Erste Hilfe - Blutstillung

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  • Thema: Erste Hilfe - Blutstillung

    Ausgearbeitet von unserem werten Walter !
    Blutstillung

    Ja, eine der häufigsten EH-Situationen im Gelände ist das Stillen von Blutungen. Egal ob der „kleine“ Schnitt beim Schnitzen, oder die doch schon gefährliche Verletzung durch Messer oder Beil.

    Es sollte sich immer vor Augen gehalten werden:

    Die besten EH-Maßnahmen sind für den Ar*ch, wenn der Patient leerläuft !

    In den meisten Fällen sind die Verletzungen ( "Gott sei Dank" ) recht harmlos, und die keimarme Abdeckung der Wunde - mit einem Wundschnellverband (Pflaster) - ist vollkommen ausreichend.

    Bei leichten Verletzungen ist es nicht verkehrt, diese kurzzeitig einfach weiter bluten zu lassen. Das Blut schwemmt einiges an Dreck und Krankheitserregern aus der Wunde. Platzwunden ( zumeist an der Kopfschwarte ) bluten recht gut und lange. In der Regel aber nicht lebensbedrohlich. Eine Kopfwunde sollte mit einem Verband
    keimarm verbunden werden. Hierzu genügt ein „normales“ Verbandpäckchen oder eine Wundauflage mit Pflaster fixiert. Sollte die Wunde klaffen, sind Klammerpflaster sehr gut. Die Anwendung sollte aber geübt werden. Schürfwunden können sehr gut mit Jelonet¹ abgedeckt und dann verbunden werden.

    So, leider können gerade beim Lagerbau auch schwere Verletzungen entstehen. Teilweise sogar lebensbedrohliche Blutungen.

    Gute Beispiele:
    • Das Abrutschen mit der Axt und eine Verletzung der Unterschenkel.
    • Das Abrutschen mit dem Messer (oder Axt) beim Endrinden.
    Die dabei entstehenden Verletzungen können sehr tief sein, und im schlimmsten Fall können Arterien betroffen sein. In diesen Fall wird ein Druckverband notwendig. Oft sind die „normalen“ Verbandpäckchen ( besonders wenn man sich selber verbinden muss ) nur sehr eingeschränkt für Druckverbände geeignet.

    Für diese Fälle empfiehlt sich:
    1. T4 Verbandpäckchen Notfallverband¹
    2. TyTek Trauma Emergency Bandage¹
    3. OLAES Verband modular¹
    4. Israeli Bandage¹
    Diese Verbandpäckchen besitzen eine bessere Wundauflage und die Fixierbinden sind stabiler. Dieses erleichtert das Anlegen eines Druckverbandes.

    Da das Anlegen des Druckverbandes bei sich selbst doch oft einige Zeit braucht und es auch Verletzungen gibt, wo ein Druckverband nicht ausreicht empfehle „ich“ noch ein SWAT-T Tourniquet¹ für das EH-Kit. Diese ist in „meinen“ Augen das am einfachsten anzuwendende Tourniquet. Es kann gut genutzt werden um die Blutung durch Abbinden „kurz“ bis zum fertigen Anlegen des Druckverbandes zu stoppen. Wenn der Druckverband liegt, kann es wieder entfernt werden. Wenn man feststellt, dass der Druckverband nicht ausreicht, kann es auch als Abbindung angelegt bleiben.

    Dass ein normaler EH-Kurs bei JEDEM vorhanden sein sollte, möchte ich hier betonen.

    Zur Anwendung der speziellen Verbände und besonders des Tourniquet, sollten „spezielle Kurse“² besucht werden.

    Versucht doch mal 10 Liegestütze, 20 Kniebeugen und einen 100m Sprint zu machen, danach euren eigenen Oberarm zu verbinden... Dies zeigt im Kleinen, wie schwer sowas ist!

    ¹* die so gekennzeichneten Materialien sind bei www.opsbase.de zu bekommen
    ²* auch Schulungen bietet opsbase an

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