System.
    Auf dem letzten Wintertreffen waren zwei Schlafsäcke von Rainer (@derray im ul-Forum) am Start.
    Beide Nutzer hatten bei -3/-5 Grad eine kuschelige Nacht:
    266g Apex, Gewicht: 960g, Länge: 200cm, nutzbar bis 185 (für mich war der etwas zu kurz).
    Der Vorteil bei diesem System ist, dass durch die Verarbeitung und Vermeidung von Kältebrücken relativ wenig Füllung für eine maximale Isolationsfähigkeit ausreicht.

    Bei einem Apexquilt mit gleicher Füllung liegst Du sogar bei gut einem Kilo in extra-breit.

    VG. -wilbo-

  • Die geschlossenen Säcke, ......ist das so etwas mit dem Apex oben, und von unten gegen Zugluft nur eine Stoffhülle ohne Isolierung?Oder Apex von allen Seiten?Ich suche im UL Forum.

    An einen Lightwayquilt haben wir bereits seitliche " Flaps" aus Nylon angenäht, so etwa 20 cm, damit nichts am Rand zieht. Das funktioniert ganz ok und wiegt nix.


    Das mit den zwei Quilts hatte ich bisher aus den Augen verloren. Genausogut ( ok, schwerer), könnte ich zu meinem Quilt einen weiteren sehr dünnen Sommerquilt nehmen

    Ich bliebe damit innerhalb des Plastiksystemes, hätte für den Hochsommer ausserhalb der Berge einen neuen Quilt und im Winter dann das ganze doppelt.

    Ist immer blöd wenn ich was sehr leichtes möchte von dem ich im Grunde genommen weiss, dass die Physik dagegensteht.

  • Der zweite Gedanke geht in Richtung geschlossenes System.

    Ich habe es im Forum gefunden. Apex also rundum, geschlossene Tüte, kein Reissverschluss, keine Kapuze, Einschlüpfen von oben wie in einen Müllsack.

    Ich zweifle nicht daran, dass es gut funktioniert. Der jeweilige Temperaturbereich dürfte sehr speziell sein. Herrscht immer eine ähnliche Temperatur, könnte man sich punktgenau dafür einen Quilt bauen. Dann für die nächste Jahreszeit noch einen.... usw.

    Lüften, zB unten im Fusssack geht nicht, ich weiss ja nicht.😳

    Als ich mit Quilt angefangen habe, war das ( hört sich etwas religiös an, keine Absicht ) eine Offenbahrung. Nix Presswurst im Schlafsack, viel Bewegungsfreiheit, im Sommer sehr gute Lüftungsmöglichkeiten. Einfach ein besseres, freieres Schlafen.

    Der Preis dafür ist die Schwierigkeit, mit vertretbarem Aufwand unter Null zu kommen.

    Falls ich einen gebrauchten Sommerquilt für weniger Geld finde, probiere ich die Doppelquiltlösung aus. Wenn es nicht klappt, kann ich immer noch Wegwerfen.

  • Ich glaube nicht dass Du mit Deiner Draussenschlaferfahrung ein Frostköttel bist, kann es sein dass Du die +5 Grad sozusagen nackert unter dem Quilt meinst?

    Komplett angezogen mit Fleecejacke nebst Kapuze.


    Bei den zweilagigen Versionen verheddern sich bei mir die Systeme.

    Hatte ich jetzt noch mit einem Swagman Roll außen um den Daunenschlafsack

    bei -31° in Norwegen gemacht. Am Morgen war es nur der Daunensack und der

    Swagman lag am Fußende. Ich drehe mich halt oft in der NAcht und bin Seitenschläfer.


    Gruß Konrad

    Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!

    Member of the "Arctic Circle Society"!

  • Das mit den zwei Quilts hatte ich bisher aus den Augen verloren. Genausogut ( ok, schwerer), könnte ich zu meinem Quilt einen weiteren sehr dünnen Sommerquilt nehmen

    Episode 71 | Sleeping Bag Layering Systems - Backpacking Light
    In this episode of the BPL Podcast, we're talk about using multi-layered sleep systems to stay warmer on multi-day trips in cold weather.
    backpackinglight.com

    Gerade ist mir noch eingefallen, dass sich ein Quilt natürlich auch mit extra Wärmekleidung pimpen lässt.
    Apex insulated Pants – GramXpert
    Oder mit einem "Elephant-Foot" (So einen habe ich sogar noch mit Apex im Lager liegen)
    Obenrum kommt dann die Puffy.

  • Komplett angezogen mit Fleecejacke nebst Kapuze.

    Da staune ich. Aber wenn Du gefrorenen hast, hast Du gefroren. Da gibt es nichts zu diskutieren.

    Die andere Möglichkeit ist, dass die Hersteller- Temperaturangaben des Quilts, nun ja, FREUNDLICH ausgedrückt wurden.

    Sagt man so?

    Moment, war ein Eigenbau, oder? Hast Du durchgesteppt? Kann ich mir aber auch nicht vorstellen.

  • Wenn ich diese Ausrüstung so lese und wiege, kommen mir so Gedanken. Wenn so viel Pimperei nötig ist, könnte man doch auch besser geeignete Ausrüstung beschaffen. Die warme Jache am Tag bringt doch keine zusätliche Wärme bei Nacht. Gleicht doch nur das Wärmeverhalten der Ausrüstung auf den nötigen Stand.

  • So einfach geht das nicht.😎

    Leute, die möglichst leicht unterwegs sein wollen, suchen immer nach der Quadratur des Kreises. Und scheitern des öfteren.

    Meist ist das, für viel zuviel Geld was möglichst leichtes und warmes zu bekommen.

    Schwere Ausrüstung habe ich Masse und verwende die auch noch, zB während Paddelausflügen. Da spielt Gewicht keine Rolle. Wolle, Leder, Baumwolle, her damit.

    Der Witz ist, so wenig und so leicht zu laufen dass es Spass macht und der von den Jahren zerfressene Körper es noch kann.

    Dazu denkst Du Dir Mehrfachnutzen von Ausrüstungsteilen aus.

    Die lange Unterwäsche und die Tagesjacke gegen Kälte spielen auch beim Schlafen eine größere Rolle, die ziehst Du nicht immer aus.

    Quilts sind idR leichter als vergleichbare Schlaftüten bei selbem Temperaturbereich. Die einen sagen so, die anderen so.

    Ich weiss nur, dass ich längere Wanderungen- eine, zwei, drei Wochen- nicht mehr mit Rucksackgewichten über 8-10 kg machen kann. Ziel sind 5 kg plus Wasser und Essen. Und das muss im Zweifel in den Alpen einen leichten Frost abkönnen, so der Plan.

    Also, .... Quilt als beste Ausrüstung. Apex als für mich bestes Füllmaterial. Daune für mich nein. Vielleicht mal wenn ich 70 bin.