Beiträge von Hesse

    Die gesamte Thematik rund um Wald und Wildnis, Messer und Schlafsack, Lagerfeuer und Rucksack ist bei mir in den letzten drei Jahren etwas auf Sparflamme heruntergefahren worden, weil eine andere Flamme, die schon ebenso lange in mir brennt seit ich zurück denken kann, wieder groß aufgelodert ist. Nach Umzug bin ich nämlich der örtlichen Feuerwehr beigetreten. Im Vergleich zu meiner Heimat-Feuerwehr, in der ich seit Geburt Mitglied bin, eine "richtige" Feuerwehr. Also mit großem Fuhrpark und starkem Einsatzgeschehen - aber leider auch mit im Verhältnis ähnlichen Personalproblemen.

    Fit für den Einsatzdienst ist das Stichwort, und somit etwas für den hiesigen Faden :!:

    In 2023 aus einer Bierlaune heraus entstanden, haben wir uns bis dato zu "Athleten mit offiziellen Sponsoren bei internationalen Wettkämpfen" gemausert. Der Fokus liegt auf sog. Treppenläufen in Hochhäusern aller Art und auch Skisprungschanzen. Das geschieht auf Zeit in vollständiger Brandschutzkleidung und mit angeschlossenem Atemschutzgerät. Bei teilweise über 1000 Teilnehmern je Event konnten durch unsere Trupps schon Top10-Plätze erreicht werden.

    Fürs Ego ist es natürlich schmeichelhaft, dass meine Jungs (zwischen 20 und 30) bei den Trainings von mir altem Sack (Mitte 40) meist nur die Rücklichter sehen - sie aber von Jahr zu Jahr stärker werden 8) :thumbup:

    Eine tolle Gruppe!

    Und im Grunde eine elende Schinderei :evil: aber im Ziel ist es dann umso schöner :saint:

    61. Etage im Messeturm Frankfurt

    Ich hatte die Jahre über immer mal wieder lose darüber berichtet.

    Nun jährt es sich heute zum 6. Mal, dass ich meine Strecke zur Dienststelle und zurück mit dem Fahrrad ganzjährig bewältige. Einige Eckdaten dazu:

    - dadurch 28.290 Auto-km gespart (tatsächlich)

    - rechnerisch 14,9 mal den Mount Everest hoch (bei Annahme der direkten Strecke ohne die gerne und oft gemachten Extraschleifen und Umwege)

    - bereits 44,72% des Erdumfangs abgefahren (ebenfalls bei obiger Annahme)

    - bisher 6 Stürze bzw. Unfälle. Davon einer mit Knochenbruch und einer mit OP und langwieriger Heilung (konnte in der Folge gut 10 Monate nicht Fahrrad fahren, was derbe in meine Statistik rein gehauen hat)

    - in 2023 eine Quote von 96,97% erreicht. D.h., an nur 6 Tagen musste ich auf das Auto zurückgreifen, da fremdbestimmte Termine/Gegebenheiten nicht zuließen mit dem Fahrrad zu fahren. Für 2024 stehe ich derzeit bei 100%

    - sämtliche Jahreszeiten und Wetterlagen hautnah miterlebt. Glatteis, Schnee, Starkregen, Hitze, Wind, Pollenflug, Hagel, Gewitter. Gestern z.B. konnte ich wieder mal die Schuhe auskippen, weil ich bis auf die Knochen naß geworden bin bei knapp über 0 Grad. Aber es gab auch "gutes" Wetter in der ganzen Zeit :thumbsup:

    Von Freitagmittag bis Sonntagnachmittag war ich in der Wildnis des Westerwaldes. Mit einer kleinen angenehmen Gruppe und einem sehr guten Trainer war das ein äußerst intensiver Survival-Kurs. Spannend, lehrreich und herausfordernd von Anfang bis Ende. Drei Tage und zwei sehr kurze Nächte, begleitet von nahezu Dauerregen.

    Warum tut man sich so etwas freiwillig an?

    Ja!

    Heute ist der 31., es war aber schon am 13.8.

    Haben mit zwei Trupps der örtlichen FFW erstmalig am Kölner Treppenlauf teilgenommen. Vorher hatten wir 5 Donnerstage am hiesigen Burgturm trainiert. 4 bis 5 mal hintereinander den Burgturm in Brandschutzkleidung und Atemschutzgerät hoch (und runter) entsprach ungefähr dem KölnTurm mit seinen 39 Etagen, 714 Stufen und 132Hm. Hatten uns für den 13. keine großen Ziele gesetzt, wollten nur heil ankommen. Dass mein Trupp dann um 7 Sekunden an einem Top10-Platz in unserer Altersklasse (von insgesamt gut 300 Trupps aller Altersklassen) vorbei geschrammt ist, war fast unglaublich :thumbsup:

    :campfire:

    Geht mir ähnlich wie dir, smeagolvomloh

    Habe eine schon immer in mir brennende Flamme wieder richtig aufflammen lassen. Bin seit Anfang des Jahres nun auch in der Einsatzabteilung im größeren Wohnort (zusätzlich zur Einsatzabteilung und auch im Vorstand der Feuerwehr des kleineren Heimatortes).

    Da ist richtig was los. Komme sogar fast gar nicht mehr zum Fahrradfahren (also zeitintensive längere Strecken zumindest. Zum Dienst und zurück ist nach wie vor gesetzt (365 quasi)).

    Umso mehr freue ich mich dadurch aber auf "Auszeiten" im Wald.