Yo-Yo Fishing Reels - Die "automatische Angel"

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    • Yo-Yo Fishing Reels - Die "automatische Angel"

      Hallo zusammen.

      Die Dinger sind bestimmt dem Einen oder Anderen nicht unbekannt. Ich selbst bin erst heute darüber gestolpert, als ich mal wieder gelangweilt im Hotel ein paar YouTube-Kanäle durchgestöbert hab. Der Kanal von The Meat Trapper (klick) ist für solche unproduktiven Zustände genau richtig.

      Jedenfalls: Yo-Yos...



      In Deutschland freilich verboten. Aber der Gedanke an eine Benutzung in einem imaginären Camp außerhalb deutscher Gesetzgebung ist insofern nicht schlecht, als mit den Teilen der Alte nicht länger am Wasser sitzen müsste, um zu fischen und sich dabei am Ende noch sinnlos Bier eingießt, sondern schon mal Holz holen kann, indes die Automatik bar aller Romantik den Anhieb setzt. Find ich spitze. Auch als Angler. Auch beziehungstechnisch.

      Vor allem in einer ernsteren Lage sind die Dinger denkbar - aber da hat man sie wahrscheinlich nicht dabei.

      Was sagt ihr? Tierquälerei? Praktisch? Oder lieber doch ordentlich mit nem Stock angeln?

      Ich würde sie benutzen. Würde auch jede andere Falle benutzen. Aber kein Gewehr. Niemals.

      Ohje.... :D
      Anschnallen.
    • Schlecht ist die Idee nicht.
      In bestimmten Situationen können die Helfen, aber halt hier bei uns nicht Einsetzbar.
      Aber wenn so eine Situation auftauchen würde, würde ich das Gewehr oder den Bogen vorziehen und jagen.
      Bei Flüssen würde ich Aalschnüre ( 20m Schnur und alle 2m ein Vorfach mit Haken ) legen.
      In bestimmten Situationen denkt man auch nicht an Tierquälerei, da komme ich zuerst.
      Aber wann und wo kommen wir in so einer Situation?
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
    • Moin.

      Da hier ein ordentlich geführter Survivalhaushalt ist, liegt das Ding hier im Regal. Da is nen bißchen mehr Schmackes hinter als an so ner Schlüsselbundzurückschnalzomatik, kannste glauben. Waidgerecht Fischen kannste damit aber auch nicht.
      Automatikangeln sind aber eine gute Sache, um das Angelglück zu streuen und Erfolg zu potenzieren. In freier Bahn reicht ein gespannter Stecken mit einem Keil.

      Wie auch immer, ich würde das Ding in Extremsituation benutzen, kenne auch nen Youtubevideo wo nen Redneck damit massig Catfish klarmacht. Vor Augen habe ich dann immer die gespannten Leinen mit Haken quer durch den Kanal. Von den Schwarzanglern. Die man dann raus zieht und wo 6 vergammelte Fische dranhängen, weil den dummen Schweinen das latte is.

      Was aber viel, viel interessanter is und mir tagelangen Spaß bereitet hat ist das basteln von 'Snaretraps' für kleine Säuger, rein zu Testzwecken freilich.

      Foto editiere ich hier nachher rein, das Teil is in der Out-of-area-Angeldose.
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • @Bushdoctor, ok, ich habe hier nur so nen recht schlabberiges Schlüsselding, das kam glaube ich mal von Pearl, wenn Deins Schmackes hat...

      Ok, da war es in der Angeldose


      Kurz in den Türrahmen gehängt,


      und ein paar Taschenbücher reingehängt. Der Mechanismus ist ja eine Spirale, diese hat natürlich unterschiedlich Power, komplett angespannt, also wenn das Ding ausgefahren ist kommt natürlich mehr Power auf die Schnur als wenn sie nur ein wenig ausgefahren ist.

      Dennoch war sie in der Lage knapp über eine halbes Kilo zu ziehen ohne auf Anschlag zu gehen. Für einen amtlichen Anhieb reicht das aber alle male.



      Bis denne,

      Stefan
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • Rein theoretisch dürfte sich doch dann auch ein Gurtwickler (Rolladen) anbieten. Die Spiralfeder hat auf jeden Fall ordentlich Zug. Müsste mal gucken, ob ich noch einen alten Gurtwickler im Keller habe. Würde mich im Verhältnis jetzt mal interessieren, wie viel der wegziehen würde.
    • Den Fisch aus dem Wasser ziehen wird und soll das Teil ja nicht bewerkstelligen, es soll nur den Haken ordentlich anheben, dass er sich einbohrt. Sonst muss das Ding einfach nur fest an etwas angebunden sein. Ziemlich fiese Sache für den Fisch. Ziemlich gute Sache für einen selbst wenn man in eine "Survivalsituation" kommt.
      Mit gebogenen Stecken und einem Auslöser würde das auch gehen und man ist wohl schneller und kann auf Masse auslegen.

      Aber wie gesagt macht das Konstruieren kleiner Landfallen damit großen Spaß, da kann man sich lange mit beschäftigen, war ein schöner Zeitvertreib.
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • Ganz klar ist mir die Notwendigkeit nicht. :D Jeder, der schon mal geangelt hat, weiss, dass viele Fische mit Selbsthakmethode gefangen werden. Bedeutet: Fisch nimmt den Köder,mit dem Haken, auf. Zieht damit ab und die Vorfachlänge bestimmt, wann er den Widerstand ( Schwimmer, Grundblei) bemerkt. Er erschrickt, flüchtet und hakt sich selbst. Wenn ich es richtig verstanden habe, zieht das Ding an, wenn ein Fisch die Schnur gegen Widerstand x rauszieht. Da dürfte bei 70% der Anhieb zu früh kommen. Oder zu spät, wenn Widerstand x zu gross ist.

      Wer noch nicht geangelt hat, weiss eh nicht, wie und wo er so ein Teil hinhängen soll.
      Ich würde im angenommenen Ernstfall immer eine stabile, lange Aalschnur auslegen. Allerdings mit kleineren Haken an stabiles Vorfach gebunden. Als Gewicht ein Stück Schrott oder ein dicker Stein. Somit lässt sich die ganze Leine auch weit genug auswerfen.
    • Hallo,

      ich fische seit 45 Jahren und bin auch mit (fast) allen (illegalen) Praktiken des Outdoorfischens vertraut. Außerdem war ich viele Jahre Ausbilder und nebenbei auch Fischereiaufseher.

      Wer mit so einem Schwachsinns-Gerät fischt, wäre bei mir aber so was von fällig. Ich würde das im In- und Ausland zur Anzeige bringen. Im Klartext: das ist vorsätzliche und schwerste Tierquälerei. Die Fischwilderei wäre Pipifax und das wäre für sich selber ja noch zu tolerieren, wenn man das richtig und waidgerecht machen würde. Wenn sich jemand irgendwo einen Fisch fängt und das richtig macht - Schwamm drüber, das habe ich sogar an eigenen Gewässern, die ich gepachtet hatte, toleriert. Aber wenn es so abläuft, hätte ich ein massives Problem damit.

      Der fachliche Hintergrund: für Fische in einer gewissen Größe sicher eine Möglichkeit, aber wenn man mit größeren bis sehr großen Fischen rechnen muss, und das muss man in fast allen Gewässern, wäre die Kraft des Fisches zu groß und das Konstrukt würde an der ersten Schwachstelle reißen. Die Schwachstellen, die ich auf den ersten Blick erkennen kann sind der Wirbel, der zwischen Haken und Schnur geschaltet ist. Wirbel sind extrem anfällig und die biegen sich sehr oft auf. Dann kommt es auf den Knoten an. Geflochtene Schnüre, die auf Stahl oder Metall gebunden werden, benötigen sehr spezielle Knoten, die sich nicht aufziehen können.

      Mit einem Einfachhaken hätte der abgerissene Fisch evtl. noch eine Chance zu überleben, aber nicht mit dem im Film eingesetzten Drilling. Der Fisch würde qualvoll verenden. Nächstes Problem wären Säugetiere und Wasservögel, die sich hier verhaken könnten. Auch die Länge der abspulbaren Leine könnte ein Problem darstellen, nämlich dann, wenn die Leine zu lange wäre und sich der Fisch damit um einen anderen Ast wickeln könnte. Der Fisch könnte sich hier durch reine Körperkraft und Drehen so schwer verletzen, dass er ebenfalls qualvoll verendet.

      Ich hoffe, dass hier nicht alle so "drauf" sind, dass ihnen die Tiere und Natur wurscht sind, so nach dem Motto '"zuerst komme ich ..." wie ja hier in einer Antwort zu lesen ist.

      Sorry, aber leider völlig daneben :thumbdown:

      LG Jürgen
    • @waldtroll, jau, da gebe ich Dir absolut Recht. Ich erwähnte ja auch weiter oben bereits in dem Zusammenhang die Praktik von Schwarzanglern, einfach Leinen mit einigen Haken zu spannen, und diese dann einfach dort zu lassen, da gammeln dann die Kadaver der Fische dran - das sogar hier im Stadtgebiet erkennbar, wenn man mit geschultem Auge am Kanal entlanggeht.
      Völlig außer Frage und selbstverständlich auch gesetzlich reglementiert bzw. verboten.
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • waldtroll, aha. Dabei sind Trolle oft intelligent und verstehen Zusammenhaenge beim Lesen.

      Beim "zuerst komme ich" stand auch dabei im Survivalfall ! und selbst wenn du sowas anzeigst, wenn es ausserhalb eines Notfalles im Ausland, wo es erlaubt ist, passiert... du groesster Lump im ganzen Land sag ich da nur. Du kennst den Spruch, denk ich. Blockwart-germany.com is woanders.

      Das war dein erster Beitrag. Sauber beliebt gemacht. Andererseits, wer 45 Jahre mit illegalen Praktiken vertraut ist, aber 2017 geboren, muss Gott sei Dank nicht ernstgenommen werden :thumbsup:
      Historiker J. Talmon, Israel, hat 2 Demokratiearten unterschieden: pluralistisch-liberale-dogmenfreie u. totalitäre mit herrschender Doktrin und Denkverboten. In der 2. Variation gibt es eine Wahrheit a priori. Debatten sind Störfälle. Die einzig selig machende Wahrheit wird mit Mitteln d. Wissenschaft alternativlos gemacht, auf säkulare Weise für sakrosankt erklärt. Wer Differenzierung fordert oder zweifelt, wird mit dem Etikett «Leugner» in die Ecke der Flacherdler gestellt.
    • @waldtroll
      " Ich hoffe, dass hier nicht alle so "drauf" sind, dass ihnen die Tiere und Natur wurscht sind, so nach dem Motto '"zuerst komme ich ..." wie ja hier in einer Antwort zu lesen ist.
      Sorry, aber leider völlig daneben "
      Zitat Ende

      Ganz großes Kino :thumbsup:

      Der gesamte Text geht so:
      " In bestimmten Situationen denkt man auch nicht an Tierquälerei, da komme ich zuerst."
      Nicht immer alles aus dem Zusammenhang reißen.
      Du weißt was für ein Forum das hier ist ??? ?(

      Für Dich nochmal der ganze Beitrag.

      trapperandy schrieb:

      Schlecht ist die Idee nicht.
      In bestimmten Situationen können die Helfen, aber halt hier bei uns nicht Einsetzbar.
      Aber wenn so eine Situation auftauchen würde, würde ich das Gewehr oder den Bogen vorziehen und jagen.
      Bei Flüssen würde ich Aalschnüre ( 20m Schnur und alle 2m ein Vorfach mit Haken ) legen.
      In bestimmten Situationen denkt man auch nicht an Tierquälerei, da komme ich zuerst.
      Aber wann und wo kommen wir in so einer Situation?
      Super für den Ersten Beitrag.
      :thumbsup:
      Sind schon Freunde :D
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
    • waldtroll schrieb:

      Hallo,

      ich fische seit 45 Jahren und bin auch mit (fast) allen (illegalen) Praktiken des Outdoorfischens vertraut. Außerdem war ich viele Jahre Ausbilder und nebenbei auch Fischereiaufseher.

      Wer mit so einem Schwachsinns-Gerät fischt, wäre bei mir aber so was von fällig. Ich würde das im In- und Ausland zur Anzeige bringen. Im Klartext: das ist vorsätzliche und schwerste Tierquälerei. Die Fischwilderei wäre Pipifax und das wäre für sich selber ja noch zu tolerieren, wenn man das richtig und waidgerecht machen würde. Wenn sich jemand irgendwo einen Fisch fängt und das richtig macht - Schwamm drüber, das habe ich sogar an eigenen Gewässern, die ich gepachtet hatte, toleriert. Aber wenn es so abläuft, hätte ich ein massives Problem damit.

      Der fachliche Hintergrund: für Fische in einer gewissen Größe sicher eine Möglichkeit, aber wenn man mit größeren bis sehr großen Fischen rechnen muss, und das muss man in fast allen Gewässern, wäre die Kraft des Fisches zu groß und das Konstrukt würde an der ersten Schwachstelle reißen. Die Schwachstellen, die ich auf den ersten Blick erkennen kann sind der Wirbel, der zwischen Haken und Schnur geschaltet ist. Wirbel sind extrem anfällig und die biegen sich sehr oft auf. Dann kommt es auf den Knoten an. Geflochtene Schnüre, die auf Stahl oder Metall gebunden werden, benötigen sehr spezielle Knoten, die sich nicht aufziehen können.

      Mit einem Einfachhaken hätte der abgerissene Fisch evtl. noch eine Chance zu überleben, aber nicht mit dem im Film eingesetzten Drilling. Der Fisch würde qualvoll verenden. Nächstes Problem wären Säugetiere und Wasservögel, die sich hier verhaken könnten. Auch die Länge der abspulbaren Leine könnte ein Problem darstellen, nämlich dann, wenn die Leine zu lange wäre und sich der Fisch damit um einen anderen Ast wickeln könnte. Der Fisch könnte sich hier durch reine Körperkraft und Drehen so schwer verletzen, dass er ebenfalls qualvoll verendet.

      Ich hoffe, dass hier nicht alle so "drauf" sind, dass ihnen die Tiere und Natur wurscht sind, so nach dem Motto '"zuerst komme ich ..." wie ja hier in einer Antwort zu lesen ist.

      Sorry, aber leider völlig daneben :thumbdown:

      LG Jürgen
      Danke für die Erklärung.
    • Leute, lasst ihn doch erstmal hier ankommen und sich einfuchsen - wenn er aus seiner professionellen Sicht die Methode für tierquälerisch erachtet, ist das doch auch für uns ein hilfreicher Hinweis (insbesondere ja auch der Verweis auf Beifang, der halt nicht gefangen wird...). Und im Start-Beitrag wurde ja sogar explizit gefragt, ob der geneigte Leser/Zuschauer die Methode als tierqäualerisch empfindet oder nicht. Allerdings fand ich die Diskussion dazu auch nicht weiter anstößig, sie basierte ja auch, so interpretiere ich das zumindest, auf einer Notsituation (wer's nicht kennt: so hat man früher SHTF, WC oder Survival-Situation genannt...).

      Also, achtet, bitte alle (da schließe ich mich auch durchaus ab und an ein, Eingeweihte wissen Bescheid) auf Eure Wortwahl. :danke:

      Edit: Dieser verrückte Mit-Mod - muss echt Gedankenübertragung oder sowas sein... @Stefan, Du bist mir unheimlich! 8o