Spiritus als Desinfektionsmittel?

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    • Spiritus als Desinfektionsmittel?

      Ich wollte letzte Woche ein verschrammten, verschmutztes Knie mit einem Alkoholpad aus meinem EHset
      säubern - da war das Pad ausgetrocknet :/
      Da hab ich überlegt: Spiritus hab ich eh immer dabei, und eigentlich ist Spiritus doch reiner Alkohol, nur mit einem Vergällungsmittel...
      Also meine Frage an die hier vorhandenen Fachleute:
      Kann ich damit auch eine Wunde reinigen/ desinfizieren?
      Falls ja, wäre das ja genial, multi-use!!
      Oder schadet das Vergällungsmittel dem Körper? ?(
      Ich bin gespannt!!
      LG schwyzi
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    • Ja, Du kannst Spiritus zur Wunddesinfektion benutzen. Ist zwar nicht das beste Mittel - zur Not geht's aber.

      Für die Wunddesinfektion ist Alkohol / Spiritus nicht so gut geeignet. Das hat zwei Gründe:
      • Er brennt wie Sau
      • Alkohol ist sehr aggressiv, denaturiert Proteine und kann somit die Wundheilung behindern
      Spiritus ist aber immer noch besser als gar nichts und besser als Ausbrennen allemal.


      lieben Gruß
      kahel
      >> geht nich - gibbet nich <<

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von kahel ()

    • @schwyzi

      Neben dem von @kahel erwähnten Nachteilen sind Alkohole zudem zytotoxisch, also zellschädigend.

      Ich würde eh ein separates Fläschchen, beispielsweise Octenisept, mitnehmen.

      Die Alkoholpads haben ihre Berechtigung lediglich vor Venenpunktionen imho sind sie im normalen EH-Set unnötig.
    • Ich habe auch stets Alkoholpads im Schlepptau. Eigentlich aber weniger als Desinfektionsmittel, statt vielmehr wenn etwas in/an den Händen klebt, was gereinigt werden muss und zur Not eben auch als Zunderersatz. Letzteres aber eher unwahrscheinlich, da ich ohnehin weniger mit Feuer am Hut habe. Im Alltag ist überwiegend der Rucksack mit dabei und dieser besitzt ein vollwertiges EH-Kit. Seit ein paar Aktionen diesen Sommer bin ich zukünftig vorbereitet. EH-Kurs ist übrigens gelaufen. Zwar vorerst nur die Führerschein-Edition, aber ich überlege ernsthaft, eine Ersthelferschulung mitzumachen. Ich finde Alkoholpads im Alltag sowie auch unterwegs ganz praktisch. Ist nichts anderes - wie eben z.B. Octenisept - zur Hand, dann werden auch diese Tücher genutzt.

      Ich bin im Labor vor ein paar Wochen mit vergälltem Alkohol unangenehm in Berührung gekommen. War ziemlich ungeil und förderte den Heilungsprozess m.E. in keinster Weise. Freiwillig würde ich Spiritus & Co. nicht einsetzen.

      Ich kann gerne mal schauen, ob ich noch wo kleine Pumpspender (müsste 15mL sein) rumfliegen habe. Lasse ich Dir Sparfuchs gerne zukommen. ;) Lassen sich bequem und unauffällig tragen und mit nahezu jeglichem Sch*** füllen. Ich habe z.B. Betaisodona und Balsamico drin. X/ :whistling:

      Edith: Grad' geguckt. 8 sind noch da. Kannst'e brauchen?
    • Ich hab immer Propolis dabei, das besteht ja aus 96-98% Alkohol :D . Desinfiziert und beschleunigt die Wundheilung, ich schwör drauf. Spiritus würde ich jetzt nicht unbedingt nehmen, dann lieber mit sauberem Wasser ausspülen. Ich hab mal von nem Umweltphysiker gehört, das Mineralwasser absolut Keim frei sei, auf Grund der Kohlensäure und auch unbegrenzt haltbar ist, warum nicht damit die Wunde auswaschen, hab ich auch immer en Fläschchen mit.

      MfG Bushdoc
    • 08/15 schrieb:

      Kannst'e brauchen?
      Looogisch! :thumbsup: ich schreib dir...

      Also ist wohl nix mit multi-use... schade. Naja, im allerschlimmsten Fall vielleicht...
      Aber es klingt erschreckend:

      kahel schrieb:

      Alkohol ist sehr aggressiv, denaturiert Proteine

      Schnake schrieb:

      zudem zytotoxisch, also zellschädigend.
      Aber doch wohl nur bei äußerlicher Anwendung, oder? =O :rolleyes:
      Danke für die Rückmeldungen!
      LG schwyzi
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    • Im Notfall ist mir egal, ob das auf Dauer schaden wuerde, ist ja nur mal eben. aber wenn ich mir das aussuchen kann, nehm ich lieber hochreinen Industriealk mit Vergaellung als einen Discounterspiritus mit Vergaellung. Auf Dauer ist Alkohol ja eh keine Loesung xD
      Balsamico und co klingt natuerlich besser, mediterrainian flair for the medkit.
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    • Alkohol brennt in der Wunde. Zugegeben, er desinfiziert. Jodtinktur ist ja auch nur Jod, gelöst in reinem Alkohol.
      Der rick ist dabei, es auf die Wundränder aufzubringen, nicht in die Wunde an sich.
      Blutet eine Wunde stark ist desinfizieren ohnehin nicht nötig, egal womit. Keimfrei abdecken.
      Eine matschige, flächige Wunde mit Alkohol in Verbindung zu bringen ist ein sehr schmerzhaftes Erlebnis. Ich persönlich würde das nur abdecken. So viel schafft das Immunsystem in der Regel. Zumindest wenn es nicht mehr ist als ein aufgeschürftes Knie oder vergleichbar. Das halten Kinder auch aus. Ohne Desinfektion.
      Ausspülen eher nicht, die Gerinnung wird dabei quasi ausgewaschen.
      Alkohol würde ich nur vorher verwenden, also z.B. vor einer Venenpunktion. Sonst lieber nichts.
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    • @Konradsky

      Das Dumme ist nur, dass Edding auf den Pumpspendern nicht lange hält bzw. sich abgreift. Farblich nehmen sich die beiden nicht viel. Der von Feinkost Albrecht reicht aber, um ihn sich auf eine Schnittwunde zu sprühen. Den Fehler begeht man aber auch nur ein Mal. Vorher dran zu riechen kann trotzdem nicht schaden.

      :whistling:
    • @OpsBase

      Spaßbremse! ;)

      Ich hab' mir auf der Arbeit extra Etiketten dafür gedruckt. Passt man beim Nachfüllen aber nicht etwas auf, nutzen auch die besten Etiketten nichts. Bei einer offenen Wunde (z.B. Kratzer) merkt man den Unterschied aber nicht so gravierend, als wenn man sich den mitgenommenen Salat mit eben Betaisodona verfeinert. Nachdem ich mir aber einige Male die Frage stellte, ob nun Essig oder Antiseptikum im Deckelfach liegt, ist der "richtige" Pumpspender nun im EH-Kit gelandet, um zukünftige Verwechslungen auszuschließen.

      Was wäre die Welt ohne gewisse Selbsterkenntnisse? ;)

      PS: Klebefolie (Rolle) funktioniert super. Tesa hingegen ist eher Driss. MMn.