Kriebelmücke

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  • Die Kriebelmücke - die lautlose Gefahr

    Vorstellung, Abhandlung, Informationen
    Kriebelmücke

    Gut 2.000 Arten gibt es weltweit, von denen etwa 50 in Deutschland zu finden sind.

    Mit ihren knapp 2 - 6 Millimetern Größe gehört sie eher zu den kleinen Mücken und ist mit den Zuckmücken verwandt.

    Wie bei sehr vielen Insekten sind es die Weibchen, die bei 97,6% der vorhandenen Arten zu den Blutsaugern warmblütiger Wirte zählen; darunter auch den Menschen. Kriebelmücken sind recht kleine Mücken mit kleinem Kopf, einem buckelförmigen Brustsegment und ähneln eher einer Fliege. Farblich variieren sie zwischen rötlich-gelb ( Weibchen ) bis hin zu schwarz, teils auch grau bis blaugrau.

    Kriebelmücken gehören im Gegensatz zu anderen Mückenarten jedoch zu den Poolsaugern. Heißt: Sie erzeugen mit ihren Mundwerkzeugen keinen Stichkanal, sondern eine deutlich größere Wunde, aus der sie das sich ansammelnde Blut aufsaugen können. Zur Hemmung der Blutgerinnung injiziert auch die Kriebelmücke einen Proteincocktail, der die Nerven betäubt und das Gewebshormon Histamin anregt. Die Kombination aus giftigem Mückenspeichel und Histamin führt so zu starkem Juckreiz und Schwellungen auf der Haut.

    Da Kriebelmücken bevorzugt eigentlich Wild- und Weidetiere angreifen, gehen verschiedene Forscher davon aus, dass auf Grund des Zurückgangs von Wild- und Weidetieren als Ersatz zusätzlich auch der Mensch angegriffen wird. Um ein Opfer zu erreichen und eine Blutmahlzeit zu bekommen, fliegen sie mitunter mehrere hundert Meter. Gerade in der Zeit von Mai bis September sind sie sehr aktiv. Im Gegensatz zu Stechmücken dringen sie aber in keine geschlossenen Räume ein, sondern greifen Mensch und Tier grundsätzlich im Freien am Vormittag und zum späten Nachmittag an. Schwülwarmes, schwachwindiges Wetter wird von ihnen bevorzugt, so dass sie während eines solch schönen Tages besonders aktiv sind.

    Ebenso wie die meisten anderen Insekten, die es auf den Menschen abgesehen haben, orientieren sich Kriebelmücken nach ihrem Geruchssinn. Kohlendioxid, Milch- und Buttersäure, die wir durch unseren Atem und unseren Schweiß abgeben, dienen ihnen somit zur Zielerfassung. Erst in unmittelbarer Nähe visieren sie uns visuell an. Dabei nähern sie sich uns vollkommen geräuschlos und selbst der Kontakt bei Landung wird unsererseits nicht bemerkt.

    Kriebelmücken können durch toxische Stoffe, die per Injektion in die Wunde gegeben werden, eitrige Entzündungen hervorrufen, die mitunter zu Blutvergiftungen führen können. Übelkeit, Schwindelgefühl, Abgeschlagenheit und starke Schwellungen können Symptome sein, die durch einen Stich/Biss verursacht werden. In diesem Falle ist dringend der Arzt aufzusuchen.

    Ein guter Schutz gegen Kriebelmücken sind Mittel, die 30% DEET enthalten. Der Schutz sollte nach 4 - 5 Stunden allerdings erneuert werden. Ist es jedoch zu einem Stich/Biss und zu einer Schwellung gekommen, reicht es meistens aus, die betroffene Stelle direkt zu kühlen. Desinfektionsmittel helfen das Entzündungsrisiko zu senken. Lassen die Beschwerden nach einem Tag nicht nach, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Kommt es zu Komplikationen wie Schmerzen oder Fieber, die durch Bakterien ausgelöst werden können, sollte mit einem Antibiotikum behandelt werden.

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