Kurzvorstellung Telemeter von WNDSN - oder Entfernungsmessung und -berechnung ohne Strom

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    • Kurzvorstellung Telemeter von WNDSN - oder Entfernungsmessung und -berechnung ohne Strom

      Hab mir diese Woche auch etwas geleistet. (siehe Faden, heute gekauft)

      In der Schule war isch zwar in Mathe gut, aber rechnen kann ich bis heute nicht. (brauche ich auch im Beruf nicht, da habe ich einen Rechner! ;)
      Aber unterwegs habe ich halt ein Problem, einfach mal so mit Körpermaßen Entfernungen oder Größen zu berechnen. Bei einem der Streifzüge durch dieses unendliche I-Net fand ich dieses:




      ein etwa Kreditkartengroßes Plastikkärtchen mit Schnur drei Knoten und einem Gewicht dran.
      Auf dem Kärtchen sind allerei Zahlen und Formeln eingelasert. Sieht schwer nach Alchemie aus!
      Nein, es ist nicht die Smaragttafel, sondern ein einfaches Winkelmessgerät mit Rechenschieber.

      Entfernungsmesser mit Rechenschieber


      Und so soll es funktionieren:


      Winkelmesser mit Sin Cos und Tan-Rechner


      bushcraft-germany.com/index.ph…af16d7211ecac2556aa67ae9c
      Winkelmesser mit Sin Cos und Tan-Rechner


      Und so soll es funktionieren:





      Im kleinen Rahmen habe ich das bereits ausprobiert und unter Laborbedingungen funktioniert es.
      Im separat erhältlichen Buch habe ich auch schon geschmökert. Ein paar interessante Anwendungen und Übungen.
      Vielleicht etwas dick für die Funktionen des Messgerätes, aber mit etwas "drumherum" zur Geschichte und zur Mathematik.
      Auch nichts für den totalen Romantiker ohne die Gedanken an a^2 + b^2 = c^2, wer unter einem Satz nur das gesprochene Wort versteht und nicht auch an den des Pythagoras denkt, sollte sich nur auf das Messgerät stürzen.
      Wer aber besser im Kopf rechnen kann als ich (und dass dürfen einige sein) der sollte sich folgenden Faden zu Gemüte führen:
      Winkelschätzung mit dem Körper . Dort wird nicht anderes erklärt und berechnet, nur eben einfacher und ohne Hilfsmittel. Der Faden hat mich auch auf den Gedanken zur Suche gebracht.

      ich bin zufrieden damit.
      Mein mittlerer war schon sauer auf mich: "Das hätte ich für das Feldmesspraktikum super gebrauchen können. Warum zeigst Du mir das erst jetzt!? Damit wäre da alles viel einfacher gewesen!"

      Das Teil findet hier hier:
      wndsn.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Steuermann ()

    • isjajut. ich kümmere mich drum :)

      alsooo: in firefox und auf dem Smartie sehe ich die Bilder.

      nun der Versuch eines bildlink: leider fehlgeschlagen.
      2. Versuch, Bilder noch mal hochladen. leider fehlgeschlagen.
      3. Versuch alles nochmal....

      chrom zeigt alle bilder klein.
      firefox zeigt die Bilder klein und groß
      dito der I-Explorer

      Mann, was ist das ein hin und her bei den Browsern. Und ich dachte das wäre nur bei der DATEV ein Theater. Sorry, das ist ein Insider bei Steuerberater und Buchhaltungsgeplagten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Steuermann ()

    • Also nochmal.



      ein etwa Kreditkartengroßes Plastikkärtchen mit Schnur drei Knoten und einem Gewicht dran.
      Auf dem Kärtchen sind allerei Zahlen und Formeln eingelasert. Sieht schwer nach Alchemie aus!
      Nein, es ist nicht die Smaragttafel, sondern ein einfaches Winkelmessgerät mit Rechenschieber.


      Entfernungsmesser mit Rechenschieber

      So soll es funktionieren:
      Hier der Entfernungsmesser mit Rechenschieber:






      an dem Faden sind im Abstand von 57,3 cm, 1/2 und 1/3 davon jeweils Knoten angebracht. Damit wird der abstand zwischen Platte und Auge bestimmt (man nimmt die Schnur am Knoten einfach zwischen die Zähne) Mit dem mehr oder minder scharfen Auge peilt man dann über die Linke Seite die Maße des Objektes und erhält so einen Winkel. Entweder kennt man dann die Entfernung oder die Höhe / Breite des Objektes. Kennt man die Höhe / Breite, so trägt man diese auf der rechten Seite ab und erhält dann in der Mitte die Entfernung. Kennt man dagegen die Entfernung, so legt man den Faden über den Wert in der Mitte und erhält dann Höhe / Breite auf der rechten Seite.
      Etwas mit den 10erPotenzen gespielt und gut ist.

      Und hier der Winkelmesser, auch zur Höhenbestimmung.



      Das mit dem Lot und dem Winkel sollte eigentlich selbsterkärend sein, sonst braucht es kein solches Messgerät sondern einen Einführungskurs in alles.
      Aber man kann ja noch mehr damit machen:
      an dem grünen Faden ist im obren drittel ein kleiner verschiebbarer Knoten angebracht. (Roter Faden). Hat man nun einen Winkel gefunden, so schiebt man den roten Faden je nach gewünschtem Wert (sin / cos) auf die entsprechende Kurve ( das sind die Kreise aus dem Nullpunkt zum Winkelmaß. Danach trägt man den Faden auf die Skala am Durchschnitt des Halbkreises ab. Die Skala ist in 60/60 unterteilt. Somit kann man dort den sin / cos entsprechend im Bruch ablesen.

      Dazu ist über die qadartische Scala (umbra recta / umbra versa der tan abzulesen.

      Als Zusatz kann mann die Gradzahl in Prozent-Steigung umrechnen / ablesen.


      Sehr weit verbreitet ist das Ding wohl offentlichtlich nicht. Aber ich finde es ist recht effektiv.

      Bei Fragen fragen oder selber probieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Steuermann ()

    • Danke fürs Zeigen (ich steh auf so'n Kram...)

      Solche Messinstrumente lassen sich auch leicht selber machen, indem man z.B. Skalen auf Papier oder Folie druckt. An einem Teleskop habe ich einen Winkelmesser aus einem Schulgeodreieck mit einem simplen Lot.
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Baumkind ()

    • Gab es da mal einen Vorgänger? Ich könnte schwören, so ein Ding hatte ich vor 25+-x Jahren, im Rahmen einer Architektur- oder Vermessungs-Epoche, schon in der Hand.... nur ich erinnere mich nicht so recht daran.

      Später durften wir dann mit alten Theodoliten von der US-Artillerie spielen... rad Grade habe ich hassen gelernt. an die erinnere ich mich noch gut.

      Gruss
    • @supi ja, das gab es schon ein mal.
      Nannte sich dann Kamal und stammt von den arabischen Seefahrern des 9. Jahrhunderts. https://de.wikipedia.org/wiki/Kamal_(Astronomie) bzw. vom Prinzip her der Jacobsstab de.wikipedia.org/wiki/Jakobsstab.

      Das Prinzip ist denmach uralt, ob es wirklich erst im 9. Jahrhundert erkannt wurde, kann wohl keiner mehr sagen.
      Man braucht Winkel und Längen, aus dem Gegebenen kann man das Fehlende berechnen.

      Ob es vor 25 Jahren ein ähnliches Gerät schon ein mal gab, keine Ahnung. Wahrscheinlich ist es. Vielleicht ein DIY?
      Interessant wäre die Geschichte auf jeden Fall.

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