Poncho als Tarp(ersatz)?

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    • @musher: Ich finde Du machst da eine Aussage, die fuer Deine Anwendung zutreffen mag. Aber muss doch nicht so allgemein gelten, wie Du es hier darstellst. Mein Poncho ist einfach laenger und etwas breiter als die meisten Ponchos, die ich heute angeboten finde und darunter habe ich mehr Platz als in meinem TNF Stormbreak Ein-Personenzelt! Erzaehl doch nicht, da sei es fuer mich oder andere zu eng drunter. Ich habe unter dem Poncho schon oft und auch bei Schlechtwetter bequem geschlafen (liegt viel daran, wie man es abspannt).

      Sogar Ausruestungsspezialist RAB bietet Tarps fuer eine Person an, die genauso gross sind:
      rab.equipment/ww/siltarp1

      Warum Tarp in der Groesse da jetzt besser sein soll als Tarp mit Kapuze (=Poncho) ist mir schleierhaft.

      Und ich lass doch wegen dem Multiuse-Poncho im Gepaeck nicht gleich meine Regenbekleidung zuhause...liegt doch am Anwender, ob so ein Poncho sinnvoll genutzt wird...aber deswegen ist doch das Ponchokonzept nicht unbedingt quatsch.

      Sogar @Albbaer widerspricht sich doch selbst zu dem Thema, wenn er sagt er sei "mit dem Thema durch" trage aber selbst einen Poncho bei Tagestouren...genau da hat er doch gleich eine sinnvolle Anwendung fuer so ein Teil gefunden: ein leichter Notfall/Ersatz-Regenschutz, den man auch mal als Plane aufspannen kann...wenn man muss. Macht doch Sinn.. :/

      Und wenn Poncho fuer Dich keine Loesung ist, it doch ok...aber Poncho als Tarpersatz (wenn einem ein kleines Tarp ausreicht) finde ich total sinnvoll. Poncho als Regenschutz kann sinnvoll sein (mag ich aber nicht so, weil man je nach Gleaende viel haengen bleiben kann). Poncho als Tarp und Regenschutz gleichzeitig geht halt nicht (wie Du erklaert hast)....muss aber eben auch nicht, wenn man sich vernuenftig bekleidet hat.
    • @Bushcraft Yukon , ich wiederspreche mir nicht selbst, sonder zeige auf wo die FÜR MICH brauchbaren Einsatzgebiete liegen.

      Auch kleine Tarps sind mir zu klein. Wobei ein Tarp mit 140x230 sicher weniger praktisch ist als ein Poncho. Da gebe ich dir recht.

      Ich komme zwar auch mit beengten Platzverhältnissen zurecht, aber WENN ichs umgehen kann, wähle ich eben die Option: mehr Platz.
      No ned hudla.....
    • Poncho als Tarpersatz hab ich erst kürzlich ausprobiert, kleinen Bericht gibts hier: Microadventures - Overnighter mit minimalistischem Gear

      Kleines Video gibt's selbstverständlich auch und ich denke die bewegten Bilder veranschaulichen mein Set-Up vielleicht sogar noch etwas besser:

      [media]

      Mein Fazit nach diesem Probelauf ist dass der benutzte Militärponcho eigentlich einen Tick zu klein ist für guten Wetterschutz, zumindest wenn man ihn so wie ich als Lean-To aufstellt. Zudem hab ich die Kapuze etwas schlampig eingerollt und versorgt wobei ein Loch geblieben ist, was erst beim Abbau bemerkte und hier hätte es sicherlich den Regen reingedrückt. Ein wichtiger Punkt wurde oberhalb schon erwähnt. Falls der Poncho der einzige Regenschutz ist kann man nur auf niederschlagsfreies Wetter hoffen, ansonsten bekommt man im Camp mit hoher Wahrscheinlichkeit die Nässe ab sobald man den schützenden Ponchobereich verlässt. Es gibt sicherlich Ponchos die vom Format größer und damit wesentlich besser als Tarpersatz taugen, das Militärding ist eine Notlösung. Funktioniert selbstverständlich auch, aber nur mit einem Poncho als kombinierter Regenschutz/Tarp würde ich nicht wirklich losziehen wollen.
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      Wer stahd kraid khimd ah waid!
    • @Bushcraft Yukon, Du hast dann doch eh Dein Regenzeit dabei.
      Poncho ist nur Tarpersatz. Wenn Poncho als Tarp aufgespannt ist, kannst Du bei Regen trotzdem raus, weil Du eh Deine Regenkleidung dabei hast - also ist Poncho für Dich NUR Tarp und eben kein Regenschutz.
      Es geht ja NUR Tarp ODER Regenschutz - ABER nicht beides gleichzeitig.


      Es geht mir NICHT darum, allgemein gegen den Poncho an sich zu reden. Habe selbst inzwischen einen, und will schauen, wie ich mit ihm zurecht komme. Für MICH aber eher als NUR Regenschutz (Wenn es so klappt, wie ich es mir vorstelle. Dann aber für mich erstmal NICHT als Tarpersatz, da ich schon 2Tarps habe, und evtl noch ein Drittes kommt (dafür muß ich aber erst ein paar andere Sachen ausprobieren.

      Aber definitiv wird der Poncho eben bei mir KEIN multiuse Azsrüstungsgegendtand, um leichter unterwegs zu sein. Auch nicht um wg meines doppelten BNdscheibenvorfalls leichter unterwegs zu sein.
    • couchcamper schrieb:

      Schlaft mal lieber im Hotel, da gibts kein Wetter xD

      Ich hab jahrelang mit Poncho campiert, klar ist ein 3x3 Tarp plus Regenjacke besser, aber wenn man sich mal aufs Wesentliche besinnt... aber das ist ja aus der Mode.
      Man muss ja auch mal dazu sagen lieber Couchi das du mindestens ca. so über den Daumen 30 cm kleiner bist als ich.
      Da meine Schlafsäcke schon 220–230 cm lang sein müssen fällt für mich ein Poncho als Tarpersatz aus.
      Ich nutze da auch ein Tarp mit 300cm Länge.
      Zum Thema Mode und das Wesentliche. Welches Tarnmuster empfiehlst Du zu dieser Jahreszeit?
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • Da ich ähnliche "Probleme" hatte, habe ich mir nach langer Suche eine recht logische Lösung einfallen lassen.
      Habe ich gerne den Nigor dabei, also einen durchschnittlichen Poncho, jedoch leicht, geht der auch einigermaßen, bringt allerdings die bereits erwähnten Einschränkungen mit sich.
      Ich habe mir einfach selbst ein Tarp gefertigt. In den Maßen 2,85 x 2,85, aus Silnylon, wiegt das ganze 280 Gramm, und ist vom Packmaße kaum größer als ein paar Socken, Silnylon neigt zum nachgeben, hängt gerne durch, also brav mit Shockcord spannen, dass es immer nachgespannt wird. Ist robuster als Cuben, man kann nicht durchschauen, ist dunkelgrün und bringt den Platz mit sich, den ich als komfortabel empfinde.

      Den Poncho würde ich als Regenschutzkleidung wohl nicht tragen, da ich eine Regenjacke (5 € vom Aldi) oder eine ausreichende Hardshell mitführe, bei der Hose ist es ebenfalls was abweisendes, bei Schlagregen kommen die Luxe Chaps drüber.

      So mache ich das.
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • Micha mir reicht auch kein Poncho in der Laenge, weil alle Schlafsaecke nunmal mindestens 2,20 sind und der normale Milponcho auch... Es heisst immer einrollen *lach

      In dieser Jahreszeit geht nix ueber DD Multicam, oder? ;) Im Schlamm hat sich ueber 30 Jahre 5Fb FT bewaehrt. Aber nur da. Also wenn du gern in Traktorspuren pennst, ideal.

      Ansonsten ist das Geschmackssache, es gibt keinen aktuellen must have, ohne den man sich nicht nichtblicken lassen darf.
    • Jetzt hat's mich doch gejuckt.
      Als Notfall-Regenschutz ist ein Poncho m.E. absolut prima.
      Auf jeden Fall besser als gar kein Regenschutz.
      Mein Poncho ist ein Myog-Teil, dass ich im UL-Forum ersteigert hab.
      2,50 x 1,50m groß , mit "shockcord"-Schlaufen 214 g.
      Den hab ich immer dabei, auch bei Tagestouren, und er gibt nen ganz passablen Shelter ab, so z.B. als A-frame:
      (ist bei Tigen, hab ich sehr hoch gespannt, wollte nur die Gummibänder-Aufhängung testen!)

      Oder (uraltes Bild) so:

      Klar, bequem geht anders, aber trockener als ohne!!
      Meist ist der auch nur Windschutz:


      Bei 6-7 Beaufort und waagerechtem Regen möchte ich auch kein 3x3 Tarp aufstellen müssen - und der Einwand, man werde nass beim Aufbau, wenn man im Regen den Poncho auszieht...
      Naja, ich hab auch im Sommer immer nwe wasserabweisende Windjacke dabei, die wiegt 105 g und hält Nieselregen ab, ziemlich lange sogar.
      Das ist nämlich m.<m.n. das größere Problem beim Poncho als Regenschutz: wenn's nur so fieselt, lohnt der Poncho eigentlich nicht - und ich warte meist zu lange damit, den dann doch überzuziehen :S
      Die Windjacke schließt diese Lücke, und sie hält beim Aufbau auch im richtigen Regen ne (kurze) Zeit stand, als klitschnass werd ich nicht! Darf halt nicht ewig dauern, das Aufbauen
      Da ist dieser Aufbau prima:
      hinten festmachen, Schnüre vorne an Heringe/Zweige/ Wurzeln o.Ä. und mit Stock aufstemmen! Zack! Nachgespannt wird "oben" per Prusikknoten, eingehängt werden die Schnüre rechts und links mit Minikarabinern. Steht ruckzuck.
      (auch Uralt-Foto!)


      Klar, auf ner Tour wäre auch bei mir ein 3x3 Tarp dabei, aber beim overnighter mit guter Wetterprognose, beim Abwettern bei ner Taugestour , vom Gewitter überrascht oder so...
      Just mx 2 cents
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Tarnmuster:

      couchcamper schrieb:

      es gibt keinen aktuellen must have, ohne den man sich nicht nichtblicken lassen darf.

      Haha! :D

      Gute Besserung, übrigens.

      Einen Poncho als Regenschutz und Unterkunft dabeizuhaben finde ich sehr nett im Tagesrucksack, wenn man eigentlich keine Übernachtung geplant hat, oder wenn man sowas vielleicht mal spielen will.

      Oder, wenn man nur einen Nachmittag, eine Nacht und einen Vormittag raus will und das Wetter so stabil ist, daß man eigentlich gar keinen Wetterschutz braucht. Schnell, leicht, wenig Aufwand.

      Die üblichen Ponchos, die vorn und hinten jeweils so ungefähr 1,20 lang sind und 1,30 bis 1,40 breit reichen mit Rucksack aber weder längs noch quer aus, und als Unterkunft auch nicht wirklich, außer für den Notfall. Finde ich.

      Früher gab es den großen Fjällräven Gömsle Poncho, der ist 2,80 lang; vorn die üblichen 1,20 und hinten länger. Damit er nämlich auch mit Rucksack auf hinten weiter herunterreicht als nur bis zum Hintern. Und als Unterkunft kann man ihn dann als - nur leicht knappe - Halbpyramide aufbauen.

      Hier zwei Bilder zur Veranschaulichung, wenn auch der Poncho leider mit seinem 70er-Jahre-zivil-Tarnmuster in der Landschaft kaum zu erkennen sein dürfte. 8)



      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.

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    • Ohne das hier abzuwürgen und darum nur so als kleines Fazit für mich:

      Erstmal vielen lieben Dank euch, für die bisherige Diskussion! :)
      Mich persönlich hat das auf jeden Fall weiter gebracht, was meine Gedanken und künftigen Planungen dazu angeht, und die sehen so aus, dass ich - für den Fall der Fälle - diese Poncho-Lösung favorisiere. Warum?

      a) der Poncho nimmt mir im Rucksack nicht mehr Platz weg, als ein (kleineres) Tarp, aber
      b) nimmt er mir weitaus weniger Platz weg, als mein (größeres) Tarp, und spart dabei an Gewicht.

      Meine Touren kann ich einschätzen, entweder ist mein Tarp dabei, oder nicht. Ist es nicht dabei, bietet der Poncho mir mehr Alternativen, nämlich

      c) anziehen oder nicht (reicht also die Kleidung, die ich dabei habe?)
      d) Flexibilität > „Anziehen und weitergehen“ oder „Pause und als Tarp aufstellen“

      Die Frage Poncho oder Tarp zielte nur auf diese Dinge und ist keine generell Frage, die führe ich ja auch nicht, wenn es um die Wahl „Zelt oder Tarp“ geht, denn ich weiß, wann ich Zelten wollen würde, und wann eben (sicher) nicht. Auch ist es ja so, dass ich nicht gleichzeitig die Hängematte für in der Luft UND die Evazote und evtl. noch die Therm-A-Rest für auf den Boden mitnehme, so meine ich das!

      Im Wesentlichen hat das, meine ich, auch @Bushcraft Yukon so gesehen und verstanden, glaube ich.
      Trotzdem finde ich auch die abweichende Diskussion und deren Argumente voll interessant, zumal da hier und da auch Impulse bei sind, welche die eigene Denke bzw. den Horizont auch an anderer Stelle oder in anderem Zusammenhang erweitern.

      Wenn es hier also weiter geht, ich lese gespannt und mit großem Interesse mit!

      Danke nochmal für den vielen Input und liebe Grüße, A-K :)
      Wenn du vor etwas Angst hast, tue es nicht.
      Wenn du etwas tust, hab’ keine Angst davor.
      ~ Mongolei ~
    • Stimmt schon, ja und nein, wie es gerade drauf ankommt.

      Ist es warm, allenfalls eine Decke - die ist fast immer dabei.
      Wird es kälter, ja dann hast du Recht, @musher, dann ist es - soweit noch eben möglich - die Evazote, weil leichter zu transportieren (oben oder unten außen am Rucksack).
      Das ich bei der Hängematte mal die Therm-A-Rest bräuchte, dazu ist es noch nicht gekommen. Sofern das mit dem schönen (warmen) Wetter nämlich aufhört, schiele ich nicht mehr auf die Hängematte sondern auf‘s Zelt.
      Ich gebe auch zu, dass das jetzt so um diese Zeit für mich schon definitiv aufgehört hat, nachts noch draußen zu übernächtigten!
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      ~ Mongolei ~
    • Bushcraft Yukon schrieb:

      Hast Du da die Masse von dem Poncho.

      135x225 cm, 430 g.

      Das wäre der neue Poncho, wie er dieser Tage verkauft wird. Leicht elastisch. Passt so halbwegs über einen Tagesrucksack.

      Das ist nicht der alte Gömsle. Der wäre 140x280, bei 500 g. Den bekommt man allerdings schon seit Jahrzehnten nicht mehr, jedenfalls nicht neu.

      Eine gute Kapuze hat der neue Poncho, allerdings.

      --

      Eine Ergänzung noch, oder eine Anregung, vielleicht. Katalogmäßig angesehen habe ich mir (ich besitze das Teil nicht, deswegen hier allenfalls als Anregung, oder Gedankenanstoß) die Tage mal das Gatewood Cape von Six Moon Designs. Das ist ein Tarp-Zelt (also auf Form genäht, kein Flattarp) mit Kapuze. Knapp 300 g leicht, bietet als Unterkunft fast rundum Schutz, kann mit etwas Flatterei auch als Poncho getragen werden und deckt als solcher eher mehr als weniger ab. Vielleicht einen Gedanken wert.
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.

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