Mein neuer Smock aus einer belgischen Militärdecke

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    • Mein neuer Smock aus einer belgischen Militärdecke

      Hallo,

      ich hatte mir ja mal vor einiger Zeit einen Mantel aus einer serbischen Militärdecke
      genäht. Ich wollte mir ja schon immer mal eine Schlupfjacke aus einer Militärdecke machen.
      die einzige grünliche Decke welche ich erst fand, war von Räer und so fadenscheinig und voll
      Löcher, daß diese wieder zurück ging.

      Dann entdeckte ich aber diese Decke.

      troph-e-shop.com/de/belg-wolld…-x165-grun-neuwertig.html


      Neuwertig war sie und fast schußsicher. Ein tolles Stück Wollstoff. Allerdings sollte man sie vorher

      einmal von Hand waschen und ca. 3 Tage trocknen. Der Stoff hat dann allerdings nicht mehr dieses

      braungrün, sondern nur noch grün.

      Als erstes nahm ich mit Kunststofffolien die Schnittmuster von meiner alten Wolljacke.





      Dann ging es an den Zuschnitt.





      Das Zusammennähen ist ja klar, da braucht man keine Fotos von machen.




      Ich wollte wie beim Haudegen auch eine Jacke, welche man vorne oben zuziehen kann.
      Diese sollte mit Walkstoff hinterfüttert sein.




      Hier zusammen mit Kapuze.





      Seitlich habe ich rechts und links je einen 2Wege Reißverschluß angebracht,

      so daß man den Smog leichter ausziehen aber auch mal bergauf "lüften" kann.


      Die Kängurutasche ist sehr hoch angebracht, damit der Bauchgurt des Rucksacks

      nicht stört. Innen habe ich noch eine verschließbare Tasche angebracht, um kleine

      Dinge wie Autoschlüssel unterzubringen. Auch wurde sie mit dem überschüssigen Walkstoff gefüttert.





      Es ist ein saubequemes Teil und für bestimmt -30°C gut.

      Extra lang aber auch seine 1750g schwer.




      Morgen Abend wird sie am Brocken erstmalig bei unter Null Grad ausprobiert.




      Gruss

      Konrad
      Ach das wiegt nix!
    • Wow! :thumbsup:
      Das Teil sieht aber mal verdammt professionell aus - klasse!! (Fast wie gekauft ^^ )
      Kommt mir sehr lang vor, berichte mal, wie es mit Bergaufsteigen so klappt, ja? Die idee mit den Seitenreißverschlüssen find ich toll, da kann man, wenns spannt, space gewinnen - oder nur zur Belüftung oben öffnen, genial!
      LG schwyzi

      PS DU siehts auf den Fotos auch besser aus, als ich in Erinnerung hatte :rolleyes:
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
    • Hallo @Konradsky,

      ich muss mal das Thema reaktivieren. Ich bin gerade dabei mich an so einem Projekt zu versuchen. Ziel sind robuste Jacken ähnlich der Haudegen oder dem Jämä Blanket Shirt von Varusteleka für die Kids aus alten Filzdecken zu machen. Einen ersten Übungsversuch mit einem alten Bettlagen habe ich hinter mir, wobei mir das Zusammennähen am meisten Probleme gemacht hat. Könntest du mir sagen, in welcher Reihenfolge du die Teile zusammennähst? Ich habe das Gefühl,dass ich das nicht schlau gemacht habe.Vom Zuschnitt habe ich die gleichen Bauteile wie du. Meinen offiziellen Nähkurs habe ich erst im April,aber die Nadel juckt ;)
      Für allgemeine Tipps das Nähen betreffend bin ich dankbar!

      Gruß Martin
    • @Martin: Überlege Dir, ob es nicht eher Sinn machen würde, Loden zu nutzen statt alter Decken. Es ist leichter, praktischer und einfacher zu nähen. Schnitte bekommt man ja reichlich im Internet, solche Kinderwaldwichteljacken sind ja auch recht einfach, hab ich auch schon aus Wollwalk gemacht. Schnitte kannst Du Dir bspw. auch von vorhandenen Kleidungsstücken kopieren (Nähtutorial: Schnittkopie) und dann entspr. anpassen, verlängern etwa.

      Ich habe mein Waldshirt aus Loden gefertigt (Lodenanorak) und bin mit dem Reslutat sehr zufrieden. Wenn Du schon Bettlaken genäht hast, wird es Dir auch nicht sonderlich schwer fallen - kommt aber natürlich immer auf die weiteren Features an... Ich hab auch bald wieder den Nähtisch voll mit nem Lodenanorak für so nen kleinen Racker, da kann ich vielleicht ja mal ein wenig dran herumdokumentieren... ;)
    • Erst die Arme zusammen nähen, dann die Arme in das Vor-und Rückenteil,
      dann die Kapuze.
      Dann erst Vor-und Rückenteil ein wenig bis zum Reißer zusammennähen.
      Besser ist es die Fronttasche als erstes auf das Vorderteil zu nähen, aber
      wenn man so ein Ding noch nie angehabt hat, weiß man die Position noch
      nicht genau.

      Ich würde heute so in Ding aus richtig dickem Loden nähen.

      Viel Spass,
      konrad
      Ach das wiegt nix!
    • @Hagbard @Konradsky

      Danke für eure Tipps! Die Sache mit dem Zusammennähen hatte ich tatsächlich etwas anders gemacht...

      Wenn du Konradsky dein neues Projekt dokumentierst wäre schon fein! Für das Üben werde ich nochmal etwas alte Bettwäsche opfern und wenn das dann sitzt wird sich ein Loden geholt. Ich hab mir grad mal in der Buch die Sachen mit den Loden angeschaut. Also da gibts von dem Mehler ja sehr viel Auswahl. Welchen Art Loden empfehlt ihr. Ich bin etwas verwirrt wegen "Gebirgsloden", "normalen Loden" und so weiter.
      Wenn ich richtig gelesen habe Hagbard hast du so eine Vorlage von dem "Green Pepper" genommen. Kannst du diese empfehlen, auch wenn englisch nicht so mein Spezialgebiet ist?

      Gruß Martin
    • Den Green Pepper Schnitt kann ich ohne Einschränkungen empfehlen, man sollte ihn sich aber ggfs. auf Packpapier kopieren (mit nem Falzbein durchpausen). Der Anorak ist dort als Schritt-für-Schritt-Anleitung grafisch dokumentiert, der ergänzende Text aber auf englisch. Den können wir aber gelegentlich mal auf Deutsch zusammenfassen. Hm, wo ich so drüber nachdenke: Vielleicht könnten wir einen ähnlichen Schnitt hier entwickeln und diesen dann, auf deutsch dokumentiert, hier online stellen? Denn solch ein Kleidungsstück ist ja für viele Leute hier interessant...

      Gleich mal ne Umfrage gebastelt! Die findet Ihr jetzt hier: [Umfrage] Schnittmuster Anorak

      Als Loden würde ich tatsächlich nach Möglichkeit Gebirgsloden oder anderen schweren Loden empfehlen. Mit möglichst hohem Wollanteil. Ich habe nen ähnlichen wie diesen hier:
      ebay.de/itm/Lodenstoff-braun-M…f97a14:g:g~kAAOSwULRahVZs
    • Ich kann den Schnitt von Green Pepper auch empfehlen, gerade da der Markt an brauchbbaren Schnittmustern für Schlupfjacken sehr ... übersichtlich ist.

      Für mein Projekt meine MYOG Schlupfjacke haben ich ihn auch als Grundlage genommen und von da aus meine Änderungen vorgenommen. Gerade wenn man mit dem Nähen noch nicht so vertraut ist empfehle ich ein Testmodell aus billigen Stoff, um für sich tatsächlich die richtigen Maße zu finden und einige Nähtechnicken auszuprobieren. Besonders die Ärmel beim Green Pepper Schnitt sind eher... unbrauchbar. Hier sollte man auf jeden Fall nachbessern, zumindest wenn dünnerer Stoff zum Einsatz kommt. Auch im Brustbereich darf's gerne etwas mehr sein, da ist der Green Pepper Schnitt sehr "schmeichelnd".

      Gruß
      Amon
      Da geht noch was! :thumbup:
      Mir scheint die Sonne aus dem ... Kabel :rolleyes:
    • Zum Probieren könnte man ja auch Mal einen leichten Windbreaker nähen, aus ganz günstigem bushcrafter-Stoff:
      extremtextil.de/ripstop-nylon-…ichtet-68g-qm-2-wahl.html

      Ist zwar nicht ultraleicht, aber auch nicht zu schwer, und preisgünstig!
      Mit so nem Bettlakenjäckchen geht man ja doch nicht vor die Tür.
      Nur Mal als Anregung :whistling:
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
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