Geld, Konsum, wie soll es weiter gehen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Geld, Konsum, wie soll es weiter gehen?

      Ich bin kürzlich auf einen Vortag von Prof. Dr. Harald Lesch gestossen. Den finde ich echt sehenswert:




      In einem anderen Forum hat ein Forenkollege eine Doku mit dem Namen "Die gelenkte Konsumgesellschaft" gepostet. Das ist in dem Zusammenhang auch ganz interessant.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Waldknorz ()

    • Mittagsfrost schrieb:

      Na, der Gearwahn! "Was hast Du heute gekauft?" "Wo gibt's was billig?" "Hast Du das Messer schon?" "Die Taschenlampe musst Du unbedingt haben!"
      Kommt Dir das nicht bekannt vor, Rockdog?
      Die Fäden kenne ich, haben aber nichts mit Konsumwahn zu tun.
      Nur mal Beispielhaft - Wenn ich mir 3 Schlafsäcke kaufe,dann nur weil sie der jeweiligen Unternehmung/Jahreszeit angepasst werden.Klar könnte ich wie bei der Bundeswehr auch einen fürs ganze Jahr nutzen, wäre aber im privaten Hobbybereich nur ein Kompromiss und kein Komfort.Wer viel arbeitet möchte sich dann vielleicht auch hochwertigere Ausrüstung anschaffen,als nur von Decathlon aus der Campingabteilung.
      Ob man als Messersammler sein Geld nun für 5 oder 50 Messer ausgibt muss auch jeder selbst wissen, wir gehen für unser Geld hart arbeiten.Wer will mir sagen wofür ich mein Geld ausgebe,da gibt es 0,0 für mich zu diskutieren!
    • Nicht dass das Thema nicht wichtig und diskutierenswert wäre, aber was wird denn dabei rauskommen?

      Das ist nur Wasser auf die Mühlen für die Viellaberer. Es werden wieder die üblichen Plattitüden von, in ihren Narrativen gefangenen Protagonisten kommen, über mehrere Seiten gestritten, und das Thema ohne jegliches Ergebniss oder das jemand seinen Standpunkt ändern würde, entweder verweisen oder geschlossen.
      Ich habe bei solchen weltanschaulichen Themen in Foren auch praktisch noch nie etwas wirklich originelles oder bewegendes gelesen, wo man sagen kann, dass schafft neue intellektuelle Blickwinkel und schult mein Denken.

      Darum denk ich das es unsinnig ist zumindest HIER darüber zu reden.
      Niemand
    • Lesch habe ich immer gerne bei "Alpha-Centauri" gesehen.

      Aber was er abseits der Astronomie so von sich gibt, finde ich persönlich nicht gerade überzeugend - mal gelinde ausgedrückt.

      Abgesehen davon dass es zwar ein nicht unbedeutendes Thema ist, aber auch eines das erfahrungsgemäß in Foren zerflettert, wie Desertstorm bereits angemerkt hat.
      Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
      - aus Sibirien -
    • Rockdog schrieb:

      Nur mal zum Verständnis - Wie kommt die Idee auf sowas in einem Bushcraft/Outdoor Forum zu posten?
      Ist nur eine Frage weil ich so gar keinen Bezug zur Thematik herstellen kann.

      - Wir hatten hier im Forum schon ähnliche Themen, z.B.: Geplante Obsoleszenz, einfaches Leben, retten alter Werkzeuge, usw..
      - Für die Ware die wir konsumieren benötigt es Rohstoffe aus der Erde, das verändert die Natur die wir als Outdoorer gerne erleben.
      - Wenn die Rohstoffe und Wasser knapp werden, wenn sich das Klima ändert, dann kommt vermutlich eine große Herausforderung in Sachen Survival auf uns zu.
      Das ist nur ein Teil meiner Gedanken dazu. Aber ich gebe dir recht ein typisches Bushcraft-Thema ist das eigentlich nicht.

      Rockdog schrieb:

      Nur mal Beispielhaft - Wenn ich mir 3 Schlafsäcke kaufe,dann nur weil sie der jeweiligen Unternehmung/Jahreszeit angepasst werden.Klar könnte ich wie bei der Bundeswehr auch einen fürs ganze Jahr nutzen, wäre aber im privaten Hobbybereich nur ein Kompromiss und kein Komfort.Wer viel arbeitet möchte sich dann vielleicht auch hochwertigere Ausrüstung anschaffen,als nur von Decathlon aus der Campingabteilung.
      Ob man als Messersammler sein Geld nun für 5 oder 50 Messer ausgibt muss auch jeder selbst wissen, wir gehen für unser Geld hart arbeiten.Wer will mir sagen wofür ich mein Geld ausgebe,da gibt es 0,0 für mich zu diskutieren!

      Hochwertige Ware zu kaufen halte ich auch für eine gute Idee. Häufig gilt der alte Spruch: Wer billig kauft kauft zwei mal! (Oder noch öfter).

      Wie und wofür du dein Geld ausgibst ist deine Entscheidung und das ist auch gut so. Genauso wie du auch die Wahl hast dir so ein Video an zu schauen und dir deine eigenen Gedanke zu Thema zu machen, oder es nicht zu schauen.
      Ich wollte mit dem Thread keines Falls eine Diskussion anstossen wer was wann kaufen darf, oder nicht!
      Ich dachte die Vids könnten den ein oder anderen hier interessieren und zum nachdenken anregen.

      Wenn der Thread überwiegend als unpassend für dieses Forum wahrgenommen wird dann @Admin-Team bitte rausnehmen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Waldknorz ()

    • In den Konsumwahn treibt man sich m.E. selbst. Man wird sicherlich verleitet, durch eben auch genannte Fäden, aber man sollte doch schon selbst entscheiden können, ob man etwas tatsächlich braucht oder einfach nur haben will. Gerade dieser Haben-Will-Effekt scheint ja doch einen gewissen Anklang zu finden.

      Es gab Phasen, da habe ich mir die Frage "Brauche ich das jetzt wirklich?" gestellt. Es gab aber auch Phasen, wo ich mir sagte: "Das gönne ich mir einfach!" Mitunter von vielen Faktoren abhängig, aber das muss man einfach selbst entscheiden und verantworten. Wofür geht man schließlich malochen, schiebt Früh-, Mittel-, Spät- und Nachtschichten, nimmt Dreck, Hitze und Stress in Kauf? Sicherlich nicht, um die Knete auf hoher Kante direkt kiloweise zu bunkern und ehe man sich versieht hat man den Löffel abgegeben. Da habe ich in über 25 Arbeitsjahren so einige Kollegen kennen gelernt, die es so gehandhabt haben und denen es so widerfahren ist. Der Rest der Bagage war dann schnell damit beschäftigt, die hart gesparten Groschen unter die Leute zu bringen. Wofür also?

      Man kann es - wie in nahezu jeder Hinsicht - sicherlich übertreiben. Ich stimme aber zu, dass dies jeder (seinen Möglichkeiten entsprechend) selber entscheiden muss. Vieles ist auch einfach Neid! MMn. Aber diese Diskussion kann man seitenweise weiterführen, ohne dabei auf einen Nenner zu kommen. Wie so oft. Wie war das doch gleich mit dem (versteckten) Lobbyismus?

      Thoreau ("Walden") lehnte eine geschenkte Fußmatte ab, weil ihm das Gras vor seiner Hütte vollkommen ausreichte. Diese und ein paar weitere Anekdoten machten mich nachdenklich. Aber ansonsten...
    • Ich selbst habe mir in den letzten Jahren in Sachen Ausrüstung einiges angeschafft was noch auf meiner Wunschliste stand.
      Aber nun habe ich einen Punkt erreicht wo ich nicht nur das Gefühl habe alles zu haben was ich je wollte, sondern beim lagern auch an Grenzen stosse.
      Der Keller ist voll und der Kleiderschrank quillt über.
      Selbst wenn ich wollte, ich wüsste gar nicht wo ich Neuanschaffungen noch unterbringen sollte.

      Bei mir wird bis auf weiteres nix neues mehr gekauft.
      Stattdessen muss ich mal in Ruhe aussortieren was mir nicht mehr richtig passt oder ich nicht mehr brauche um es jemandem zukommen zu lassen der damit mehr anfangen kann.
      Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
      - aus Sibirien -
    • Waldknorz schrieb:

      In einem anderen Forum hat ein Forenkollege eine Doku mit dem Namen "Die gelenkte Konsumgesellschaft" gepostet. Das ist in dem Zusammenhang auch ganz interessant.

      Danke fürs Posten. Ich hab mir die gesamte Doku angesehen und finde sie gut gemacht. Allerdings wird auch da mit dramaturgischen Tricks gearbeitet. Das gehört aber zum Filmhandwerk dazu. Z.B. ein abwechslungsreicher Plot, der sich bis zum Ende hin steigert, Schlag auf Schlag geht und atmosphärisch immer gut unterlegt ist. ;) Trotzdem fand ich es informativ und sehenswert. Hat mich dazu angeregt, mal wieder etwas bewusster über das Thema zu reflektieren.
      Na und?
    • Onkel Gustav schrieb:

      Ich hab mir die gesamte Doku angesehen und finde sie gut gemacht. Allerdings wird auch da mit dramaturgischen Tricks gearbeitet.
      Naja, klappern gehört halt zum Handwerk. War mir auch ein bissl lang, ich habe sie mir in zwei Teilen angeschaut.

      Onkel Gustav schrieb:

      Hat mich dazu angeregt, mal wieder etwas bewusster über das Thema zu reflektieren.
      Ich bin auch noch am überlegen was das jetzt für ich heißt oder wie ich damit umgehen soll. Ich bin mir jetzt nicht mehr so sicher ob das Haben-will-Gefühl immer so von mir kommt. Anscheinend kann man mich auch manipulieren.

      Beitrag von Dachs ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: OT ().
    • Die Antwort wurde schon gegeben!

      So lange der Mensch nicht auf seinen Komfort verzichten möchte wird sich nichts ändern!

      Ich bin das Beste Beispiel, 4 Km zur Arbeit und zu faul zum Radfahren :D ^^

      Gruß Stefan
    • Zum Beispiel,
      hatte ich vor einigen Jahren noch ein Motorrad. Das habe ich verkauft. Ich muss mich da nicht mehr um die Wartung, den TÜV und den Papierkram kümmern. Mehr Zeit für mich.
      Ein zum Campen ausgebauten Bus hatte ich auch mal, da verzichte ich heute gerne darauf. Dafür muss ich den auch nicht mehr reparieren und unterhalten.
      Hier im Marktplatz und unter "Was habe ich mir heute gekauft." kommt schon häufiger was wo sich bei mir ein Haben-will-Gefühl einstellt. Manchmal gebe ich dem nach und manchmal nicht. Wenn ich es nicht kaufe, dann hat es für mich den Mehrwert dass ich keinen Platz dafür finden muss, dass ich es nicht aufräumen und pflegen muss.
    • Das führt hier wieder zu nix :D

      Die Leute, die hart arbeiten und Geld verdienen, haben halt Spass dran, sich auch mal was neues, schönes, vielleicht überflüssiges aber einfach geiles Spielzeug zu leisten.
      Die Leute, die vielleicht grad so durchkommen und noch Kinder zu versorgen haben, werden leichter und motivierter von Verzicht sprechen - und es auch praktizieren müssen und können. Voll in Ordnung. Aber es sollte auch voll in Ordnung sein, wenn am Monatsende noch Geld übrig ist, und dafür ein neues Ausrüstungsteil angeschafft, essen gegangen, oder sonstwie die Kohle verballert wird. Dafür knechtet man sich schliesslich Tag für Tag und Nacht für Nacht den Arsch ab. Man lebt nur einmal und das letzte Hemd hat keine Taschen.

      Beitrag von Dachs ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Dachs schrieb:

      Sharky schrieb:

      Die Leute, die vielleicht grad so durchkommen und noch Kinder zu versorgen haben, werden leichter und motivierter von Verzicht sprechen - und es auch praktizieren müssen und können. Voll in Ordnung.
      Das ist wohl so.

      Das ist genau der Punkt. Das sehe ich anders.

      Wenn jemand nicht genug zu Leben hat und muss deshalb verzichten. Er hat vielleicht nicht mal genug zum Essen, weil er nicht die finanziellen Mittel hat sich welches zu kaufen. Dann ist Verzicht negativ, ganz eindeutig.

      Wenn jemand genug Geld hat sich etwas zu kaufen, sich aber dagegen entscheidet. Dann kann Verzicht auch etwas Positives sein.