[Review] KiFaRu Bane Rucksack

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    • [Review] KiFaRu Bane Rucksack

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      Moin,

      bin ja sonst eigentlich zufrieden, habe in Bezug auf Ausrüstung tatsächlich nur das was ich brauche, vermeide sinnloses Anhäufen, und lege auch großen Wert darauf, dass das ganze auch benutzt werden soll. Bei Rucksäcken ist es allerdings etwas mehr. Ich beschäftige mich gerne mit dem Thema, gehört der Rucksack dann doch zu meinen Lieblingsausrüstungsgegenständen und ich mag es, täglich mit einem passenden Rucksack durch die Gegend zu laufen. Ich benutze Rucksäcke tatsächlich täglich. Also nicht nur für Touren, sondern auch im Alltag.
      So hatte ich als Grundmodell immer wieder meinen MFH Combat. Ja, man mag es kaum glauben, aber ich landete immer wieder bei dem. Den Tad Litespeed fand ich zu schwer, wenn auch sonst genial, den Tarahumara fand ich zu tüddelig, das Tragesystem zu kompliziert, so landete ich immer wieder beim Combat. Also in Bezug auf Tagesrucksäcke.
      Ich fing also Mitte letzten Jahres wieder an zu recherchieren und fand den Kifaru Bane. Leider eine US-Firma, die keinen direkten Vertrieb in Deutschland hat, alles an Bestellungen wird ad hoc angefertigt und dann nach kurzer Wartezeit versendet. Alles entsteht in Handarbeit. Ich ließ mich dann beraten und stellte den Jungs dort viele, viele Fragen, naja und irgendwann Anfang Dezember klickte ich auf "kaufen" und bestellte das Ding.

      store.kifaru.net/bane-1350ci--22-l-p306.aspx

      Generell: es handelt sich um einen Tagesrucksack, neudeutsch auch "Daypack" genannt. Er verfügt über ein Volumen von 22 Litern, es gibt ihn in den typischen Farben, er hat kein Transportertail, sondern verfügt über ein geschlossenen Tail, in den man beispielsweise Jacke, Pulli oder Whoobie reinknüllen kann. Auch mit Molle hat man sich zurückgehalten, nur im oberen Bereich gibt es die Möglichkeit einen Pouch anzubringen, hier passen alle Pouches des Herstellers, bis zu der Größe "Medium". Da man nicht jeden Tag dort bestellt, orderte ich auch noch den gängigen Admin-Pouch, in dem man alles Mögliche, schön geordnet und übersichtlich einpflegen kann. Und unten am Boden ist auch noch einmal ein wenig Molle.

      Schauen wir uns ein paar Bilder an:

      Hier der Rucksack von der Frontansicht:



      Also ein Toploader, seitlich gesehen fällt auf dass er sehr schmal geschnitten ist:



      Man hat durch das Beutelsystem die Möglichkeit, weitere Ausrüstung dort hineinzutun und mithilfe der Kompressionsgurte an den Seiten auch sicher zu verzurren:





      Dadurch dass er sehr schmal geschnitten ist, trägt er sich auch ziemlich angenehm, jedenfalls bei mir. Man hat nach wie vor eine gute Armfreiheit, ähnlich wie bei schmalen Bergrucksäcken. Auf komplizierte Riemen und Lastenkontrollsysteme verzichtet der Rucksack. Und das kann er auch. Ich hatte zB bei den Tragegurten est Bedenken, dass sie gff. zu schmal sind oder aber ungemütlich. Aber das Gegenteil ist der Fall. Er sitzt perfekt und wie angegossen.

      Das liegt allerdings auch an der Rückenversteifung die ich mitbestellt habe, und auch jedem nur empfehlen kann. Man hat hier 500er Cordura verwendet, also nicht das fetteste, aber eben auch nicht das dünnste. Jedoch ist die Rückenplatte unerläßlich, ihm Form zu geben und auch den Rücken vor möglicherweise sperriger Ladung zu schützen/schonen.





      Macht man ihn auf, ist oben eine kleine Tasche eingehängt, hier passt ein Brillenetui hinein, oder aber Papiere, Kleinkram, was auch immer schnellen Zugriff benötigt, die Einhänge würden aber auch für gängige Organizersysteme oder Mollepanel funktionieren, eine Schlaufe ermöglicht das Einhängen einer Trinkblase.


      Der Hersteller sieht auch die Möglichkeit vor, den Bane mit anderen Rucksäcken und Systemen zu kombinieren, ihn also an größere Modelle und Kraxen zu montieren, dementsprechend ist er mit ordentlich vielen Schlaufen an den Ecken versehen und kommt auch mit einigen Gurten und Adaptern, um ihm eben das zu ermöglichen.


      Unten drunter auch ein klein wenig Molle,





      Allerdings finde ich das an der Stelle schlichtweg überflüssig. Ich war noch nie im Stande an einem Rucksack an dieser Stelle etwas mit Molle zu befestigen, was mich dann nicht genervt hat, weil es die ganze Zeit bammelt und an den Pöter schlägt, aber egal.


      Ach ja, der Organizer, der Vollständigkeit halber auch den noch mal kurz in Fotoform, und hier der Link store.kifaru.net/500d-organizer-pocket-p62.aspx :





      Passt haargenau an die Molleschlaufen des Bane, auch aus 500er Cordura, also soweit stimmig. Ich hätte mir gewünscht, dass die Zipper ganz runter gehen und man ihn komplett um 180 Grad aufklappen kann, und er ist tatsächlich echt ein klitzekleines Bißchen groß, aber nur ein bißchen. Ich bin einfach zu sehr verwöhnt von der Referenz aller Operator-Pouches, dem OP1 von TAD, naja, egal. Dafür bietet der Pouch Platz für alles, tatsächlich alles, was man an Kleinkram so hat. Ich bekomme da sogar noch Hygiene- und teilweise Essensausrüstung mit unter. Dem Rucksack fehlt ein Patchpanel, dem Pouch nicht, naja, braucht man eigentlich nicht, aber wennschondennschon.



      Fazit: Für Wald und Supermarkt genau das, was ich seit Jahren gesucht habe. Schlicht und einfach gehalten besticht er eben gerade durch diesen simplen Aufbau. Molle dort wo man sie braucht, nicht übertrieben. Wenn ich an diverse Modelle mit zB 1000er Cordura denke, halte ich die Materialwahl hier für genau richtig, so ein Litespeed wiegt dann mit einigen Pouches auch schnell mal 3 Kilo, davon ist der Bane weit entfernt. Und benötigt deswegen auch kein "fettes" Tragesystem. Naja, wer mehr möchte, kann sich jederzeit die Träger seiner Wahl dranschnallen, genug Möglichkeiten an Schlaufen und Adaptern bietet das Modell. Dadurch dass er schön schmal ist, bietet er ausreichend Bewegungsfreiheit, ähnlich wie bei Fahrradrucksäcken oder Bergrucksäcken.





      Richtig gut und praktisch ist das Stausystem außen, ob morgens den Whoobie, damit er dort noch ein wenig trocknen kann, die Jacke, oder eben im Rewe mal rasch 4 Flaschen Cola, das System ist unten nicht offen, wie bei den ganzen Beavertailsystemen, sondern geschlossen - praktisch und real auch wirklich belastbar. Die 22 Liter sind hervorragend vollknüllbar, ich würde in den Bane durchaus Ausrüstung für bis zu 3-4 Tage bekommen, also durchschnittliche Ausrüstung, kein UL-Zeug, aber auch nicht zu schwer. Also ideal für die am häufigsten anstehenden Anforderungen hier, sogar mit ein wenig Reserve. Vorerst wird das wohl erst einmal reichen, in naher Zukunft suche ich noch etwas, was ein klein wenig weniger Volumen hat, aber dann ist auch Schluss. Oder ich lande wieder beim Combat? Mal sehen. Für alle die einen guten und tauglichen Tagesrucksack suchen, ist der Bane jedenfalls eine gute Wahl.

      VG, Stefan
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
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      Albbaer schrieb:

      @Stefan, das ist ja das Lustige... irgendwann gewöhnt man sich an MFH und Mil-Tec Rucksäcke... obwohl man weiss es sind nicht die Besten. Aber aus irgend einem Grund sie sie eben doch praktisch...und nicht sooooo schlecht.
      Das neue Gerät wo du da hast schaut jedenfalls auch interessant aus.
      Man gewöhnt sich an alles Mögliche.
      Aber MFH und Mil-Tec sind eigentlich nur billig und kein Vergleich zu Kifaru...und das von einem, der auch auf Preise schaut.
      "Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt." -Mark Twain
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      Nnnnaja, mein erstern Combat in grün, seinerzeit etwas dünneres Material hielt 10 Jahre, und wurde nicht geschont. Ende '19 dann gleiches Modell neu bestellt. laut Modellpflege etwas dickeres Material. Unschlagbar ist mEn die Aufteilung.

      Ich habe in der Kategorie durchaus viele Erfahrungen gesammelt. PDW Shado, Litespeed, Tarahumara, ja, schöne Dinger und preislich auch gerechtfertigt, schaut man sich Material, Details und Verarbeitung an, aber eben in zweckmäßigkeit leider FÜR MEINE ANFORDERUNG, nicht dauerhaft zweckmäßig.
      Deswegen öfter mal was neues...
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'