Dattelpalme

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  • Die Dattelpalme

    Ausarbeitung und Impressionen von unserem geschätzten Desertstorm !
    Dattelpalme


    Die Echte Dattelpalme (Phoenix Dactylifera) arabisch: النخيل (Al nakhil) gehört zur Familie der Palmengewächse und zu den Einkeimblättrigen und ist dabei getrenntgeschlechtlich. Dies bedeutet, dass eine Pflanze jeweils nur männliche oder weibliche Blüten ausbildet.


    Herkunft und Verbreitung
    Die Dattelpalme ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und stammte vermutlich ursprünglich von der arabischen Halbinsel und dem westlichen Südasien. Möglicherweise wurden die ersten Dattelpalmen bereits im Neolithikum kultiviert.
    Heute ist die echte Dattelpalme von der mauretanischen Atlantikküste bis nach Indien verbreitet.
    Südlich des Wendekreises werden Dattelpalmen in Afrika von den Doum-Palmen abgelöst (Hyphaene)


    Umweltbedingungen
    Echte Dattelpalmen brauchen trocken-heiße Wüsten und Halbwüstenklimate, benötigen aber, vor allem zur Fruchtentwicklung, größere Mengen an Wasser.


    Nutzung
    Die Hauptnutzung liegt natürlich bei den Früchten. Es gibt tausende kultivierte Dattelsorten mit teils sehr unterschiedlichen Eigenschaften wie Geschmack, Größe, Süße, Kochbarkeit etc. Gut zu vergleichen mit unseren heimischen Apfelsorten.
    Die bekannteste Sorte ist vermutlich die Medjool Dattel.
    Die Bestäubung erfolgt im Frühjahr. Reife der Früchte erfolgt von Oktober bis November.
    Neben den Datteln finden nahezu alle anderen Pflanzenteile ebenfalls Vernwedung.
    Die ganzen Stämme alter Palmen werden traditionell als Dachbalken in der klassischen Lehmbauarchitektur genutzt.
    Die grünen Palmblätter eignen sich hervorragend für Flechtarbeiten aller Art, wie etwa Matten oder Körbe, unter anderem auch als Kamel- oder Eselkörbe für den Transport.


    Nützliches für Bushcraft und Survival
    Für Reisende in nordafrikanische und vorderasiatische Wüstenregionen sind Dattelpalmen aus mehrerlei Gründen eine sehr wichtige Pflanze.
    Neben den kultivierten Palmen aus Oasen oder Plantagen, kommen auch an sehr abgelegenen Gebieten wilde oder verwilderte Palmen vor.
    Im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung sind Dattelpalmen keine echten Wüstenpflanzen. Sie brauchen Nähe zum Grundwasser und somit sind Dattelpalmen immer Zeiger von Wasser. Für den einsamen Wüstenwanderer kann dies lebenswichtig sein.
    Des Weiteren konservieren sich Früchte im trocken-heißen Klima von selbst. Besonders bei nicht bewirtschafteten Palmen lassen sich so manchmal noch volle Trauben finden und als sehr nährstoffreiche Nahrungsquellen benutzen.
    Unter Dattelpalmen lässt sich ferner gut Schatten finden und es trifft sich dort weiteres Leben im ansonsten lebensfeindlichen Umland. (Hier sollte man daher auch Vorsicht vor Schlangen walten lassen)
    Aus den Blättern lässt sich vielerleich Flechtwerk herstellen. Wenn es sein muss auch Notschuhe.
    Die sehr faserigen abgestorbenen Triebe lassen sich zu Stricken verdrehen.


    Weitere Quellen:


    onlinelibrary.wiley.com/doi/10…699.2011.02649.x/abstract


    sciencemag.org/news/2008/06/an…rected-2000-year-old-seed


    archaeology.org/news/3868-151110-date-palm-domestication


    plantsciences.ucdavis.edu/GEPTS/pb143/CROP/Date/Date.htm


    Bilder:



    Palmengarten im Drâa Tal



    Wildwachsende Dattelpalmen. Werden die abgestorbenen Triebe nicht enfernt, bildet sich ein Dickicht und der Stamm ist kaum sichtbar



    Palmenoase in der Wüste. Im Schatten der Dattelpalmen wachsen andere Kulturpflanzen




    Junge Datteln im Frühjahr

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