Botulismusgefahr bei Trockenfisch

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    • Botulismusgefahr bei Trockenfisch

      Hallo zusammen,

      als Angler und LARPer kam mir der Gedanke, dass ich für diverse Mittelalterveranstaltungen, Wanderungen, Prepping mir ja selbst einen transportablen und haltbaren Eiweissvorrat aufbauen könnte. Trockenfisch ist ja schon zu Wikingerzeiten eine wichtige Nahrungsquelle. So war der Plan: Angeln, Fisch reinigen, salzen, dörren. Spaß auf allen Ebenen. Und sinnvoll obendrein. Doch damit soll es wohl nichts werden, wenn ich mich an dieser aktuellen Meldung orientiere:

      Das Bundesinstitut für Risikobewertung benennt ein Botulismusrisiko für gesalzene und getrocknete Plötzen. Andere Fische sind wohl ähnlich zu betrachten...
      bfr.bund.de/cm/343/botulismus-…-getrocknete-ploetzen.pdf
    • Hallo @Serdo, ich weiß nicht wie groß die Gefahr tatsächlich ist. Wenn du aber Raubfische anstatt gründelnde Friedfische nehmen würdest, könnte die Gefahr ja beinahe ausgeschlossen sein.
      Da die Bildung des Toxins unter Sauerstoffabschluss funktioniert, müsste bei einer ordentlichen Salzlage die Bildung minimiert sein. Clostridium Botulinum ist leider "überall" zu finden. Besonders gefährdet sind aber flache Gewässer. Regelmäßig verenden Tiere durch das schöpfen aus Pfützen und Tümpeln.
      Wenn du aber (ich meine du angelst gerne an der Elbe?) fließende Gewässer befischst oder gar Meeresfisch nimmst, ist die Gefahr deutlich minimiert. Das ist natürlich nicht wissenschaftlich belegt, nur (für mich logisch) herbeigeführt. In Deutschland werden jährlich 10-20 Botulinum Vergiftungen gemeldet. Also doch eher unwahrscheinlich :huh:

      Wenn du dich an die Konservierung traust, wäre ich über ein bebilderte Erklärung dankbar.

      P.S. Wenn du den Fisch zum Verzehr kochen oder zumindest erhitzen würdest, wäre die Gefahr ja noch mal minimiert. Oder? :shock:
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • @Serdo, es geht um die Bakteriotoxine, die sind ziemlich hitzestabil. Außerdem sind C. Sporenbildner.
      Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Betroffen sind gründelnde Fische in kleinen vershcmutzten Teichen.
      Meist sind durch C. Toxine auch zahlreiche Entenkadaver am Gewässer.

      Wurzelgnom schrieb:

      ordentlichen Salzlage
      Im Gegenteil. Außer das Salz ist durch Nitrit/at verunreinigt oder zugesetzt worden.
      Aus dem Grund beim Pökeln bitte immer 0,5% - 1% Nitritpökelsalz zugeben.
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)