Verhalten im Wald

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    • Verhalten im Wald

      Nur wer die Natur kennt, kann sie lieben. Nur wer sie liebt, ist bereit sie zu schützen.

      Müll - Leave no Trace

      Zurückgelassener Müll im Wald führt nicht nur dazu, dass der Boden und das Grundwasser verunreinigt werden,
      sondern bedroht auch Tiere, die sich an Glasscherben, Blechteilen und Kronkorken verletzen können.
      Plastiktüten werden oft als Nahrung aufgenommen und führen dann zu schweren Gesundheitsstörungen.
      In Schnüren und Drähten können sich Wildtiere verfangen, und tiefe Einschnürungen führen dann zu einem langsamen und grausamen Tod.

      Am besten hat man immer eine Tüte mit und nimmt nicht nur den eigenen Müll wieder mit, sondern man setzt ein Zeichen und nimmt auch Müll mit, der herumliegt.
    • Es gibt zwei Zeiten im Jahr, in denen das Wild besonderen Schutz braucht:

      (1) Setzzeit (Frühjahr bis Frühsommer)
      (2) Winter, wo die Tiere durch das knappere Nahrungsangebot geschwächt sind. Jede zusätzliche Störung schwächt sie weiter.

      Frage:
      Ich habe mal gehört, dass Wild durch jemanden, der im Wald umherschleicht, deutlich stärker beunruhigt wird als durch einen Horde lärmender Walker. Ist das wahr?


      Das Baumkind
      Das nächste Mal wird's noch besser.
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.
    • Na denn, machen mer paar "Regeln" (ich bevorzuge "Kodex des Ehrenmannes" [Pathos, yeah :D )

      Bei Kursen oder Vorträgen gebe ich folgendes immer weiter:

      - Töte nix, was Du nicht essen willst!
      - Egal wie "cool" Du zu sein glaubst, der Berg hat mehr drauf!
      - Wenn Du kacken musst, buddel ein Loch und scharre es zu! Tempos oder Tampons usw gehören NICHT auf die Oberfläche oder in Wassernähe.
      - Der Wald ist ein Lebensraum, kein Abenteuerspielplatz!
      - Nimm nichts weg, was Du nicht WIRKLICH zum Leben brauchst!
      - Grünholz schneiden oder brechen ist PFUI (ausser es geht WIRKLICH nicht anders!)
      - Müll hat draussen nix zu suchen.
      - Bei Brut- & Setzzeit: Bleib auf dem Weg, und meide NSG!
      - Dein Messer ist schön; lass es doch in der Scheide, und nicht in der Rinde!



      so mal paar Anmerkungen
    • Baumkind schrieb:

      Frage:
      Ich habe mal gehört, dass Wild durch jemanden, der im Wald umherschleicht, deutlich stärker beunruhigt wird als durch einen Horde lärmender Walker. Ist das wahr?
      Wild passt sich relativ schnell an die örtlichen Gegebenheiten/Bedrohungen an. Es kann zwischen Jägern als Gefahr und sonstigen Personen ebenso diffenrenzieren wie zwischen Autos auf der Straße und dem Fahrzeug des Jägers. Allerdings kann man nur bedingt Pauschalregeln aufstellen, da die Tiere unterschiedliche Fluchtdistanzen haben und manche Arten ökologisch bedingt viel empfindlicher auf bestimmte Störungen reagieren: Gemsen sind z.B. leichter durch Gleitschirme (wird gleichgesetzt mit Gefahr durch Adler) zu stören als durch Wanderer oder Mountainbiker.
      "The more I learn about people, the more I like my dog." - Mark Twain

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karlson ()

    • Moin,

      Wälder sind empfindliche Bereiche, deshalb müssen zu ihrem Schutz bestimmte Regeln beachtet werden:

      • Verhalte Dich ruhig, rücksichtsvoll und vorsichtig.
      • Schütze die Tiere und störe sie – insbesondere nachts – nicht.
      • Schütze die Pflanzen und zerstöre sie nicht.
      • Beschädige keine Bäume und keine Sämlinge.
      • Nimm Rücksicht, wenn Du anderen begegnest.
      • Fahre und reite nur auf Wegen, passe Deine Geschwindigkeit an und schone die Waldwege.
      • Beschädige keine Erholungseinrichtungen, keine Sportanlagen und keine Langlaufloipen.
      • Halte Deinen Hund nahe bei Dir oder an der Leine.
      • Halte den Wald sauber und hinterlasse keinen Müll.
      • Beachte Hinweisschilder und Absperrungen. Beschädige sie nicht.
      • Halte Dich an die speziellen Betretungsregelungen in Schutzgebieten.
      • Achte auf Forstarbeiten und beachte Hinweise der Forstverwaltung.
      • Steige nicht auf Hochsitze.
      • Verhindere Waldbrände, mach kein Feuer und rauche nicht im Wald.
      • Schau nicht weg bei Fehlverhalten.
      :campfire: :reh:
    • @karlson stimmt mit den Gemsen, kam teilweise mit Hund (an der Leine) näher wie 10m an Gemsen. Damals standen die Gemsen bei uns unter Schutz, inzwischen werden sie leider bejagt

      @Naturboy64 ja, das unerlaubte Befahren von Wiesen ist bei uns ein großes Problem.
      Jäger fährt immer wieder trotz ausdrücklichen Verbot über die Wiese, wie auch der Jagdgenossenschaftsvorsitzdende. Letzterer sagte mir ins Gesicht, daß ich als Eigentümer es ihm nicht verbieten darf, sondern NUR der Landwirt, der unentgeltlich die Wiese mäht und verwertet.
      Gleichzeitig will er, daß ich im angrenzenden Wald (ein Genossenschaftswald) meinen Hund anleine, da es privat sei. Der Förster erlaubt es, daß ohne Leine gegangen wird.

      @Baumkind kommt wohl auch auf die Art des Radaus an.
    • @Eule nachdem ja der andere Thread geschlossen wurde hier meine Antwort.
      Nur weil Jemand eine Ausbildung hat, wie Jäger ist er nicht unbedingt Naturfreund.
      Will damit NIEMANDEN aus dem Forum schlecht reden oder verallgemeinern.
      Doch, ein bißchen schon. Ich glaube, daß ein Großteil der BDGler sich in der Natur aufführt, wie mancher Jäger (meine jetzt KEINE aus dem Forum).

      @the_nature wenn Du Dich da nicht täuscht. War erst letztes Jahr wieder in Afrika. Dabei war es in einem Land sauberer, wie hier in Deutschland. Dieses Land ist stark westlich geprägt. In einem anderen afrikanischen Land war es richtig dreckig - in dem Land wird teilweise gegen die westlichen Welt intern vorgegangen.
    • Da ist es, was ich in dem Ausgangsthread zu Regeln meinte:
      Tu dies nicht ,
      Mach jenes nicht
      Usw.
      Das ist erstens alles negativ belegt und zweitens zielt es immer auf den anderen, nicht auf mich selbst.
      Viel positiver ist es, wenn wir aufschreiben, was WIR machen wollen.
      Wir wollen Abfall vermeiden und ggfs sogar fremden Abfall entsorgen.
      Wir wollen uns ruhig im Wald verhalten.
      Usw.
      Man sollte wenigstens solange Optimist sein, bis die Amis von jeder Tiergattung ein Paar nach Cape Canaveral treiben.
    • Ich praktiziere das "Zurückgeben".

      Der Wald gibt mir etwas, wenn ich wildsammeln gehe und ich gebe immer etwas zurück.

      In diesem Zusammenhang sehe ich den Wald nicht als Besitz von jemandem, sondern als einen Ort der voll beseelter Wesen ist.

      Wenn ich dort Pflanzen sammle, gebe ich den Pflanzen immer etwas zurück.

      Ich verschaffe ihnen mehr Licht oder mehr Platz zum wachsen, sammle nur so viel, daß es den Bestand nicht schädigt und verbreite auch die Samen.

      Außerdem ist im Wald, an den Stellen, wo ich sammle, kein Müll mehr.

      Das funktioniert gut für mich.

      An den Stellen, wo ich hingehe, um zur Ruhe zu kommen, sammel ich nicht!

      Einen Sitzplatz verlasse ich immer unberührt und hinterlasse keine Spuren.

      Und wenn ich im Wald etwas "crafte", benutze ich nur, was da ist.

      Ich hab schon oft Kabelbinder oder Paracord, die in Äste eingewachsen waren, gefunden ..., wo wahrscheinlich zu wenig Zeit war für "Leave no Trace"...

      Das ist dann die andere Seite!

      Wenn man nichts zurückgibt, sondern nur nimmt.

      Ich fände es gut, wenn wir für unsere Kinder auf den Wald/die Natur/die Welt aufpassen würden, damit sie dann irgendwann für ihre Kinder darauf aufpassen können..., anstatt so zu tun als gehöre uns alles!

      Bis dann,
      JC
    • Es gibt hier viele gut Ansätze, es ist allerdings nicht so einfach wie wir uns das hier vorstellen. Die Agrar-, Forstwissenschaftler und Biologen werden sich sicher an die Sozialtheorie über die Tragik der Allmende erinnern. Hört man immer mal wieder im Grundstudium, die Anderen sollten sich diese Theorie auch mal anschauen. Diese Theorie beleuchtet viele Probleme der Nutzung eines Allgemeingutes. Auch wenn der Wald in D nur eingeschränkt als Allgemeingut zu sehen ist, kann die Theorie sehr gut verdeutlichen wo die Problematik liegt.

      MfG Bushdoc
    • Helle Lampen haben den Nachteil, dass sie starke Schatten werfen. Man sieht nur, was sich im Lichtkegel befindet, links und rechts ist alles schwarz. Darüber hinaus ist man von seinem eigenen Licht geblendet.
      Eine Funzel, am besten mit Rotlicht, hat den Vorteil, dass die eigene Sehfähigkeit im Dunkeln besser erhalten bleibt.

      Das Baumkind
      Das nächste Mal wird's noch besser.
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