Teslin River - Herbstliche Bushcraft-Kanu-Tour - 7 Tage

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    • Teslin River - Herbstliche Bushcraft-Kanu-Tour - 7 Tage

      Moin moin,

      ich bin zwar schon wieder seit einer Woche zurueck, hatte es aber noch nicht geschafft, die Bilder von der Tour auch hier im Forum einzustellen. Aber jetzt...!

      Ich wollte zum Abschluss der Kanusaison nochmal ganz alleine auf Tour gehen. Dazu hatte ich mir Teslin und Yukon River ausgesucht. Dabei wollte ich es gerne ganz "bushcraftig" einfach haben: Tarp als Unterkunft, nur nen einfachen Billy Pot als Koch- und Essgeschirr, nur ganz wenig zu essen (um es dann unterwegs mit Gefundenem, Gefischtem oder Gejagtem zu ergaenzen), wenig oder gar kein Ersatzmaterial oder Ersatzbekleidung. Was ich da gemacht habe, war jetzt gewiss nix Neues, aber es hat einfach Spass gemacht, diese Bushcraft-Techniken da so zu kombinieren und sich in eine Situation zu begeben, in der man dann eben keine andere Wahl mehr hat. Wenn man erst mal los ist, dann gibt es eben nix mehr ausser Tarp als Unterschlupf, Ferrorod als Feuerstarter, der selbstzusammengedengelten Saege zum Holz machen, Angeln fuer Protein, usw.

      Es war gerade Elch-Jagdsaison und so hatte ich auch ne "grosse" Wumme dabei. Ich wollte nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Elch verbringen, haette aber einen mitgenommen, wenn er da so wartend am Ufer gestandem haette...hat er aber nicht. Also kein Jagdglueck gehabt. Macht nix...naechstes Jahr wieder!

      Auch legales Kleinwild lief mir nicht ueber den Weg und so blieben die Knarren unangeruehrt.

      Aber die Angel war goldwert! Jede Menge Fisch (Hecht und Aesche), jeden Tag! Damit konnte meine Schmalspurdiaet prima aufgewertet werden. Dazu kamen dann noch Preiselbeeren und ein wenig Hagebutten. Super!

      Hier sind ein paar Bilder von unterwegs:


      Schoene Aussichten gleich zu Beginn der Tour.


      Teslin River von einer erhoehten Uferkante.


      Preiselbeeren gab es jede Menge am Ufer.


      Preiselbeer-Tee...superlecker mit etwas Honig gesuesst!


      Preiselbeeren im morgendlichen Bannock.


      Ein paar Aeschen brutzeln ueber dem Feuer fuer meine Mittagspause.


      Hmmmm...lecker. Wenn man Haut und Schuppen beim Grillen dran laesst, kann man dass alles nach dem Garen wie eine Schale abziehen. Sehr einfach!


      Hechtfiltes in Schmalz ausgebraten.


      Bannock-Teig als Stockbrot zubereitet.


      Schwalbennester in der Uferbank.


      Eine alte Goldwasch-Anlage.


      Noch mehr schoene Berge.




      Meine Angel war die zuverlaessigste Fleischbeschaffungsmethode!


      Weissskopf-Seeadler


      Alles schoen still!


      Mein Nachtlager. Das war meine favorisierte Tarp-Variante...gut geschuetzt von drei Seiten!


      Zum Feuerstarten hatte ich nur ein Ferrorod dabei. Klappt eimmer super...auch bei Regen! Hier verwende ich ein Stueck Kohle aus einer alten Feuerstelle.


      Wunderschoene Morgenstimmung...


      ...mit Morgennebel. Knackige Naechte mit -5C liessen am Morgen die Schwaden aufsteigen.


      Grizzlyspuren am Ufer.


      Die selbstgebastelte Saege funktionierte mal wieder super und produzierte fast das gesamte Feuerholz fuer die Woche.


      Ein junger Elch am Ufer. Glueck fuer das Viechzeugs, dass es kein Geweih auf'm Kopp hat! Waere genau die richtige Groesse fuer mich gewesen...;-)





      Reif in den Baeumen.


      Ein neugieriger Otter kommt mal vorbeigeschwommen.

      Herzliche Gruesse,
      Fabian
    • Moin,
      Was für eine Schönheit der Natur !! Unglaublich das es so etwas wirklich gibt und nicht nur als Filmkulisse. Bin sprachlos und könnte mir jedes Bild immer wieder anschauen. Ich denke in meiner Fantsie könnte ich solche Orte nicht schöner erschaffen.

      Ich glaube wenn ich Vorort wäre, ich käme am Tag überhaupt nicht voran, so viel kann man dort sehen.
      Danke für die genialen Einblicke .

      Das Leben ist ein Spiegel: wenn du hineinlächelst, lächelt es zurück
      George B. Shaw
    • Herrliche Bilder.

      Ich finde ja: Wasser muss sein. Ist ja alles schön und gut so im Wald und so. Gern ein, zwei Nächte.... Aber vor allem wenn es um Selbstversorgung geht, sind gerade unbewaffnete Kriegsdienstverweigerer wie ich an Gewässern einfach mal besser dran... da könn'se angeln und Frieden finden und machen keinen Lärm. Und überhaupt ist ja seit Ray Mears Bushcraft ohne Kanu kaum denkbar. 8o

      Fetzt.

      Tolle Tour. Danke fürs Teilen.
      Anschnallen.
    • @maggot: Ich arbeite dran...versprochen! Wir sind gerade noch so busy, dass ich einfach noch keine Zeit hatte, mich mit Terminen so richtig auseinanderzusetzen. Ich hoffe bis zum Ende des Monats hab ich die Daten auf der website!
      Aber: Wenn Du gerne hier und mit mir etwas machen moechtest und einen bestimmten Termin im Kopf hast, lass es mich wissen! Noch bin ich flexible und kann mich solchen Wuenschen und Ideen anpassen!

      Gruss,
      Fabian
    • @Kante Muh!: Da hast Du recht!

      Das wir Menschen Grenzbereiche zwischen Lebensraeumen besonders anziehend finden, hat sicherlich eine ganz archaische Grundlage...dort sind Resourcen am reichhaltigsten, dort ist Trinkwasser, Baumaterial, Essen, Transportwege usw.

      Nicht umsonst haben sich Menschen auch immer schon in solchen Gebieten niedergelassen.

      Danke fuer's reinschauen!