En greenhorn reser till Sverige!

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    • En greenhorn reser till Sverige!



      Ein Greenhorn reist nach Schweden!

      Ich war noch nie in Schweden gewesen! Moment, das stimmt nicht ganz!
      In Stockholm und Uppsala war ich bereits mehrfach, aber das ist nicht Schweden! Jedenfalls nicht das Schweden, woran wir alle denken, wenn wir von Schweden sprechen!
      Weite, unberührte Natur, Wälder, unendlich viele Seen, Fische und Elche....bisher konnte ich meine Familie nicht davon überzeugen, in den Sommerferien mal in den Norden, statt in den Süden zu reisen. Deshalb blieb dieser Wunsch bislang immer nur ein Traum.

      Doch dann kam eine kleine @Doomi-Fee angeflattert, und säuselte mir etwas von „ Dein Wunsch wird Dir erfüllt!“ ins Ohr und so begann eigentlich die Reise bereits vor 3 Monate!





      Die Vorfreude war riesig und irgendwie stand alles unter einem guten Stern! Der mir zugewiesene Urlaub im März, für den ich eigentlich gar keine Verwendung hatte, fügte sich in die Reiseplanung, genauso wie der Erwerb von @Rockdog s Hanwag Fjäll Stiefeln, die mir einen guten Dienst erwiesen!
      So kam eines zum anderen und die Wochen vor Reisebeginn waren angefüllt mit der Reiseplanung innerhalb der Konvi und Vervollständigung der Ausrüstung. Im Laufe der Zeit hat sich bei mir ja auch ne ganze Menge Gear angesammelt, worauf ich zurückgreifen konnte, aber das Ein oder Andere mußte doch neu beschafft, oder ersetzt werden. Neue Trekkingstöcke bekam ich saugünstig über eine Ebay Auktion, Bryne Klamotten gab's gerade bei ASMC im Winter Sale, Tipple gab mir den Link zu Primaloft Hosen - der Preis war fast geschenkt und so hielten sich die Kosten im Rahmen. Manches konnte ich mir von anderen Foristen liebenswerter weise leihen und das schonte zusätzlich das Budget. Schneeschuhe, Schneeheringe und 'nen Sturmbivi bekam ich von Jackknife und Amadan überließ mir seine Campbooties!

      Geplant war, dass ich zu @Emil_Strauss mit der Bahn fahre, dort übernachte und wir dann gemeinsam Tipple aufpicken wollten. OK, aber wie krieg ich mein ganzes Gerödel dorthin? Es blieb mir nichts anderes übrig, als es mit der Post zu schicken. Eine Woche vorher schleppte ich das Riesenpaket zur Post und war froh, um einen Transportwagen, denn es war richtig schwer! Zu Schwer, wie der Postangestellte feststellte! Um genau 170 Gramm! Meine Paket wog 31,670 Kg! Die Post transportiert aber nur bis maximal 31,5 Kg. Also die schöne Verpackung nochmal aufmachen, einen Campboot raus genommen und das erforderliche Gewicht war erfüllt. Zwei Tage später wurde es bereits bei Emil, vom fluchenden Zusteller, ausgeliefert!





      Dann wurde es endlich Freitag und ich fuhr meinem Paket hinterher.
      Emil holte mich vom Bahnhof ab und nach einem Tässchen Kaffee beluden wir seinen Volvo. Er bot genug Platz, obwohl auch Emil eine Menge Ausrüstung dabei hatte. Dank flexibler Dachbox brachten wir alles unter und hatten noch genug Platz für @Tipple, plus Gerödel, den wir am nächsten Morgen in Göttingen einsammelten.

      Wir waren früh aufgestanden, da wir fast 400 km Strecke vor uns hatten und pünktlich an der Fähre in Kiel ankommen wollten. Wir fuhren nicht direkt, sondern machten noch einen kleinen Schlenker bei @Hagbard vorbei, um eine weitere Pulka und ein Paar Schneeschuhe abzuholen. Dort trafen wir auch auf Doom und @Defi und unser Quintett war komplett!

      Auf! Auf!....nach Kiel!
      Die Riesenfähre nach Oslo stand schon bereit und zügig begann das Bording. Die Fähre war nicht ausgebucht und wir bekamen sogar ein Kabinen-Upgrade und konnten uns über eine schöne Aussicht freuen!





      Pünktlich legte die Fähre ab und in bester Stimmung machten wir uns mit den Einrichtungen vertraut und den Duty free Shop unsicher! Mit einer, hier nicht näher beschriebenen Anzahl Dosen, der Marke Indian Pale Ale zogen wir uns zu weiteren Beratungsgesprächen in unsere Kajüte. zurück.






      Die Degustation erfüllte noch den zusätzlichen Zweck, des gegenseitigen Kennenlernens, denn eigentlich kannte ich nur Tipple etwas besser, Doom nur flüchtig, Emil hatte ich bisher einmal getroffen und Defi noch gar nicht!






      Wir merkten jedoch schnell, dass die Zusammensetzung der Crew von einem außerordentlich glücklichem Händchen getroffen worden war, denn innerhalb kürzester Zeit stand allen ein breites Grinsen im Gesicht und die Stimmung war großartig!Wir schlenderten zwischenzeitlich über Deck, inspizierten die Bordbar, genossen den Sonnenuntergang, holten Pizza nach und der Gesprächsstoff war unerschöpflich, sodass wir erst nach Mitternacht das Licht löschten.




      Frühstück ging schnell und um 13:00 Uhr fuhren wir in Oslo von Bord! Oslo ist am Ende eines Fjords gelegen und die Einfahrt ist schon etwas Besonderes! Bei Sonnenschein bestimmt noch spektakulärer, aber auch so war es beeindruckend!






      Wir verließen Oslo recht schnell und fuhren nun fast 4 Stunden durch Norwegen zur schwedischen Grenze. Unser Ziel war das Städtchen Idre, im südlichen Zentralschweden, in der Provinz Dalarna.
      Bereits auf der Fahrt bekamen wir einen Vorgeschmack darauf, was uns an Winterwetter erwarten würde!
      Im Vorfeld wußten wir bereits durch Gespräche und Infos von der „4 Männer,4 Pulka“ Crew, die eine Woche zuvor, ganz in der Nähe ihr Camp aufgeschlagen hatten, von gewaltigen Neu- und Pulverschneemassen!







      Ich war mächtig beeindruckt! Ich hab ja schon echt viel gesehen, von der Welt, aber an solche Schneemassen kann ich mich nicht erinnern.!
      Ein kurzer Stop zum Fotoshooting an der Schwedischen Grenze und ca. eine halbe Stunde später fuhren wir auf den Zeltplatz in Idre ein.








      Wir waren die Einzigen! …..nur ein paar Caravans der Dauercamper waren hinter hohen Schneebergen verborgen. Uns blieben knapp 2 Stunden Tageslicht und wir begannen unsere 2 Lavvus aufzubauen. Gar nicht so einfach im Pulverschnee!







      Zuerst huben wir Schnee aus und wollten dann den Untergrund festtreten. Ging aber nicht! Der pulvrige Schnee ließ sich nicht komprimieren und wollte nicht festbacken. Immer wieder sackte man locker Knietief ein und nur mit richtig viel Aufwand ließen sich die Schneeheringe verbuddeln. Zum Glück hatten wir ausreichen davon dabei! Nachdem die Zelte standen, hieß es die Zeltöfen aufzubauen. Theoretisch kein Ding,, aber auch hier zeigte sich der Untergrund von seiner tückischen Seite und so stellten wir den Ofen auf eine Unterlage, welche halbwegs Stabilität herstellte und hofften, dass über Nacht der ganze Zeltinnenbereich verharrschte.
      Als es dunkelte standen die beiden Lavvus und wir entschieden kurzfristig, dass Tipple sein Tunnelzelt nicht mehr aufbauen bräuchte und bei uns im Zelt schlafen könnte.




      Doch zuvor oblag es mir, meinen Poschehonka Ofen, feierlich zu entzünden! Es klappte wunderbar und nach kurzer Zeit konnten wir auf ihm unsere erste warme Mahlzeit zubereiten. Es gab Maultaschen in einer sehr gehaltvollen Brühe und das schmeckte zu dieser Stunde einfach fabelhaft!

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    • Die Nacht war richtig frostig! Minus 17.5° C stand auf Tipples Thermometer und ich war froh, dass mein Schlafsack Set-up funktionierte!
      Da ich keinen echten Winterschlafsack besitze, pimpte ich meinen 800er Exped Waterblock mit einen Sommerdaunen Schlafsack , dem MH Phantom. Da genug Platz zum loften vorhanden war funktionierte das System und hielt mich während der gesamten Reise warm!







      Der Schnee war tatsächlich über Nacht fest geworden und weder Ofen noch Zelt hatten sich gesetzt!
      Wir frühstückten gemeinsam und besprachen unsere erste Tour.






      Sie sollte uns zum Wasserfall Njupeskär führen. Von Fotos her kannte ich bereits den eindrucksvollen, 90 Meter hohen Wasserfall, der im Winter komplett gefriert und bizarre Eisformen bildet. Nach ca. 30 minütiger Fahrt kamen wir dort an, schulterten die Rucksäcke und zogen unsere Schneeschuhe an und marschierten los.










      Durch eine traumhafte Winterlandschaft ging es es einen bewaldeten Hang hinauf, bis wir an einer Schutzhütte ankamen. Dort legten wir die Rucksäcke ab und mußten in einen kleinen Canyon absteigen, um zum Wasserfall zu gelangen. Die Treppe hierzu war verschneit und vereist und das hinabsteigen wurde zur echten Belustigung für die Beobachter!












      Der Wasserfall ist sehr beeindruckend, obwohl wir nicht mal bis in nächste Nahe gelangten, da vor Lawinen gewarnt wurde und wir diese Warnungen auch Ernst nahmen!














      Nach einem genauso lustigen Aufstieg zurück zur Hütte, ging es abermals hinauf, denn unser Plan war es, auf der Hochebene entlang zu wandern, den Wasserfall zu kreuzen und zum Parkplatz zurückzukehren. Es war ganz schön anstrengend, aber ein prima Training, um sich mit den Schneeverhältnissen und -schuhen vertraut zu machen.
















      Erschöpft kamen wir nach gut 5-6 Stunden zum Ausgangspunkt zurück und ließen kurzerhand die abendliche Essensplanung ausfallen und ließen uns stattdessen eine knusprige Pizza in Idre schmecken. Abends saßen wir in Doom's Lavvu und beheizten seinen G-stove ordentlich, tranken ein Schlückchen Jura, und besprachen u.a. den nächsten Ausflug.

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    • Als ich morgens wach wurde, war mein Schlafsack von außen ganz schön feucht und ich fragte mich, ob ich den auf einer 3 tägigen Fjäll Pulka Tour, immer wieder trocken kriegen würde!?
      Hier auf dem Zeltplatz hatten wir den Luxus, die warmen, sanitären Anlagen nutzen zu können und konnten so jederzeit unsere Klamotten trocknen. Kein Vergleich mit den Bedingungen einer „echten“ Trekkingtour, ohne diese Annehmlichkeiten!

      Auch Emil hatte an diesem Morgen seine Zweifel, ob er mit auf die Fjälltour gehen sollte! Eigentlich hatte er bereits des Nachts die Entscheidung getroffen, im Lager zu bleiben und sich auszukurieren. Er fühlte sich gesundheitlich angeschlagen und hatte ein massives Schlafdefizit angehäuft, sodass er auf eine strapaziöse Pulkawanderung lieber verzichten wollte.

      Also machten wir uns zu viert auf den Weg! Gemeinsam mit Emil fuhren wir zum Grövelsjön, einen gebogenen, langgezogenen, zugefrorenen See von ca. 7 km Länge, nordwestlich von Idre.






      Emil verabschiedete uns am Steg des zugefrorenen Sees und wir machten uns auf den Weg.




      Entlang einer ausgewiesenen Snow Scooter Strecke liefen wir über den See. Es war mäßig windig und ziemlich diesig. Wir waren zu viert und wechselten uns mit dem Pulka ziehen ab, sodass jeder mal frei laufen konnte.














      Geplant war eine 3 tägige Wanderung mit Längsüberquerung des Grövelsjön, anschließend wollten wir weiter, zum Rönsjön, einem weiteren See und dort Lager machen. Der See grenzt an einen Berg, dem Grothongna, den wir am 2. Tag umrunden wollten, um am dritten Tag über eine höher gelegene Ebene zurückzukehren.
      Aber es kam alles ganz anders! Dadurch, das wir viel zu spät starteten, schafften wir vor Einbruch der Dunkelheit gerade die Überquerung des Gröveljöns. Wir hatte noch eine Stunde Tageslicht und suchten uns eine schöne, windgeschützte Stelle für unser Lavvu.
      Wir hatte für diesen Zweck ein drittes Lavvu, dabei! Emil hatte das Helsport Varanger zu diesem Zweck mitgebracht und uns zur Verfügung gestellt, auch wenn er jetzt gar nicht mit dabei war. Außerdem hatten wir Tipples Tunnelzelt dabei.




      Mit unseren Schneeschuhen fingen wir an den Schnee zu komprimieren und wir waren happy, wie gut das funktionierte, bis Tipple seine Schneeschuhe auszog und sofort, fast hüfttief im Schnee versank! Schöne Scheixxe! Wir überlegten, was wir machen sollten, zogen 2-3 Szenarien in Betracht und entschlossen uns dann zu bleiben und das Beste aus der Situation zu machen.
      Wir brauchten fast 4 Stunden, bis das Zelt und der Ofen standen! 4 Stunden! Immer wieder sanken wir knietief in dem Pulverschnee ein, die Zeltstange mußten wir in einer Pulka fixieren, da sie sonst überhaupt nicht aufzustellen gewesen wäre! Alle Abspannpunkte ließen sich nur mit Schneeheringen befestigen und Steffen und Tipple schaufelten wie Baggerfahrer tiefe Löcher um die Heringe zu versenken. Und wieder das leidliche Ofenthema! Die große Sorge war, ein Absinken des Ofens, während er brannte und die dadurch bedingte Verletzungsgefahr, plus eventueller Beschädigung des Zeltstoffes durch ein heißes Ofenrohr!
      Wir taten unser Bestes bis das Zelt stand und scharrten uns dann um die Pulka und den Ofen. Ganz schön groggy schmolzen wir Schnee machten uns dann über unsere Trekkingmeals her, die selten besser schmeckten, als nach diesem anstrengenden Tag!





      Wir bauten auch Tipples Zelt nicht mehr auf, sondern teilten zu viert das Lager! Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie eng es dort war! Tipple hat ein paar eindrucksvolle Fotos geschossen, die er garantiert noch posten wir! Es war nicht ein Fleckchen Schnee mehr im Zelt zu erkennen so vollgestopft war es mit Isomatten, Schlafsäcke, Ofen, Gear und Klamotten. Obwohl es so eng war, habe ich wunderbar und erholsam geschlafen! Kaum zu glauben!
      Bereits beim Abendessen waren wir uns alle einig gewesen, dass wir den Plan ändern und bereits am nächsten Tag umkehren würden!
      Zum Einen hatte es bei den Schneeverhältnissen keinen Sinn mit den Pulken weiterzuziehen und zum Anderen, fanden wir es schade, dass Emil allein im Lager weilte! Schließlich waren wir losgefahren, um gemeinsam etwas zu erleben! Also riefen wir Emil noch in der Nacht an, um ihm mitzuteilen, dass er uns bereits am nächsten Tag abholen sollte.
      Gesagt-Getan! Das Lavvu war sehr zügig abgebaut und wir liefen abermals die 7 km über den See.
































      Emil wartete bereits und anstatt allein, saß er wenig später mit uns allen wieder in Dooms Tipitent!
      Jeder bereitete sich sein Abendessen zu, wir aßen zusammen, quatschten und blödelten und erfreuten uns an der Richtigkeit unserer Entscheidung!Und es wurde ein richtig gemütlicher Abend!

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    • Durch unsere vorzeitige Rückkehr hatte wir einen gemeinsamen Tag gewonnen und wir wollten natürlich etwas unternehmen!
      Bereits am Vorabend hatte Tipple uns mit der Idee gelöchert auf einen Berg zu steigen! Er wollte unbedingt auf den Städjan, einen Berg, nur 15 Minuten Autofahrt entfernt.
      Am Abend fand die Idee noch wenig Anklang, doch nach dem Frühstück entschieden wir alle die Besteigung in Angriff zunehmen. Jeder soweit er wolle - kein Muss - kein Zwang!






      Also fuhren wir los, die Wolken verzogen sich sogar teilweise und ließen uns abermals durch eine wunderschöne Schneelandschaft fahren.







      Nach kurzer Fahrzeit kamen wir auf dem Parkplatz am Fuße des Städjans an. Schneeschuh geschnürt und los! Es ging relativ schnell bergan, sodass die steile Steigung uns relativ schnell ins Schwitzen brachte.









      Oberhalb der Baumgrenze blies ein kräftiger Wind, der einen gleich wieder zum Frösteln brachte.




      Der Gipfel war kaum zu erkennen, mehr zu erahnen denn er lag in einer windigen Zone und wurde von Schneewolken eingehüllt! Bereits nach durchbrechen der Baumgrenze wurde mir persönlich klar, dass ich auf eine Gipfelbesteigung verzichten würde. Ich hätte schon bei schönem Wetter meine Schwierigkeiten gehabt, aber bei diesem Schneegestöber hatte mich meine Höhenangst garantiert gelähmt und überwältigt! Auch Steffen und Tipple entschieden sich diesmal nicht weiterzugehen, so waren es nur Doom und Emil Strauss, die den Aufstieg wagten!
      Respekt! Von ihren Erfahrungen werden sie sicher selbst berichten.










      Wir stiegen derweil wieder ab, genossen die Aussicht und fuhren bereits vor, zum Zeltplatz.












      Wir nutzten die Zeit um Vorbereitungen für's Abendessen zu treffen.



      Wir kochten uns Pasta con Pesto & Pomodoro secchi e Parmesano!
      Anschließend holten wir Emils tragbaren Backofen und stellten ihn auf den G-stove. Ich hatte mir im Vorfeld überlegt gehabt, einmal „ol'greenhorns legendary Bratäpfel/Vanillesauce“ zu backen, dazu war Emils Ofen perfekt geeignet! Derweil degustierten wir Harzer Singlemalt aus Edelstahl Tumblern und lauschten den Berichten der beiden Gipfelstürmer!
      Ein Hoch auf die Geselligkeit!





      Und dann war es schon Freitag Morgen!
      Die Zeit war so schnell vergangen! Wir brachen also in aller Ruhe die Zelte ab, buddelten die Schneeheringe wieder aus und sortierten unsere Ausrüstung.
      Die Sonne lachte und es war ein gemütlicher Tag, getragen von dem Wissen um die nahenden Heimfahrt. Um nicht unter Zeitdruck zu geraten, hatten wir uns entschlossen, alles am Freitag zu verpacken und uns für die letzte Nacht ein Schlafplätzchen zu suchen.







      Steffen und Tipple kamen auf die Idee sich Schneehöhlen zu graben und sich experimentell in die Tiefkühltruhe zu legen. Wir drei anderen nutzen eine überdachte, hölzerne, kleine Schutzhütte als Schlafplatz..
      Idealerweise stand sie direkt vor einem Feuerplatz, sodass wir unseren letzten Abend mit einem schönen Lagerfeuer abschlossen! Da ich noch heiße Schokolade/Rum/Sprühsahne dabei hatte, überraschte ich meine Reisepartner mit heißem Lumumba, welcher uns schön von innen wärmte!
      Es hatte nämlich wieder ganz schön angezogen und das Thermometer sank wieder auf unter -17°C!





      Gegen 23:000 Uhr machten wir die Äuglein zu und bereits 6 Stunden später klingelte der Wecker.
      Katzenwäsche und die Reste schnell verpackt, machten wir uns auf die 4 stündige Rückfahrt nach Oslo. Wir planten noch einen Kurzbesuch in einem XXL Markt ein, wo alle auch noch fündig wurden und enterten pünktlich um 14:00 Uhr die Fähre nach Kiel.







      Diesmal bekamen wir kein Upgrade und hatten nur eine Innenkabine, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Ähnlich gut gelaunt, wie bei der Herfahrt machten wir das Schiff unsicher und unterhielten uns lebhaft über unsere Reise.

      Kiel empfing uns mit ca. 12° C plus und wir empfanden es wie einen Hitzeschlag!

      Fast hätten wir verschlafen, da sich in unserer Innenkabine ein Zeitvakuum gebildet hatte und wir auf einer Pale Ale Zeitschleife dahin schlingerten. Heftiges Klopfen weckte uns doch noch rechtzeitig und Dank Emils generöser Koffeineinspritzung erreichten wir das Autodeck noch rechtzeitig, ohne einen Stau auszulösen!





      Auf einer nahen Tankstelle füllten wie die Tanks und nahmen Abschied....

      Acht Tage unvergessliches Schweden!

      Jungs! Danke, dass ich mitdurfte!



      Mehr Impressionen hier bushcraft-germany.com/index.ph…i/&postID=78199#post78199

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    • Hej @ol'greenhorn, vielen Dank für diesen sehr schönen Bildbericht! :thumbsup:

      Eine Frage zu den Schneeschuhen, man sieht es ja in Simons Video und Doomi sagte sowas auch: Die haben immer sehr viel Schnee mit hochgeworfen. Und flappern auch so unergonomisch, eigentlich sollen die Hacken ja kaum hochkommen. Hast Du sie noch da oder sind sie schon wieder zurück bei Jacky? Wenn Du sie noch hast, könntest Du einmal eine Nahaufnahme machen? Denn auf den Fotos sieht es so aus, als handle es sich um die MSR Lightning Ascent, wirklich gute Schneeschuhe - ich weiß aber aus Erfahrung, dass da so Transportsicherungen verbaut sind, die für genau dieses Bild sorgen können. Schau Dir die Geräte einfach mal genau an. Nicht, dass die MSR hier unnötig schlecht abschneiden... Ich bleibe aber natürlich trotzdem bei meinen Tubbs! :D Freut mich übrigens, dass sich die Seilfederung an der Paris auch bei Euch bewährt hat, denn das Thema wird ja kontrovers diskutiert und ich bin da halt ein Riesen-Fan von.

      :danke: :dolldrueck:
    • Ah, okay. Sah hier nämlich bei Minute 4:16 etwas komisch aus:



      Dann waren es dort nicht die MSR, die er oben auf den Fotos hat, alles klar. Dann würde mich erst recht interessieren, woran es lag und welche es waren. Sicherlich auch für andere Schneetourengeher interessant.

      P.S.: Die original Grünkernbratäpfel aus dem Dutch Oven mit authentischer Vanillesoße und Rosinen-Nuss-Füllung kenne ich auch noch! :thumbsup: Das hat mich glatt gerade zu einem neuen Smiley inspiriert: :koch:
    • Es sieht so aus als würde der Fulufjället Nationalpark, die Zeterklippen als der neue Lieblingsort der deutschen Bushcraftszene ablösen :D

      Was ich mich bei dem Lavvu und dem Ofen auf der Schneedecke frage, ist, wird der Schneeboden nicht matschig und schmilzt innerhalb des Lavvus? Das wird doch sicher zumindest stramm warm mit dem Zeltofen da oder?
      Niemand
    • Klasse Bilder die jeder von Euch mitgebracht hat und aus der Fülle erhalten wir daheim gebliebenen auch einen super Eindruck über das Campleben, die Landschaft, An- und Abreise, etc.

      ATV schrieb:

      Dann müssen wenn wir ja demnächst Mal die Truppen zusammen werfen und gemeinsam was starten
      Ich hab mich auch schon gefragt ob das lediglich Zufall ist dass 2 Gruppen das gleiche Ziel hatten, noch dazu fast zur gleichen Zeit oder ob das urlaubstechnisch, etc. nicht anders zu arrangieren war um da event. ein größeres Team zu bilden und gemeinsam loszudüsen?


      Emil_Strauss schrieb:

      Natürlich muss man einen Blick auf den Ofen haben, dass der nicht einsinkt
      Man kann auch ein paar längere Stämmchen unter die Ofenfüße legen, dann verteilt sich das Gewicht auf eine große Fläche und da sinkt dann auch weniger ab ;)
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      Wer stahd kraid khimd ah waid!
    • @bugikraxn

      Beide Touren wurden gleichzeitig geplant, ohne voneinander zu wissen. Dann standen natürlich schon die Zeiträume fest, Fähren waren gebucht und Urlaub fest eingetragen.

      Wir haben auch 2 armdicke ca. 1.5 Meter lange Äste quer unter unseren Ofen gelegt, damit er nicht einsinkt. Für die Lavvustange haben wir einen 1.5m langen 25er Baumstamm hochkant im Pulverschnee eingegraben, sodass er Bodenkontakt hatte. Da ist auch nichts abgesunken.
      Der Horizont ist nicht das Ende !