Beiträge von Konradsky

    So, nun der vermutlich letzte Akt.

    Ich habe das Kanu einmal mit Sitz komplett gewogen und komme auf 19,3kg.

    Etwas schwerer als gedacht aber mein Stoff ist mit 430g/m² fast doppelt so

    schwer als der serienmäßige mit 230g/m². Aber immerhin noch unter 20kg.

    für ein Kanu von 4,75m Länge schon OK.

    Heute war Jungfernfahrt. Habe keinen See gefunden also ein kleines Flüßchen

    bei mir in der Nähe genommen. Auf dem bin ich schon mal 75km gepaddelt.

    Es ist dicht! Bin erst stromauf gepaddelt und dann stromab. Etwas kibbelig, aber

    da gewöhne ich mich schon dran. Sehr leicht zu paddeln. Diese Ridgerest Matte verteilt

    den Druck sehr schön. Auch wenn man draufsitz oder kniet, sehr warm und angenehm.

    Das Englische Rot gefällt mir echt gut, geile Farbe. Nun ein letztes Foto mit Matte und Sitz.


    Habe keinen gefunden die mich mit Kanu fotografieren konnte. Muss vielleicht auch nicht sein.

    Gruß Konrad

    Die Steine sind vermutlich Belgische Brocken.

    Der untere zumindest. Bitte kein Öl verwenden, sondern Wasser.

    Schöneres abziehen als jeder Diamantstein.

    Ach ja, die "Nietenpresse" macht auch wunderschöne Ösen. Zumindest das

    Werkzeug was da gerade eingespannt ist.

    Gruß Konrad

    Ich habe ein Wagner Airless Gerät von früher hier. Neupreis war mal 2500 D Mark.

    Das PU ist dafür viel zu dick und müßte extrem verdünnt werden und damit fangen

    dann die Probleme an. verdünner verdunst und dann bleiben an der Stelle Löcher.

    Ich will ein dichtes Kanu, kein "Sieb".

    Gruß

    Konrad

    Nass in nass in meinem Fall heißt, ich brauche ca. 30-35 min um das Kanu einmal

    zu rollen. Nach 40 min setzt das Gelieren, also der Härteprozess ein. Nun warte ich nach ca.

    15 min und dann kann ich mit dem egalisieren anfangen. Da muß ich aber reinhauen, da ich

    danach die nächste Mischung anmischen muss. Die wird dann nach ca.75min auf die immer noch

    klebrige, aber schon härtende, Unterschicht aufgetragen.

    PU Lack hat den Vorteil, dass es UV beständig ist, nicht kristallhart aushärtet, nicht zum reißen neigt.

    und auch nicht mit Schwund trocknet, wie z.B. Polyester.

    Der PU Lack mit den Pigmenten ist fast wie dicker flüssiger Honig, lässt sich also nicht spritzen und hat auch

    keinen Verdünner drin, welcher ausgasen muss.

    Gruß Konrad

    Bei mir kommt erst einmal eine Therm a Rest Ridgerest rein.

    Das soll laut Brian, der den Bauplan verkauft, reichen.


    Ich habe mal gerechnet.

    Süddeutsche Fichte vom Holzhändler anteilig 90€

    Düsseldorfer Esche anteilig 50€

    Lack und Gewebe 220€

    Kleinzeugs 60€

    Also um die 420€ Materialkosten.

    Gruß Konrad

    So, es geht weiter. Heute am Samstag steht die Beschichtung mit dem eingefärbten 2 Komponenten PU Lack an. Ich habe schon einen Tag vorher 100g des Pigments, welches man auch englisch Rot nennt in die 2Kg Harz eingerührt, damit es quellen kann. Laut Video muss die Beschichtung in 5 Stunden erledigt sein, weil dann der Lack so fest wird, dass man das Klebeband an der Scheuerleiste, welche im vorhinein ja sechs mal lackiert wurde, nicht mehr abbekommt.

    Die erste Lage ist die Dichtigkeitsschicht. Die soll gut ins Gewebe eingearbeitet werden und verklebt auf der Rückseite das Kielschwein, die Längsstringer und den Süllrand mit dem Gewebe. Die folgenden Schichten schützen nur noch das Gewebe. Dieser PU Lack wird zur Versiegelung von Steinfußböden genommen. Er ist sehr UV beständig und bildet im ausgehärteten Zustand eine schnittfeste "Gummischicht" die extrem stabil ist.

    Sobald die erste Schicht nach circa 40min leicht angezogen ist, egalisiert man längs mit einem Spachtel die Lackschicht und glättet diese. Erst hatte ich Sorge, dass mein Lack nicht reicht, weil ich nach der ersten Behandlung bereits 1,8Liter meiner 3,5Liter verbraucht waren. Bei normalerweise vier bis 5 Schichten kann das ja ganz schön eng werden.


          


    Vor allem die Nähte an Bug und Heck soll man mit dem Pinsel deutlich nacharbeiten und viel Material dort unterbringen.


    Nach 75 min rollt man die nächste Lage mit ca 450ml ein. Erst längs autragen, dannn eng quer rollen und dann in einem Zug von vorn nach hinten nochmals durchrollen. Dieser Lack klebt ganz schön, da man ja nass in nass arbeitet und ich kam gut ins Schwitzen.



    Am nächsten Tag dann rumgedreht und mal genauer betrachtet. Super, das Gewebe ist durchtränkt, hat aber keine Tropfen gebildet und klebt sehr schön an den Längsstringern und dem Kielschwein


           

    Nun noch ein paar Kleinigkeiten machen, den schon gebauten Sitz reinbauen und Jungfernfahrt machen.

    Es war für mich ein tolles Projekt. Ich bin mir nicht sicher, ob es das letzte ist.....


    Gruß Konrad