Das -3 €- Didgeridoo (Yidaki) [DIY]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Das -3 €- Didgeridoo (Yidaki) [DIY]

      Hier mal etwas, für die "lauen" Abende am Lagerfeuer, oder als Bastelidee für Zwischendurch, (oder als Geschenk für Kinder, und deren Eltern zu nerven)...

      Bushcraft bedeutet (für mich) nicht nur Messer-schnitzen-Holz bearbeiten- Knoten usw usf, sondern beinhaltet auch (vor allem) Leben und Integrieren von indigenem Wissen, wozu für mich auch Musik viel mit zählt.
      Um bei Treffen oder bei Sessions mit Freunden nicht immer die teuren, wertigen Instrumente mitzunehmen, haben wir irgendwann mal, die typischen Einsteiger "Didges" gemacht.
      Holz, Bambus etc. kennt fast jeder. Hier nun die 10Minuten und 3 Euro Variante für jedermann:

      Man braucht:

      40-50mm Durchmesser Fallrohr (Wasserrohr) aus PVC
      eine Bienenwachskerze (oder Teelicht. Wichtig ist, Bienenwachs)

      10min Zeit

      Ihr nehmt das Teelicht /Kerze, und schmelzt diese im wasserbad. Ist das Wachs halbwegs flüssig, eine Gummiunterlage (o.ä,) hergenommen und schlückchenweise das Wachs darauf gegossen, bis eine ca 15cm lange "Schlange" entsteht. (andere Möglichkeit: Kerze abschneiden und solange das Wachs in den Händen verkneten, bis eine "Wurst" geformt werden kann).
      Diese Wurst wird am glatten Ende um den Rand des PVC Rohres gelegt, und mit den Fingern in Form geknetet (so dass Eure Lippen umschlossen werden)
      Mundstück fertig!

      Jetzt könnt ihr das fertige "Didg" eigentlich bereits spielen. (Üben, üben, üben!!!)

      Diese billigen Teile klingen garnicht schlecht, der Grundton ist bei einem Standardrohr knapp ein "E".
      Wer das Rohr noch fest mit Leder umwickelt, macht es optisch ein wenig ansprechender, und verringert damit die Eigenvibration des Materials, sodass der Grundton (Das Ansatzbrummen) konstant und sauber schwingen kann....



      links: das "normale" Rohr; rechts: umwickelt, umkordelt & verziert (Hippie-Doo)



      Mundstück mit Bienenwachs

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Venator ()

    • Coole Sache, und die Klingen auch einigermaßen gut.
      Gute Verwertung der Regenrinne.
      "He´s one of them rangers, dangerous folks they are, wandering the wild"
      "Not all who wander, are lost"
      Plan your dive, dive your plan
      Was ihr den Geist der Zeiten nennt, das ist im Grunde nur der Herren eigner Geist
      Ranger => Betrachtet Dinge aus dem Outdoorblickwinkel "Waldläufer" (5-35km/d)
    • Is ne Antwort bzw Feststellung aka Aussage. :)
      Regenrinne war etwas euphemistisch ;)

      Ja, mit dem Wasserrohr kann man einiges machen. So einen Riffelschlauch wie vom Staubsauger und das dann schwenken beim Spielen: richtig gut.
      "He´s one of them rangers, dangerous folks they are, wandering the wild"
      "Not all who wander, are lost"
      Plan your dive, dive your plan
      Was ihr den Geist der Zeiten nennt, das ist im Grunde nur der Herren eigner Geist
      Ranger => Betrachtet Dinge aus dem Outdoorblickwinkel "Waldläufer" (5-35km/d)
    • Ich will deinen Thread, der mir sehr, sehr gut gefällt nicht hacken, aber - wie genau wird denn der Ton erzeugt? Ist das meine Stimme, die den Ton vorgibt? Dann aber hätte das Rohr an sich ja keinen Grundton. Ich kapier einfach nicht, wie die Torerzeugúng funktioniert.

      Falls dich die Frage jetzt hier stört, lösche ich auf Wunsch meinen Beitrag.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • @Friese
      Kein Problem :)
      Also, einfach erklärt: Den "Grundton" erzeugt man mit den Lippen. Ein "pfrllll" (wie als Kind wenn man Auto spielt), also die Lippen locker "schlackern lassen", macht erstmal den reinen Ton.
      Es wird damit die Luftsäule im Inneren des Rohres in Vibration versetzt, und der Brummton entsteht.
      Effekte wie "Brüllen" "Bellen" oder "Talking" erzeugt man mit der Mundhöhle, Veränderung der Lippenspannung, hineinsprechen während des Spiels... Oder durch ne Art Husten usw usw usw.
      Es gibt zig Möglichkeiten, damit zu spielen (solange der Grundton eben erstmal getroffen ist).

      Die meisten Spieler nutzen dann noch Zirkularatmung um einen Dauerton erzielen zu können (d.h. gleichzeitig ein- und ausatmen... Nase ein, Mund aus).
      Geht aber auch ohne diese spezielle Atmung, und macht echt Laune (wobei ich ehrlich zugeben muss, ich kanns nicht wirklich spielen. Das macht meine Frau...)
    • Berggeist schrieb:

      Blöde Frage von einem Nichtdidgeridoospieler... Es gibt für diese Rohre so Gumminüppseldraufsteckmanschetten. Geht das nicht auch? Stelle mir vor, dass das Wachs nicht lange hält und auch nach ner Weile nicht mehr taufrisch aussieht.

      Nein. Diese Gummiteile dichten die Lippen nicht ordentlich ab. Ausserdem versiffen die zu schnell.
      Das Wachs, wenn es ordentlich festgemacht wurde, hält auch ewig. Im schlimmsten Fall!!! macht man sich eben ein Neues.
      Frisch sieht das immer aus, solang Du es nicht on Dreck schmeisst oder in ne Biotonne legst :D :D

      Friese schrieb:

      Das will ich un-be-dingt lernen! Wäre ein toller Workshop auf einem Treffen. Aber erstmal bau ich mir solch ein Teil. Danke, Venator!

      Für den Anfang reichen diese PVC Dinger auch. Wir haben selbst auf der CD bei 2 Titeln diese Dinger verwendet.
      Auf nem Treffen wär das gewiss was, eignet sich auch für Kinder, wenn man Wald bzw Wildnispädagogische Camps usw macht.

      Wir haben hier noch 2 selbstgebaute aus Schwemmholz (müsste Wildapfel sein und Pappel??) die sind aber sauschwer zu spielen.
      Wenn Du magst kann ich Dir eine Übungs CD zukommen lassen, wo alles mögliche verständlich erklärt wird.
      Kostet Dich auch nix (muss die nur mal suchen)
    • Friese schrieb:

      Das will ich un-be-dingt lernen! Wäre ein toller Workshop auf einem Treffen. Aber erstmal bau ich mir solch ein Teil. Danke, Venator!
      Auf dem nächsten Trappertreffen weiß ich ja, was ich dann mitbringe :)
      "He´s one of them rangers, dangerous folks they are, wandering the wild"
      "Not all who wander, are lost"
      Plan your dive, dive your plan
      Was ihr den Geist der Zeiten nennt, das ist im Grunde nur der Herren eigner Geist
      Ranger => Betrachtet Dinge aus dem Outdoorblickwinkel "Waldläufer" (5-35km/d)
    • DasBushbaby schrieb:

      Ich habe jetzt nicht die Preise für HT Rohr im Kopf, :) deshalb die Frage, wie lang soll das Rohr denn idealerweise sein?

      Zum Mundstück kann ich noch sagen, optimal ist ein Innendurchmesser von ca. 30 mm (+/- 2 mm). Wegen der antiseptische Wirkung würde ich ein Mundstück aus Bienenwachs immer einem aus Silikon vorziehen.

      Didge-on.

      Das Bushbaby

      Mein Rohr hier hat 1,05m Länge (und Durchmesser von 40mm). Damit hat man dann wie oben benannt, einen Grundton -E- (also knapp E). lässt sich mit einer "normal" gestimmten Gitarre begleiten, oder Flöte geht auch usw.
      Je länger das Rohr, umso tiefer der Ton (und umso mehr Anblasdruck braucht man). Mit einem chromatischen Stimmgerät kann man (bei längeren Rohren) auch den Ton punktgenau machen. (scheibchenweise da abschneiden).

      Wenn ich die Zeit finde schreibe ich mal noch eine Schritt für Schritt Anleitung zum Bau eines Slide-Didgeridoos. Aber das dauert erstmal, weil kein Material mehr dazu da.
    • Venator schrieb:

      Mein Rohr hier hat 1,05m Länge (und Durchmesser von 40mm).
      Angeber :)
      Eine Tabelle, bei welchen Maßen man welchen Ton erzeugt wäre auch mal super.
      Das schreit ja fast nach einem Wir-machen-Musik-mit-naturinstrumenten-Wochenende :)
      "He´s one of them rangers, dangerous folks they are, wandering the wild"
      "Not all who wander, are lost"
      Plan your dive, dive your plan
      Was ihr den Geist der Zeiten nennt, das ist im Grunde nur der Herren eigner Geist
      Ranger => Betrachtet Dinge aus dem Outdoorblickwinkel "Waldläufer" (5-35km/d)
    • Ranger in the woods schrieb:

      Venator schrieb:

      Mein Rohr hier hat 1,05m Länge (und Durchmesser von 40mm).
      Angeber :) Eine Tabelle, bei welchen Maßen man welchen Ton erzeugt wäre auch mal super.
      Das schreit ja fast nach einem Wir-machen-Musik-mit-naturinstrumenten-Wochenende :)

      Da gibts keine Tabelle. Muss man ausprobieren und testen.
      Bei ner Flötenherstellung kann man ja die Grifflöcher nehmen (DA gibts im Netz Massangaben dazu) aber bei nem Didg doch net. Kommt aufs Material an, Holz ist wieder anders als Bambus, und PVC anders als Schilf usw usw.
    • Ja das gute alte Didgeridoo. Da kommen alte Jugenderinnerungen wieder ans Tageslicht. ;) Den Grundton zu erzeugen lernt man relativ schnell. Was ich leider nie gelernt habe, ist die Zirkulationsatmung, die es ermöglicht den Ton minutenlang zu halten. Das ist aber absolut nötig, um das Instrument in sinnvoller Form zu benutzen. Habt Ihr da vielleicht irgendwelche Tipps, wie man diese aus der Ferne lernen kann? Dann hole ich mein altes verstaubtes Bambus-Didge vielleicht mal wieder aus dem Schrank. :thumbsup:
    • Basti G. schrieb:

      Ja das gute alte Didgeridoo. Da kommen alte Jugenderinnerungen wieder ans Tageslicht. ;) Den Grundton zu erzeugen lernt man relativ schnell. Was ich leider nie gelernt habe, ist die Zirkulationsatmung, die es ermöglicht den Ton minutenlang zu halten. Das ist aber absolut nötig, um das Instrument in sinnvoller Form zu benutzen. Habt Ihr da vielleicht irgendwelche Tipps, wie man diese aus der Ferne lernen kann? Dann hole ich mein altes verstaubtes Bambus-Didge vielleicht mal wieder aus dem Schrank. :thumbsup:

      Zirkularatmung brauchst Du nicht unbedingt zu können. Geht auch, wenn Du Dir die Luft halbwegs einteilst, und nicht zusehr preßt.
      Es gibt zig Techniken das Yidaki zu spielen. Und bei den wenigsten nutzt man Zirkularatmen. Die ganzen Effekte gehen auch ohne.
      Bei uns spielt auch nur einer mit Zirkular, der andere ohne. Hört kein Mensch ;)

      Aber, aus der Ferne nen Tip:
      Nimm ein wasserglas und nen Strohhalm. Puste Luft durch den Halm, das es blubbert. Versuche während des Blubbernlassens die Zunge an den Gaumen zu drücken, und dabei durch die Nase einzuatmen. Das wars.
      Die einfachste Übung die mir mal jemand erklärt hat (und die auch klappt).
    • Basti G. schrieb:

      Ok das klingt interessant. Aber wie kann ich das blubbern beibehalten während ich einatme?
      Naja, DAS ist ja eben die Kunst bzw das Zirkularatmen ;) Einfach probieren.
      Andere Möglichkeit: "Hecheln" üben. Also durch die Nase einatmen, und die eingeatmete Luft gleich wieder durch den Mund rausdrücken. Ist zwar keine Zirkular. aber damit schaffst Du es, gleichbleibend zu spielen (wie gesagt ich spiel weniger Didg, dafür div. Flöten)


      Basti G. schrieb:

      Muss ich die Restluft die sich im Mund befindet irgendwie rausdrücken, oder wie muss ich mir das vorstellen?

      Du spielst ja eben NUR mit der Luft aus dem Mund. Das ist Dein "Volumen" dabei. Die Backen nicht vollkrachen mit eingesogener Luft, sondern "normal" füllen. Du brauchst eig. sehr wenig Luft zum spielen. Nichts erzwingen oder rauspressen als gäbs kein morgen. V.a.:
      DEINEN Stil finden und deine Art zu atmen. Es gibt bei YT zig Videos die Tips geben, letztlich muss aber jeder für sich den Ansatz bekommen, wie es individuell klappt.
      Die Aboriginas (ich hab mei ner Messe mal 2 kennengelernt) können auch nicht alle so atmen. Das ist ein Märchen. Manche spielen sogar grottenschlecht, haben aber "Exotenbonus" :rolleyes: ;)