Spitzwegerich

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  • Der Spitzwegerich - Wegerichgewächse

    Essbar, hilfreich bei Insektenstichen (kühlend, schmerzlindernd, antibakteriell und blutstillend)
    Spitzwegerich
    ( Plantago lanceolata )

    Synonyme:
    Spießkraut, Lungenblattl, Schlangenzunge

    Der Spitzwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse ( Plantaginaceae ).

    Als ausdauernde und krautige Pflanze erreicht er eine Wuchshöhe von 5 - 50cm, wobei die Wurzeln bis in eine Tiefe von 60cm vordringen. Zu finden ist er an Fettwiesen, Weiden, in Parks, auf dem Ödland, auf Äckern und an Wegrändern. Sein Vorkommen beschränkte sich ursprünglich auf Europa und Asien. Mittlerweile ist er jedoch weltweit vertreten.

    Die ungestielten Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette und sind mit 3 -7 Nerven versehen. Die Blütenähre wächst auf einem fünffurchigem Stängel und erreicht eine Länge von 1cm.
    Die Einzelblüte wird 2 - 4mm lang; die Staubblätter sind gelblich und lang herausragend.

    Die Blütezeit reicht von Mai bis September.

    Die Blätter des Spitzwegerich sind vielerorts als Hausmittel gegen Insektenstiche und kleine Wunden bekannt. Der frische Presssaft wirkt antibakteriell, blutstillend, schmerzlindernd und verhindert Entzündungen. Die getrockneten Blätter werden als Tee bei Katarrhen der Atemwege und Entzündungen im Mund- und Rachenraum getrunken. In Mangelzeiten nach den beiden Weltkriegen und während der Weltwirtschaftskrise war Salat aus wildwachsendem Spitzwegerich ein beliebter Ersatz für unerschwingliches oder nicht erhältliches Grünzeug.

    2014 wurde der Spitzwegerich durch den interdisziplinären Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres ausgerufen.


    Weiterführende Informationen:
    Biologie-Schule - Spitzwegerich

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