Containert ihr?

  • nur mal so nebenbei aus der Mottenkiste des Steuerrechts:


    1973 entschied der BFH, dass die Einnahmen aus dem Sammel und Vertreten von PfandFlaschen Steuerpflichtig sein kann.

    Die Grenze liegt aktuell bei 256 Euro (2.130 Flaschenpro Jahr), darüber hinaus werden die Überschüsse aus Pfandsamamlung dem Einkommen hinzugerechnet. Überschreiten die gesamten Einkünfte dann den Grundfreibetrag zuzüglich Vorsorgaufwendungen bzw. -pauschbetrag, so würde Einkommensteuer erhoben.


    Macht rund 14.000 Euro Pfand, macht rund 325 Flaschen am Tag. Allein die Retoure am Automaten ist schon sehr zeitaufwendig.

    Welche Kosten dagegen gerechnet werden können, müsste man im Einzelfall klären.


    Hinzu kommt die Frage des Nachweis von Einnahmen und Kosten.


    :shock:||


    Ich denke, damals wurde eine Frage theoretisch beantwortet, heute würde man sie wohl ähnlich stellen und die Dogmatiker würden sie wohl auch wieder so beantworten.


    Der Praktiker wird wohl die positiven Volkswirtschaften Aspekte des Müllsammelns gegen die der nicht erhaltenen Steuer und zu viel gezahlten Sozialleistungen sowie gegen die ökologischen Aspekte sowie die Angabenrechlichen Herausforderungen abwägen und danach in prägnant kurzer Formulierung zur allgemeinen Kenntnis bringen:

  • echt jetzt?!

    Leider ja, theoretisch könnte auch das "gewerbsmäßige Betteln" steuerpflichtig sein.

    Wenn man "gewerbsmäßig" definiert als "Tätigkeit zum Erhalt des Lebensunterhalt".


    Bei manchen "Bettelringen" wäre ich sogar froh, wenn man entsprechende Maßnahmen ergreifen könnte. Aber das ist jetzt zu OT.


    Eines noch: das Steuerrecht schert sich einen Schei... um die Rechtmäßigkeit der Einnahmen.

    In früheren Zeiten war Prostitution ja sittenwidrig und der Dienstleistungsvertrag nichtig. Dirnenlohn konnte also nicht eingeklagt werden (ist heute anders, also verhandelt gut, zahlt und machts gut... :rotwerd::mrgreen: )


    Steuerlich war die Nichtigkeit egal. Der Lebenssachverhalt "Einnahme " war verwirklicht und konnte steuerlich bewertet und besteuert werden.


    Ende OT.


    Erfolgreiche Sammeln!


    (Meine Meinung zu obigen Themen:

    Containern: wer Dinge entsorgen will, sieht keinen Wert mehr in ihnen. Wenn jemand einen Wert darin sieht, so soll er sie sich meinetwegen aneignen können. Ansonsten soll der Entsorgende sich anders um die Dinge: kümmern. Heißt aber auch: Container gewaltsam aufbrechen ist nicht.


    Betteln: in Ordnung und Teil der gesellschaftlichen Realität, seit Anbeginn und aus unterschiedlichen Gründen. Kann und will ich nicht bewerten.


    Prostitution: solange auf beiden Seiten die Sache freiwillig und im Einvernehmen geschieht, warum nicht? Dann kann es eine Tätigkeit wie viele andere auch sein. Bsp. Rechtsanwalt und Steuerberater: auch diese Berufe stellen sich gegen Geld in den einseitigen und interessengesteuerten Dienst von Menschen, aber keiner regt sich darüber auf, wenn sie sich ausschließlich auf die eine Seite stellen, ohne Rücksicht auf Moral und Anstand (was der anderen Berufsgruppe oft vorgeworfen wird.)


    OT OFF.

  • ist ja G.s.D. mittlerweile eine anerkannte Tätigkeit!

    Das ist leider ein Trugschluss, dass sich dadurch irgendetwas verbessert hat. Eigentlich sollte das ja nur getestet werden und dann sollte es einen Bericht geben und danach sollte entschieden werden, ob es gut ist und weiterläuft oder wieder zurückgenommen wird. Der Bericht liegt seit geraumer Zeit wohl vor. Konsequenzen sind keine gezogen worden. Es mag sicherlich Einzelfälle geben, wo die P... selbst davon profitieren aber in den aller allermeisten Fällen profitieren davon nur die Menschhändler, Schlepper, Schleuser und Zuhälter.


    Ein gutes Beispiel für gut gemeint und ganz schlecht gemacht.

  • Tarvandyr, scheint regional unterschiedlich zu sein.
    Hier haben die Prostituierten, mittlerweile, sogar eine eigene "Gewerkschaft" und Interessenverband.
    Was Du oben beschreibst, sind Aus- und Nebenwirkungen der "illegalen" Prostitution, die ja auch Strafrechtlich verfolgt wird.
    Hier ist das "Gewerbe" (ja die offiziellen Damen haben sogar einen Gewerbeschein) so gut organiesiert, dass Es sogar in die Planung eines neuen Viertel, unter Einbeziehung, ihres Arbeitsortes (hier Sträßchen genannt) eingespannt werden.
    Bis der neue Arbeitsort nicht von der Stadt gebaut ist, darf das Sträßchen nicht angerührt werden.

  • da kam der Staat bestimmt wg einem "Aufräumer" von Festivals drauf.

    Da gab es doch Einen, der sich mit dem Erlös ein Wohnmobil gekauft hat.

    Wer kommt ansonsten dazu, solche Mengen zu haben, ohne davor gekauft zu haben

  • Moin


    Ich Frage mich Warum hier Kritik an Leuten geübt wird die Vorhandene Resourcen Nutzen ? Bei mir aufn Dorf gibt es Keine Obdachlosen aber Leute wie mich (Obwohl Schmales Einkommen aber Nicht drauf Angewiesen) eben den Dosen-Flaschenpfand Mitnehmen. Für mich ist das eher Sport und ich Notiere auch die Beträge .


    Gruß Wulfher

    Lieber im Sumpf Übernachten,als Übernacht Versumpfen

  • Ich war mal in so einer Selbsthilfegruppe. Wir hatten immer Wechselgeld dabei.

    Nun zu meinem Fall.

    Tätigkeit in der Draußenunterhaltung. Wenn wir aus Versehen etwas Wertvolles gefunden oder greicht bekommen haben, z.B. Geldschein (Zehner), durften wir das nicht mitnehmen oder annehmen. Da haben die Kumpel aus der Selbsthilfe das Gefundene / Gereichte gewechselt, hingelegt und ein erneut gesichtet.

    Einen Heiermann und Taler erlaubte die Vorschrift. 8)


    Gruß Sirdal


    (Viele Wege führen nach Rom)

  • Auf so einen Schwachsinn kann echt auch nur der deutsche Amtsschimmel kommen.

    Der deutsche Amtsschimmel wiehert sein IA in Kriesenzeiten umso lauter, dass trägt zur maßgeblich Sicherung der bürokratischen Selbsterhaltung bei.

    Folgende Antwort erhielt ich letztens auf eine Anfrage bei einer öffentlichen Dienstelle:

    "Die xyz als Anstalt des öffentlichen Rechts konzentriert ihre Tätigkeit auf die Grundsatzaufgaben,

    welche die Pflege der Satzung, die Finanzierung der zxy-Leistungen sowie die Durchführung der Einspruchs- und Gerichtsverfahren umfasst."

    Zitat Ende.

    Viel Spaß bei der Pflege sag ich da.


    Konradsky

    Geniale Signatur, gleich mal abgespeichert im Oberstübchen. :thumbup: