Selbsthilfe bei Migräne

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    • Selbsthilfe bei Migräne

      Rund eine Milliarde Menschen leiden an einer der verschiedenen Migräne-Formen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass auch Foristi betroffen sind. Und die Betroffenen wissen, dass eine solche Attacke den Tag/die Tour ganz schön vermiesen kann.

      Ich werde hier nix zu Diagnostik und medikamentöser oder paramedizinischer Therapie schreiben. Dies sollte im Rahmen einer Konsultation beim Facharzt erfolgen.

      Allerdings bin ich auf einen wertvollen Tipp gestossen:

      Praktisch alle Attacken gehen einher mit kalten Händen und Füssen. Dies erklärt sich mit der Vasokonstriktion (Gefässverengung) zu Beginn. Wenn nun -mit welchen Massnahmen auch immer- dafür gesorgt wird, dass Hände und Füsse gewärmt werden, kann der Anfall kupiert werden. Ergänzend kann auch noch ein feuchtwarmer Lappen in den Nacken gelegt werden.
    • Ich finds auch spannend. Gehört habe ich davon, als ein Schmerzmediziner es in einer Diskussionsrunde erwähnte. Auftreten soll das Kälteempfinden +/- mit der Aura.

      Vasodilatatoren????? Wenn, dann müssten die unmittelbar ubd iv gegeben werden. Ist wohl nix für EH.
    • Bin davon ja nur indirekt betroffen.Zum Glück, man kann ned alles haben ;)

      Aber dann müssten ja theoretisch diese Handwärmer helfen? Bin mal gespannt wie meine Lebensgefährdende guggt wenn ich ihr näxt mal Wollfilzsocken und Wollfilzfäustlinge mit so Teilen drin anzieh.... sexy geht anders 8o
      No ned hudla.....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Albbaer ()

    • @musher

      Bei der Migräne mit all ihren unterschiedlichen Ausprägungen gibt es kein "immer". Zu verschieden sind die Symptome (mit/ohne Prodromalstadium, mit/ohne Aura/Licht- oder Lärmempfindlichkeit/Geruchsempfindlichkeit/Übelkeit.....)

      Etwa bei der Hälfte tritt zum Kopfschmerz die Photo- und Phonophobie mit auf.
    • trapperandy schrieb:

      Kann man bei Migräne auch eine Sprachstörung haben?
      So Kopfschmerzen mit Lichtempfindlichkeit und Sprachstörung?
      Gibt es das oder kann das so vorkommen?
      Wie @Wurzelgnom schrieb!

      Ich litt unzählige Jahre - das Vollbild u. a. mit Seh- und Sprechstörungen sowie vernichtenden Schmerzen, praktisch immer und typischerweise am 1. oder 2. Urlaubstag. Und obwohl alles breit und tief abgeklärt war, hatte ich wiederholt fast Panik, ob es nicht doch ein ernsthaftes cerebrales Ereignis ist.

      Glücklicherweise ist dies fast vorbei und auch nur noch sehr abgeschwächt.


      Was ich noch anmerken möchte:

      Nachdem Migränepatienten jahrzehntelang diskriminiert wurden (Hysterie!), ist die Krankheit auf dem Weg, als solche und mit hohem Krankheitswert akzeptiert zu werden. Sollte als in eurem Umfeld wer darunter leiden, nehmt es bitte ernst.
    • Hallo Schnake,

      wenn ich richtig mitgelesen habe, hast Du ja einen fachlich hoch fundideriten Hintergrund. Hut ab!
      Was mich in dem Zusammenhang wundert aber acuh beruhigt, ist Dein "Geständnis" selbst in Panik zu verfallen, auch wenn alles abgeklärt ist.

      Das mit dem Ferientag kenne ich in etwas abgewandelter Form.
      Zum einen hatte ich immer (!) Mittwochs einen Migräneanfall, fast jede Woche, immer ab ca .1400. Man konnte fast die Uhr danach stellen.
      Erst nachdem ich den Grundstress etwas eindämmen konnte und mir regelmäßige Einschlafzeiten angewöhnt hatte, wurde es besser.

      Jetzt kann ich eigentlich immer noch damit rechnen, dass ich bei Nachlassen der Anspannung entweder krank werde oder einen leichten Migräneschub bekomme.

      Im Falle eines Falles kann ich nur sagen: Augen zu und durch.... || <X :sleeping:

      Alles Gute
      Steuermann
    • Ich hatte vor Jahren eine Kollegin, die kurz vor der Rente war. Sie ist jeden Tag um sechs aufgestanden und 22.00 Uhr ins Bett gegangen. Zum Frühstück jeden Tag einen grünen Apfel und nur eine Tasse Kaffee am Nachmittag. So hat sie -nach eigener Aussage- seit über zwanzig Jahren die Migräne im Griff. Kleine Abweichungen führten demnach unweigerlich zu Migräne-Attacken, vor denen sie Angst hatte.
      Kaum auszumalen, wie gehandicapt man dann ist. Bringen den Ottonormalkopfschmerzler doch schon einfache Spannungskopfschmerzen um den Verstand.

      @Steuermann um so mehr Ahnung du von Erkrankungen und deren Folgen hast, desto schlimmer ist meist die Angst davor.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Nur mal am Rande,
      seit 2 Jahren mach ich das was ich will, d.H. ich bin ausgeglichener und fühl mich gesundheitlich ( außer das blöde Knie ) wohl.
      In den 2 Jahren viel weniger Kopfschmerzen, Magenprobleme, Grippe usw.
      Weniger Stress bringt wirklich viel für den Körper, und so stelle ich mir das auch bei der Migräne vor.
      Mein Bruder leidet auch unter Migräne und wenn so eine Schub kommt ist er nicht ansprechbar, er bekommt Sprachstörungen und kann einfachste Worte nicht aussprechen.
      Schlimm dies Krankheit. ;(
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
      Member of the Hateful fifteen :Knife
    • Hej hej.

      Als ich noch in Deutschland gewohnt habe, hatte ich recht oft einen Migräneanfall.
      Immer, wenn ich merkte, es kommt wieder einer, habe ich eiskalte, also richtig kalte Cola getrunken.
      Meistens ging es dann schon am Anfang vorbei.
      Seit ich aber in Schweden wohne, ist es nur einmal vorgekommen.
      Aber der Hauptgrund (glaube ich), warum ich Migräne bekam, war, dass ich nicht genug getrunken habe.

      *winks* Ted
      PS: Ich bin umgezogen. Wer mich sucht, findet mich im Wald ;) .

      "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)
    • Ich sollte eigentlich hier nichts schreiben, ich habe gerade eine, glücklicherweise nur leichte, Migräne.
      Bei mir wird es in diesem aktuellen Fall durch Licht ausgelösst. Der Mist ging los als ich nach Finnland ausgewandert bin. Ich vertrage den Lichtwechsel zwischen Winter und Frühjahr nicht.
      Der Winter ist recht dunkel und trübe. Im Frühjahr wird das Wetter besser, die Sonne scheint, das Eis und der Schnee reflektiert das Licht... Game over.
      Den Zirkus habe ich jedes Jahr für etwa 6 Wochen in denen ich sehr aufpassen muss. Dieses Jahr bin ich etwas früh dran, normal geht es später los. Vor 3 Tagen hatten wir ein paar Stunden Sonnenschein und ich musste ohne Sonnenbrille autofahren.... und schon ging es los. Glücklicherweise nicht besonders stark.
      Meine Gegenmassnahmen sind Sonnenbrillen und auch mal Brillen für Schweisser.
      Vom Gefühl her sind es kleine Bohrer die von links und rechts in den Kopf bohren, oft in Kombination mit einem Stechen der Augen.
      Wenn ich aufpasse, also Sonnenbrille usw. kann ich starke Migränen vermeiden. Wenn es mich dann doch einmal erwischt.... das wollt ihr nicht wissen. Dann brauche ich Miranax gegen die Schmerzen und Maxalt gegen die Migräne. Das sind noch relativ harmlose sachen, aber nach der Maxalt habe ich etwa 20 Minuten um ins Bett zu kommen, sonst komme ich nicht vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer.
      Die Medies helfen gut, aber was soll man machen wenn der auslössende Reiz allgegenwärtig ist. Da muss man halt durch.
      Die Migräne hat nur leichte Auswirkungen auf meinen Alltag. Mein Finnisch verschlechtert sich.... sehr sogar, die Rechtschreibung und Gramatik selbs auf Deutsch wird schlecht. Bin leicht reizbar und etwas bösartiger als gewöhnlich usw... Den Ehemann der Cousine meiner Frau nannte ich Tapani.... das war ihr Freund von vor 10 Jahren.
      Also einsatzfähig mit leichten Einschränkungen. Kann mich ja nicht 6 Wochen in den Keller setzen.
      Ich hatte schon mal einen Winter lang eine 500w Natriumdampflampe über mir hängen.... hat nichts geholfen. Anderes Lichtsprktrum evtl.

      Manchmal habe ich dann noch eine anders geartete Migräne, aber da liegt das Problem an einem verschobenen Atlaswirbel. Schwindel, Karusell fahren usw. Was es nun für eine "Migräne" ist merke ich dann daran wenn das Maxalt nichts hilft....

      Gruss, und back to work


      p.s. Ich habe es jetzt 5 mal kontrolliert, hoffe es sind nicht zu viele Fehler drin. Der Schwedenfeuer Post gestern Abend ging ziemlich an die Substanz
    • Wurzelgnom schrieb:

      Ja, Migräne kann Schlaganfallähnliche Muster haben. Im Zweifel aber immer vom schlimmsten ausgehen und Rettungsdienst rufen/ in ein geeignetes Krankenhaus.

      Ich hatte (wohl) mehrfach einen Schlaganfall, von denen die ersten beiden als Migräneanfall eingeordnet wurden (auch in einer Uniklinik), im MRT vor ein paar Jahren hat sich herausgestellt, das es damals Schlaganfälle gewesen sein mußten (abgestorbene Bereiche).

      Von Kopfschmerzen über Übelkeit bis zu partiellem Sehausfall (geiles Bild, wenn das Sehfeld eines Auges teilweise weg ist... linkes Auge: alles ab der Nasenlinie schwarz, rechtes Auge: alles bis zur Nasenlinie) - im Zweifelsfall also IMMER auf Schlaganfall tippen!
    • Schnake schrieb:


      Allerdings bin ich auf einen wertvollen Tipp gestossen:

      Praktisch alle Attacken gehen einher mit kalten Händen und Füssen. Dies erklärt sich mit der Vasokonstriktion (Gefässverengung) zu Beginn. Wenn nun -mit welchen Massnahmen auch immer- dafür gesorgt wird, dass Hände und Füsse gewärmt werden, kann der Anfall kupiert werden. Ergänzend kann auch noch ein feuchtwarmer Lappen in den Nacken gelegt werden.
      Ich hatte auch bei heißem Wetter Migräneattacken, bei warmen Händen und Füßen. Und die Göbelei kam so schnell, dass ich mir wohl eher die Handschuhe beim schnellen Überstülpen besudelt hätte.
      Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die hier beschriebenen Begleitumstände/Maßnahmen für mich in irgendeiner Weise relevant sein könnten. Aber vielleicht für andere. :thumbup:
      Stille und Dunkelheit im horizontalen Zustand sind für mich die Mittel der Wahl.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
    • @Friese

      Ich habe sehr lange gebraucht, um zu akzeptieren bzw. zu verstehen, dass in der Medizin praktisch nichts absolut ist.



      Steuermann schrieb:

      Zum einen hatte ich immer (!) Mittwochs einen Migräneanfall
      Das klingt nach Cluster-Kopfschmerz, welcher einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zur Migräne aufweist ---->

      Schnake schrieb:

      Diagnostik

      Schnake schrieb:

      Konsultation beim Facharzt



      @All

      Da sich Migräne und Schlaganfall verschiedene Symptome teilen, habe ich zu zweiterem einen kleinen separaten Beitrag geschrieben.