Der orig. Clip-On Windschutz von Optimus wurde oberhalb ja schon erwähnt. Dieser ist ein stabiles Teil, starker Wind beeinflusst die Flamme trotzdem, was meist höheren Gasverbrauch u. längere Kochzeiten bedeutet. Vielleicht wäre ein Systemkocher wie z.B. der WindBurner von MSR eine Alternative? Er hat einen Radiatorbrenner m. gutem Durchmesser, daher gibt' keine offene/ sichtbare Flamme und er ist dank Rundumwindschutz relativ gut abgeschirmt. Der 1L Alutopf ist mit einem Heat-Exchanger (Alurippen) ausgestattet was die Effizienz erhöht und eine 110g Gaskartusche passt direkt in den Topf. Nachteil ist der Preis, für gelegentliche Nutzung wohl eher overkill ...
Beiträge von bugikraxn
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Basteln, Antennen und Getüdel interessieren mich nicht. Amateurfunk ist leider immer noch das Reich der Elektroniktechniknerds.
Nachdem ich mir die neuen Ausbildungsunterlagen dazu ausgedruckt habe, mittlerweile gibt es ein gebundenes Buch, habe ich entnervt aufgegeben, das legal machen zu wollen.
In Österreich ist die sogen. Klasse 3 für Einsteiger, limitiert auf 2m/70cm u. funken im Ausland benötigt Gastlizenzen da die Prüfung nur lokal gilt. Kl. 3 reicht prinzipiell für SOTA-Aktivitäten, die Geräte sind günstig u. kompakt, Antennen sowieso. Hier in AT lernt man überlicherweise für 'die Prüfung'. Kurse werden angeboten, war als Teilnehmer einigermaßen enttäuscht dass überwiegend Theorie durchgekaut wurde und der Fokus liegt auf Beantwortung der Katalogfragen. Dabei kommen weniger praktische Kniffe rüber, d.h. mit Prüfungswissen wird man eher schlecht für den eigentlichen Funkbetrieb vorbereitet! Generell wird erwartet dass man sich mit frischer Amateurfunklizenz einen Club/ erfahrenen OM anschließt damit man sich Tips holt, usw. Würde Dir dennoch empfehlen zu büffeln und zumindest die AFU-Prüfung für die Kl. N zu machen!
Mit dem techn. Wissen das hier in AT bei der Prüfung verlangt wird kann man kein Funkgerät bauen das annähernd dem Stand der Technik entspricht! Mein Funkbuddy punktet mit einschlägigem Studium und ist zudem ein begnadeter Bastler und so fällt das ein oder andere DIY-Teil für mich ab (T2LT-Drahtantennen, Abspannung f. GfK-Mast aus dem 3D-Drucker, uvm.). Mit meinen handwerklichen Fähigkeiten bekomme ich seine Quali nicht hin, wenn ein Teil aus eigener Hand nicht so wird wie ichs mir vorstelle lasse ich es eben gleich! Dass es den Funkamateuren nur ums basteln geht kann ich nicht wirklich bestätigen, kenne einige die ausschließlich kommerzielle Gerätschaften einsetzen und max. einen Stecker an ein ein Koax-Kabel löten

Was Notfunk betrifft wird man ohne Praxis nicht sehr weit hüpfen, egal ob PMR, CB oder Amateurfunk! Ein CB-Kollege hat mal gemeint dass es viele Prepper gibt die nagelneue Funkausrüstung besitzen, das ganze aber noch nie aufgebaut od. eingeschaltet hatten! Da sind Probleme vorprogrammiert wenn man nicht weiss wie man z.B. seine Antenne auf ein brauchbares SWR abzustimmen, uvm. Mithören ist eine Sache, selber funken und vor allem gezielt Verbindungen zu bestimmten Personen (was bringen Zufallskontakte im Notfall?) aufzubauen eine ganz andere Nummer ...
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Das kleine Kerlchen sieht zugegeben schick aus und ist mein kleinster Benziner. Leistungsmässig kann er mit den grösseren Brüdern wie z.B. Primus Omnifuel, MSR XGK od. Soto Muka keinesfalls mithalten. Er geht viel gemächlicher ans Werk, für eine Tasse Kaffee aber kein Thema. Neu ist anders, das Messing glänzt inzwischen auch nicht mehr so prächtig wie direkt nach dem auspacken ... Zum Vorheizen gibt man etwas Sprit in eine Vertiefung am Brennerfuß und zündet ihn, obwohl ich dazu nur Brennspiritus verwende hinterliess das dunkle Sotränder und Schmauch am goldgelben Messingblech. Das aufgesetzte Oberteil verdeckt diese Gebrauchsspuren recht gut, von daher alles ok

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Was ist das genau?
Wurde gerade zu meinem Leidwesen mit Funken angefixt...
Walter hat bereits den richtigen Link rein gesetzt, danke dafür. Bei SOTA handelt es sich um ein Aktivitätsprogramm für lizenzierte Funkamateure um generell portablen Bergfunk zu fördern. In meinem Bundesland hat sich eine recht aktive Community etabliert, man kennt inzwischen den ein oder anderen Bergfunker persönlich z.B. von Treffen oder Clubabenden ... Bin zwar gerne Solo unterwegs, was SOTA betrifft allerdings meist zusammen mit einem Funkfreund. So kann man sich auch mal das Equipment teilen oder jeder nimmt was anderes mit um vielseitiger zu sein. Da die Ausrüstung im Rucki befördert wird steht der minimalistische Ansatz im Vordergrund, unser Fokus liegt auf QRP-Geräten (verminderte Sendeleistung - kleinere Akkus für Betrieb) und effiziente Antennen - man lernt im Nebeneffekt das Funkhandwerk
Bei SOTA ist zwar ein Punktesystem etabliert (Gipfel findet man z.B. auf sotlas.as), bei uns steht allerdings der Fun-Faktor im Vordergrund - Bewegung beim wandern hat noch keinen geschadet und funktechnisch rostet man auch nicht ein wenn mans regelmäßig macht. Das letzte Halbjahr über war ich ca. 2-3 Mal im Monat beim SOTA-bergfunken und die leichten Berge (= weniger Punkte) sowie der Natrugenuss stehen im Vordergrund! -
Aktuell kommt dank Südströmung zusammen mit Saharastaub auch warme Luft zu uns, diese WE war temperaturmäßig deshalb ausgesprochen frühlingshaft
Gestern gings zum SOTA-funken auf einen kleinen Voralpenhügel, mein Funkerbuddy war bereits kurzärmelig unterwegs ...


Heute zum Ausgleich einen gemütlichen Spaziergang am Flußufer entlang mit einem entspannten Käffchen aus der Bialetti die auf einem ganz klassischen Optimus Svea 123R Benzinkocher stand ...





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Zur Kaffeepause beim heutigen sonntäglichen Spaziergang war ein Rough Ryder Copperhead RR2323 am Start. Wurde hart rann genommen, musste einen lecker Riegel aus der Folienverpackung befreien
Die Griffschalen aus bearbeitetem Rinderknochen haben die Musterbezeichnung 'Buckshot Bone' - find ich ganz gefällig ...
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Liegt schon ein paar Tage zurück, war letztens draussen mit dem kleinen Trangia Sturmkocher und als Schneidwerkzeug war ein Case Trapper dabei. Wirklich praktische Grösse mit 2 Klingen (Spay + Clip Point) und dem typischen Knochengriff. Dieser hat die Bezeichnung Dark Red Bone Peach Seed Jig und ich finde sowohl Muster als auch Farbe ganz ansprechend



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Wegen Wartungsunterbrechung erst jetzt: War vor ein paar Tagen auf einer Gipfelerhebung hier im Alpenvorland zum bergfunken. Eigentlich sollte es der Jahreszeit entsprechend dort einen halben Meter Schnee haben, statt dessen sehr mildes Wetter mit prächtigem Sonnenschein! Schnee, d.h. mickrige 5-10cm Reste hat es lediglich in ein paar Schattenlagen. Obwohl zunächst alleine waren nach meinem Abstieg die Bergwanderer am Gipfelpodest aufgefädelt wie die Schwalben auf der Stromleitung
Inzwischen hat es zwar ein wenig geschneit, fürchte dass der wenige Schnee aber im Nu wieder abschmilzt, d.h. man wird sich bei aktueller Klimaentwicklung von Wintertouren im Schnee innerhalb des nächsten Jahrzehnts wohl komplett verabschieden können ...

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Von den 3 Sachen aus der Cargotasche werden Feuerzeug und Klappmesser regelmäßig genutzt, egal ob nun ein Vic Mehrzweckmesser, ein traditioneller Klapper oder ein moderner takt. Folder eingesteckt ist. Auf vielen Wanderungen u. Touren ist dieses 'Sackmesser' sogar das einzige Schneidwerkzeug
Nur die Signalpfeife musste in Ermangelung sinnvoller Nutzungen bis dato nur einmal ran um einer von der Gruppe getrennten Person unseren Standort zu signalisieren. Vom dezitierten Survialkit dass immer am Mann und ausschließlich für Notfälle vorgehalten wird hab ich mich inzwischen irgendwie verabschiedet ...Der Inhalt des EH-Päckchens steht ausschließlich der bestimmungsgemäßen Verwendung zur Verfügung! Da wird nichts entnommen, egal ob für Zunder, zur Trinkwasserdesinfektion, die Verbandschere zum schnibbeln oder anderer Quatsch. Der Krims-Krams Inhalt meiner kleinen Säckchen wäre zwar pirmär als Back-Up gedacht, musste dort aber nur 1-2 Mal zulangen (z.B. Lippenbalsam als Brandbeschleuniger zum Feuer machen). Ansonsten ist der Rucksack gleichzeitig das 'Survival Kit' und im Gegensatz zu meinen Begleitungen sind T-Shirt u. Socken als Reserve auch für kürzere Touren eingepackt, d.h. es gibt doch ein paar Redundanzen. Wenn der Rucki unterwegs verloren ginge hatte ich je nach Situation möglicherweise ein echtes Problem

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Interessantes Thema Steuermann, die Frage nach einem dezitierten Survival-Kit musste ich mir grade selber stellen
Was outdoors eigentlich immer am Start ist (d.h. unabhängig vom Tourcharakter) sind Signalpfeife, BIC Feuerzeug und Klappmesser in der rechten Cargotasche der Trekkinghose. Der Klapper variiert z.B. von einem leichten Victorionox Tinker wenns zum SOTA-Bergfunken geht bis hin zu einem takt. Folder m. Öffnungshilfe u. Penetrierspitze wenns in die Bushcraft-Area geht wo sich nach einer Pause nun wieder vermehrt Wölfe tummeln. Halte ich bewusst so minimalisch weils dann keine Ausrede hat diese 3 Teile wegzulassen ...Zwei unterschiedlich bestückte Spezialpouches m. div. Survivalitems hatte ich frührer mal. Da zu voluminös für übliche Cargotaschen blieben die meist zu Hause und mittlerweile sind diese 2 Kits aufglöst, eine der Pouches sogar verkauft. EH-Set (klein bis groß, je nach Tourlänge u. Personenanzahl) sowie eine Art 'Possibles Pouch', also ein Minikit mit allerlei nützlichen Krimskrams (kl. Tube Sonnencreme, Mylar-Rettungsdecke, Zahnseide, Minikompass, uvm.) kommen immer in die Tourenrucksäcke, ganz unabhängig von der Jahreszeit. Für Spaziergänge entlang des Flußufers in meiner Nähe kommt bevorzugt eine kl. Schultertasche mit, deren Inhalt man getrost als Survival-Kit bezeichnen könnte.
Aus meinem EDC-Tagesrucksack ist übrigens das meiste an Survival-Gear raus geflogen, dafür kam ganz pragmatisch Powerbank, div. Ladeadapter, Wollmütze und anderes rein. Das aktuelle EDC wurde gegenüber früheren Versionen abgespeckt, hab's mittlerweile aufgegeben viel Zeug durch die Gegend zu schleppen mit dem Hintergedanken man könne das ein oder andere im Notfall gebrauchen. A propos Notfall - im urbanen Umfeld sind ein funktionstüchtiges Handy, ein kleine Taschenlampe und ein paar Pflaster nützlicher als der empfohlene Kram der ausufernden EDC-Kult-Szene

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... das hörst sich doch alles (fast) perfekt an. Mit der Ausnahme des Kurs. Aber das mit dem Kurs beim Bergrettungsdienst könnte doch etwas sein.
Ein Auffrischungskurs mit dem ÖBRD wäre der Wunschtraum einer Ideallösung! Diese Kurse sind allerdings die interne Weiterbildung aktiver Bergretter/ u. -aspiranten (Leute in Ausbildung zum Bergretter) und nicht für die Allgemeinheit zugänglich. Wäre also nur mit grosszügigster Unterstützung meiner früheren Bergkameraden möglich, von denen sind ja noch einige aktiv bei der hiesigen Ortsstelle ...
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Zunächst mal vielen Dank für die zahlreichen konstruktiven Beiträge und hilfreichen Tips, möchte hier ein kurzes Update posten. Hab mir im Sommer zusätzl. Tourniquets besorgt, darunter ein CAT-7 in meiner Wunschfarbe orange
Der Shop war im Betriebsurlaub weshalb die Ware verzögert ankam und da nicht dringlich wanderte erst kürzlich ein kompaktes Tourniquet im Zuge einer kl. Modifikation in mein Vehicle Get Home Bag. Dies ist ein sog. SOF Tourniquet von Tacmed Solutions mit offiz. NSN welches einen Tick leichter u. kleiner ausfällt als die bekannten CAT-7 der Fa. NAR. Dafür fehlt dem SOF der Kletter, in punkto Selbstapplikation hat das CAT-7 also durchaus Vorteile - ansonsten besteht kein großartiger Unterschied zwischen diesen Modellen. Der Shop führte das SOF nur mehr in oliv - 1te Option wäre tatsächlich eine Signalfarbe gewesen. Was die Unterbringung unter der 1ten Sitzreihe betrifft arbeite ich noch an einer Lösung - hinterm Fahrersitz sind schon 2kg Mini-Feuerlöscher u. gesetzeskonforme Kfz-EH Box verstaut, unterm Beifahrersitz im Winter Schneeketten ... Im Falle eines Auffahrunfalls m. blockiertem Kofferraumdeckel erreicht man das GHB von der Fahrgastzelle aus dank von innen umlegbarer hinterer Sitzreihe - dauert halt länger bis man das grosse EH-Kit in Händen hält.
Das Thema 'Auffrischung EH-Kurs' steht zwar auf der To-Do, da ein paar andere Projekte weiterhin meine Zeit erfordern kann ich mich dem Thema erst im nächsten Jahr widmen. Einen Rotkreuz-Stützpunkt hätte es sogar in meiner näheren Umgebung Steuermann, dort finden aber nur sporadisch Kurse statt (wenn überhaupt). Interessanterweise gibt es auch spez. 'Outdoor EH-Kurse' - für 140.- Euro bei nur 8h Kursdauer leider verhältnismässig teuer. Ein Bekannter meinte dass die speziell auf Mountainbiker zugeschnitten sind, die Kurslocations liegen sogar in den 2 Parade-Mountainbikegebieten in unserem Bundesland. Wäre in erster Linie an 'hands-on' Training interessiert, also selber Verbände anlegen, reanimieren üben, usw. und dies kam bei den letzten EH-Kursen doch etwas zu kurz. Vielleicht frag ich auch meinen ehemal. Arbeitskollegen ob er mich zu einem dieser eintägigen Auffrischungstrainings des Bergrettungsdienstes einschleusen kann - die machen dort den ganzen Tag beinahe nix anderes als praktische Anwendugnsübungen

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Super Arbeit, hoffe das Teil fährt sich so gut wie's aussieht @Konradsky!
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So ein Projekt ist einfach nur top - bewundere u. beneide Deine Handwerkskunst Konradsky!
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Was erledigt das seit gaaaanz langer Zeit auf der ToDo stand: Stärkeres Ersatzgestänge für mein geliebtes Helsport Sarek 2+ Camp gebastelt. Original ist dieser Tunnel mit einem DAC Featherlite NSL green ausgestattet das 9.0mm im Durchmesser misst. Obwohl ich bis dato weder im Schnee noch bei stürmischen Wind ein Problem hatte wollte ich nachbessern, sozusagen eine Reserve schaffen.

Das dickere Gestänge selben Typs hat nun 10.25mm und macht wirklich einen brachialen Eindruck. Beim fabrizieren fiel auf dass die alten Stangen teils leicht gekrümmt sind, erinnere mich nicht mehr ob die im Neuzustand bereits vorgebogen waren? Ein Aufbautest steht noch aus, hoffe die dickeren Elemente formen sich ohne dass der Stoff Schaden nimmt. Die orig. Segmente messen bikepackingtaugliche 36cm, die neuen sind 43,5cm lang, was einen grösseren Packsack erfordert. Die Gewichtsdifferenz inkl. Packsack, Ersatzsegment und fetterer Rep-Hülse beträgt ca. 150g. Kann nun spontan entscheiden entweder das stärkere mitzunehmen z.B. wenn Schnee + Starkwind zu erwarten sind oder eben wie bisher etwas leichter (grins) unterwegs zu sein - mit den dünnen Originalstangen wieg das Zelt ca. 3kg mit den neuen ca. 3,15kg ...
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Das Spyderco Delica gibt's seit 1981, Police seit 1984, Military seit 1996, das Chris Reeve Sebenza Design gibt's seit Ende der 80er, das Emerson CQC Design ist ebenso aus der Zeit, das CS Recon 1 ist von 1994, das Benchmade 940 gibt's seit 2000,...
Diesen Modellen hätte ich ebenfalls zugetraut ein Evergreen od. Dauerbrenner zu werden obwohl in kleineren Stückzahlen aufgelegt (im Vergleich z.B. zu üblichen Vics)! Dass sich die Zeiten momentan schneller drehen ist Tatsache, vor 100 Jahren gabs zwar auch Neuerungen u. Innovationen, die Live-Cycle sind aber momentan eindeutig kürzer als zu damaligen Zeiten!

OT: Möchte zwar ein abdriften in eine Messerstahl-Diskussion vermeiden, nur so viel: Hab mir zu Beginn der Pandemie im April 2020 ein Maserin Scout gekauft. Ist eine Replica eines Sod Buster, halt mit modernerem D2 Klingenstahl. Das obere im Bild wurde über ca. 3 Jahre beinahe tagtäglich in der Küche f. Frühstück, übliche Brotzeiten od. Abendessen verwendet und dabei nie nachgeschliffen. Die letzten paar Monate wollte ich es wissen und hab das Ding oft nur abgespült und zum trocknen beiseite gelegt. An der Schneidkante tauchten dann tiefschwarze Punkte auf, denke die sind der Ursprung sichtbarer Microausbrüche und im Gelenk ist Schmodder drin so dass nix mehr kernig knackt beim aufklappen ... Das Ding ist seinen Preis wert, hab mir vor ca. 1 Jahr ein nagelneues für ca. 45.- Euro geholt - schien die bessere Lösung da nachschleifen bei meinen bescheidenen Schleifkünsten und der abgeranzten Schneidkante weniger erfolgversprechend. Versteht mich nicht falsch, Tomaten gehen immer noch, die Schneidgeometrie ist einfach nur genial! Hier können viele taktische Prügel mit ihrer 5+ mm dicken Klingen einfach nicht mit halten, die schlanken Klingen sind wohl auch eins der Erfolgsrezepte der alten Eisen ... Für meine Ansprüche muss es also kein Superstahl sein, find z.B. einen 420HC oder C75 ebenfalls 'super' da für meine Zwecke ausreichend

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Ab davon, ich interessiere mich fast nur für die ollen Kamellen aus ganz klassischen Materialien.
Das sind für mich die attraktivsten, vielleicht bediene ich unterbewusst die Sehnsüchte meiner Kindheit.
Kindheitserinnerungen an meinen Großvater sind indirekt für meine Suche nach ein paar bestimmten klassischen Taschenmessern verantwortlich
Er besaß ein paar wenige Klapper, im Nachhinein ziemlich beeindruckend was er damit so anstellte! Mit diesen kleinen Dingern wurde alles mögliche erledigt inkl. ausnehmen u. teils sogar zerlegen von 10+ Rehen jedes Jahr. Die C-Stahl Klingen hatten richtig Patina, so dunkel wie Bleistiftminen und damit krass anders wie alles was auf YT als 'Tina' präsentiert wird. Eins erinnerte an ein Löwen-Messer, das Otter Classic das ich inzwischen habe kommt dem designmäßig recht nahe, nur einen Tick größer. Die Klingenform eines zweiten ähnelt dem California-Clip, also einer Hechtklinge mit langem Swedge wie sie an div. Trapper-Modellen zu finden ist. Seins hatte auch einen Hirschhorngriff - wohl eher Hirschhornimitat, weil er auf den Preis achtete. Dann besaß er noch einen schlanken Minifolder mit Perlmuttgriff für den Sonntagsanzug. ...Inzwischen hat sich bei mir eine Anzahl älterer Designs angesammelt wobei die Suche nach Großvaters Taschenmessern dabei durchaus eine Rolle spielte
Wenige stammen aus alter Solinger Fertigung m. unbekanntem Herstellungsjahr, schätze dass die vor 1970 in Handarbeit produziert wurden, wobei die engen Toleranzen und der 'Walk & Talk' der Klingen beeindruckt! Selbst gegenläufige Klingen schrammen nicht aneinander u. solange nichts grob verschlissen ist gehen die butterweich! Abgesehen von den Vics aus Schweizer Massenproduktion bekommt dies so manches teure CNC-Modell nur mit Achsschraube u. verstellbarem Klingenspiel hin! Die aktuelle Flut an Klappern die beständig auf den Markt geworfen wird steht der Etablierung eines 'Dauerbrenners' sicherlich im Wege. Zudem scheint Optik od. Markennamen kaufentscheidender zu sein als die eigentliche Eignung als Schneid- od. Gebrauchswerkzeug! -
Welche modernen Klappmesser haben überhaupt das Zeug zum Klassiker od. Evergreen die man auch noch zum Ende dieses Jahrhunderts als Neuware kaufen wird können? Dieser Gedanke kam mir zuletzt als ich an einem meiner Lieblingsspots am Flussufer ein schlichtes Gericht über der Spiritusfunzel zubereitete. Zum schnibbeln der Zutaten war ein Klapper m. Knochengriff u. Neusilberbacken am Start der wohl in den 1970igern(?) gefertigt wurde, das Modell nennt sich Copperhead. Ein bekanntes Baumuster dessen Wurzeln sich bis vor dem 1. Weltkrieg zurück verfolgen lassen und das nach wie vor in div. Varianten von verschiedenen Firmen gebaut u. vertrieben wird.

Beim sortieren meiner Messerkiste fällt auf dass sich der Anteil an 'alten Hadern', also historischer oder Retro-Muster beständig erhöht. Die meisten davon sind nicht etwa Erbstücke oder uralte Sammlerteile sondern wurden innerhalb der letzten 5-10 Jahre produziert. Offensichtlich scheint es nach wie vor einen (kleineren) Markt für sog. 'Großvater-Messer' zu geben und manche Hersteller wie z.B. Case XX, Great Eastern Cutlery, Hartkopf, Otter, Robert Klaas, Queen Cutlery, Rough Ryder, uvm. haben sich drauf spezialisiert. Ein gewisses Maß an Imperfektion handwerklicher Fertigung, viel polierte Fläche, der Charm des schlichteren Look & Feel sowie billigere u. somit pflegeintensivere Materialen üben nach wie vor einen gewissen Reiz aus. Naja, es steht halt nicht jeder auf die für automatisierte Fertigung optimierten taktischen Designs oder benötigt die Performance moderner 'Superstähle' ...

Obwohl ursprünglich als preiswerte Jagd- u. Alltagsmesser konzipiert sind viele der historischen Modelle nach wie vor bekannt und beliebt - nicht nur bei Sammlern, sondern auch bei Leuten die einen sozialverträglichen Slipjoint als EDC mitführen und manchmal findet ein schlankes Gentleman's Knife in den Business Anzug seines Trägers. Traditionsmuster mit langer Geschichte sind z.B. Anker-Messer, Barlow, Canoe, Congress, Copperhead, Drei-Nieten-Messer, Hawkbill, Higonokami, Hippekniep, Loewen-Messer, Mercator, Scout Knife, Sod Buster, Sowbelly, Stockman, Toothpick, Trapper, Weber-Messer, uvm. Einige Messerdesigns existieren seit den 1860igern ohne größere Abänderungen, wie z.B. die schlanken Mercator, die Historie der franz. Laguiole Hirtenmesser reicht sogar noch weiter zurück. Momentan liegt die Neuauflage alter Baumuster in modernen Materialien voll im Trend, das Lionsteel Barlow od. das Maserin Scout sind solch modifizierte Replikas.

Aktuell geben sich bei sämtlichen Messerherstellern die Modelle die Klinke in die Hand, so mancher Klapper ist nur für 1-2 Jahre am Markt bevor ihn sein Nachfolger abgelöst. Folder die sich länger als ein Jahrzehnt halten sind also nicht unbedingt Standard. Der letzte große Wurf welcher seit ca. 1963 ununterbrochen fabriziert wird und sich damit zurecht als Klassiker bezeichnen darf ist das bekannte Buck 110 Folding Hunter. Was die jüngere Vergangenheit so ab den 1980igern betrifft wird es rasch mau, Klappmesser die bekannt und über längere Zeitspannen hinweg verkauft werden lassen sich meiner Meinung nach an einer Hand abzählen - mir fällt z.B. nur das Spyderco Endura od. Military ein, das Ontario RAT Model 1 oder Benchmade Griptilian ...

Was denkt Ihr, welche Klappmesser die nach 1980(!) auf den Markt kamen haben das Zeug zu einem echten Klassiker? Welche Modelle werden auch noch in 25, 50 oder gar 100 Jahren produziert und gerne gekauft? Was sind Eure 'Modern Classics' oder favorisierten Folder mit entsprechend Potential zum erfolgreichen 'Evergreen'?
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Ach herje 0815, immer diese Schlachtenbummler

Es ist aber zu bedenken, die Meisten verbluten z.B nach Auto-/Motorradunfällen. Bei Beiden besteht oft, durch Einklemmen, keine Möglichkeit einen Druckverband an zu legen.
Deshalb ist z.B. eine Israeli Bandage in meinem VGHB (=Vehicle Get Home Bag) und fährt im Kofferraum überall hin mit. Ein Tourniquet schlicht aus dem Grund nicht weil damals als das GHB zusammen gestellt wurde keins übrig war und diese Dinger sind leider alles andere als ein Cent-Item ... Danke schon mal für den Reminder, kommt auf meine zu-erledigen-Liste

Hier in D-Land nehmen leider auch die Verletzungen durch Hieb-, Stich -und Schusswaffen zu.
Bushcraften spielt sich überwiegend abseits der urbanen Bereiche ab wo Leute die sowas verüben zum Glück selten anzutreffen sind - die Street Boys bleiben gerne im städtischen Habitat. Gibt meiner Meinung nach weniger Überschneidungen mit uns Country Boys, hätte dies nicht als Grund gesehen ein Tourniquet z.B. in Wanderrucksäcke einzupacken. In meinem Urban-BOB befindet sich allerdings eine SWAT-T (Stretch-Wrap and Tuck Tourniquet), das ist ein elastisches Abbindeband, also sowas wie die Light-Version eines Tourniquets.
Also am besten, Lehrgänge besuchen (bitte nicht den veralteten Mist, eines standard EH Lehrgang) und gut ausgerüstet sein!
Da schlägt Dein Profianspruch durch Walter, einen EH-Kurs würde ich jedem empfehlen sogar auf die Gefahr hin dass dort z.B. Tourniquet od. Israeli Bandage kein Thema sind. Mein letzter Kurs liegt schon ein paar Jährchen zurück, ärgerte mich damals tierisch weil die ersten Stunden mit 'wie hole ich Hilfe u. setze einen Notruf ab' scheinbar vergäudet wurden. Beim letzten Verunfalten an dem ich vorbei kam standen bereits Leute drum rum mit gezücktem Handy, von denen kam keiner auf die Idee die 1-1-2 zu drücken geschweige denn ein paar Meter ran zu gehen um den Gestürzten direkt anzusprechen - fürs gaffen u. ins Netz streamen hats gereicht und nun ist auch klar weshalb dieser Kursleiter so akribisch an diesem Punkt hing! Hab dem Trainer damals mein CAT Tourniquet gezeigt, der meinte dazu: Kenn ich, ist aber leider kein Lehrinhalt dieses 16h EH-Kurses. Vielleicht hat sich dies ja inzwischen geändert?