Was haltet ihr von Hestra 3 Finger Winterhandschuhen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Was haltet ihr von Hestra 3 Finger Winterhandschuhen?

      Hallo,

      was haltet ihr von diesen speziellen 3 Finger Handschuhen?
      Ich könnte mir gut vorstellen das diese eine gute Lösung zwischen Finger-und Fausthandschuhen sind?
      Greiffreundlicher als ein reiner Fausthandschuh, und vermutlich deutlich wärmer als ein Fingerhandschuh?
      Zum Winterwandern mit Wanderstöcken.
      Auch grobe Greiffarbeiten kann ich mir damit gut vorstellen wie Brennholz in den Hobo nachwerfen...
      Überlege mir diese zu kaufen für eine mehrtägige Winterwanderung mit Waldübernachtungen.

      Ein paar Eckdaten:
      Herausnehmbarer Innenhandschuh
      Außenseite Wind und Wasserdicht
      Innenseite weiches Ziegenleder
      Lange Stulpen
      Elastische Bänder damit die Handschuhe beim Ausziehen nicht verloren gehen

      Gut Pfad, Micha

      peak-muenster.de/Equipment/Han…li-Ski-3-Finger-Navy.html

      Für mich ein echter Held:
      Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell
      Kurz Bi-Pi genannt.
      Der Gründer der Weltpfadfinder Bewegung
      scout-o-wiki.de/index.php?title=Datei:Baden-powell1.jpg
    • Was bedeutet bei dir Winter?

      Generell: Hestra ist gut und n rausnehmbarer Liner ist prinzipiell auch gut. Dieser Fingermix funktioniert tatsächlich, aber ich persönlich nehm lieber ein Handschuh-System aus mehreren Lagen. Der Hestra ist nix halbes und nix ganzes. Im Wald hast du ja selten relevanten Windchill, von daher sind die Dinger vermutlich schon wärmetechnisch Overkill. Hierzulande ist ja eher Nässe ein Problem und dafür taugen die Dinger wieder nur bedingt...
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov
    • Ich hab die 2 anderen Varianten des Army Leather Heli Ski, nämlich sowohl die Fingerhandschuhe als auch die Fäustlinge. Hestra macht ausgezeichnete und vor allem ergonomische Handschuhe, wenn auch etwas teuer ... Die Namensgebung ist vielleicht irreführend denn diese bezieht sich rein auf das Material, es wird Ziegenleder in sog. 'Army Grade' verwendet. Das ist weich und die Strapazierfähig ist ausreichend. Ich hab mal aus Versehen ein sehr heißes Ofenrohr angegriffen und das zu spät bemerkt. Das Leder verfärbte sich zwar, der Handschuh nahm aber keinen weiteren Schaden. Das Material an diesen Stellen wurde weder brüchig oder rissig noch hart. Es ist also durchaus belastbar, ohne dass dabei die Feinmotorik leidet. Das Leder braucht aber entsprechende Pfelge um auch wasserabweisend zu bleiben und es trocknet eher langsam. Handrücken und Stulpe sind aus Nylongewebe und mit einer atmungsaktiven Beschichtung ausgerüstet. Es soll da noch ein Premiummodell geben wo GoreTex verbaut wurde, dass ist aber nirgends verfügbar. Die Stulpen sind sehr lang und lassen sich sauber schließen, da kommt kein Schnee rein und auch wenig Wärme raus und selbst dicke Ärmelbündchen von fetten Winterjacken passen drunter. Das Verstellband m. Kletter am Handgelenk ist auf der Innenseite und zuerst hab ich mir gedacht die haben das 'falsch' herum angenäht. Es ist aber nicht im Weg und lässt sich so super bedienen, einfacher gehts kaum. Das Wärmefutter (Liner) ist lediglich eingeklettet, ist aber bombig fixiert und hält problemlos. Dadurch kann es zwecks rascherem trocknen raus genommen werden. Dieses Wärmeinsert ist aber insgesamt etwas dünn ausgefallen. Wenn man sich moderat bewegt wie z.B. bei Skiabfahrten ist das ja soweit ok und man hats wohlig warm und gut temperiert. Wenn man aber körperlich nicht aktiv ist wie z.B. ein Jäger beim Ansitz etc., wirds wohl ab dem 2-stelligen Minusbereich schon bald ziemlich 'frisch' werden an den Fingerspitzen. Von der Haptik ist es super weich auf der Haut, da gibts nix zu beanstanden und punkto Langlebigkeit kann ich nicht viel sagen, da ich meine Hestra erst seit 2 Wintersaisonen hab - das Futter an meinen OR Firebrand Mittens machte aber durchaus einen robusteren Eindruck. Praktisch ist das Gummiband als Verlustsicherung und die Öse zum einhängen eines Karabiners, so kann man die Handschuhe auch rasch an einem Gürtel oder Rucki fixieren, wie auf dem Bild unterhalb zu sehen:



      Ich kann mir durchaus vorstellen dass das Konzept mit separatem Zeigefinger klasse funktioniert, soviel Vertrauen hätte ich in den Hersteller allemal.
      --------------------------------------------
      Immer am Mann: Mein Victoryonx - if you're not always pampered, you're never pampered!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bugikraxn ()

    • Die Firebrand Mitts von Outdoor Research fallen verglichen mit dem Fäustlingsmodell des Army Leather Heli Skiing etwas schwerer, dicker und damit auch eine Spur wärmer aus. Insgesamt spielen die Firebrand Mitts aber in einer anderen Liga und der direkte Vergleich hinkt etwas. Die herausnehmbaren Innenfäustlinge bei den OR Firebrands können z.B. separat verwendet werden, dafür sind die Liner beim Hestra einfach nicht gemacht. Das Leder an den Überhandschuhen macht einen robusteren Eindruck und ist zudem beschichtet bei den Firebrands, es kann Nässe etwas besser ab als das Ledermaterial bei den Hestra. Insgesamt sind die Firebrands die schwerere 'Worker' Ausführung und deshalb fallen die nicht nur gewichtsmäßig solider aus, sondern man merkt das durchaus auch in Design, Materialauswahl und Verarbeitung ...
      --------------------------------------------
      Immer am Mann: Mein Victoryonx - if you're not always pampered, you're never pampered!
    • @Basti G.

      Dankeschön für deine Antwort.
      Auf jeden Fall ein interessantes Konzept.
      Ich habe da etwas Bedenken wegen dem Reißverschluss.
      Da muss ich doch jedesmal einen Handschuh komplett ausziehen zum Öffnen oder Schließen des Reißverschluss?

      Gut Pfad, Micha
      Für mich ein echter Held:
      Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell
      Kurz Bi-Pi genannt.
      Der Gründer der Weltpfadfinder Bewegung
      scout-o-wiki.de/index.php?title=Datei:Baden-powell1.jpg
    • Ich persönlich finde den abgetrennten Zeigefinger nicht ideal. Einzelne Finger werden immer schneller kalt. Und ich denke, dass es kein gutes Argument ist, dass die anderen 3 Finger dafür wärmer sind.
      Vor allem beim Sauennachtansitz bei minus 25° im Hochschwarzwald war ich ganz froh, dass meine Mittens mit Ausnahme des Daumens mindestens jeweils 2 Finger zusammen haben.
      Dabei sind sie auch nicht übermäßig gefüttert (das sind Seal-Skinz Handle-Bar), nachdem ich gute Erfahrungen beim Motorradfahren im Winter mit vergleichbaren Dreifingerfäustlingen hatte ( louis.de/artikel/probiker-cool…d67b02d6483995866d0074b4a ) . Zusammen mit beheizten Griffen ging es auch mal, 300 Kilometer bis zum LM-Wintertreffen zu fahren, ohne abgestorbene Fingerspitzen.
      Wenn es noch kälter wird dürften Fäustlinge oder Daune das Richtige sein.
      Wie gesagt. Für 8 Stunden null Bewegung waren die SealSkinz für mich völlig ausreichend. Und ich denke, dass das in hiesigen Gefilden auch ausreichend ist.
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • Für mich der absoute Härtetest was Handschuhe betrifft ist Gleitschirmfliegen im Winter, mehrer Stunden lang bei weit unter - 20°C. Man bewegt sich kaum. Die Finger sind dadurch dass man die Arme dauerhaft nach oben hält schlecht durchblutet und man ist ständig in alle Richtungen einem Fahrtwind von ca. 45 km/h ausgesetzt.

      Früher habe ich elektrische Heizhandschuhe verwendet. Die oben genannten Heat 3 in Verbindung mit den Heizkissen, funktionieren genauso gut. Alles lässt sich einwandfrei bedienen ohne die Handschuhe auszuziehen. Wenn man im Flug an seinem Höhenmesser etwas einstellen muss, beim Start die Leinen sortieren muss usw. ist es Gold wert dass man die Fäustlinge abklappen kann.

      Ich finde der Shell zusammen mit dem Durable-Liner klingt als "Bushcrafthandschuh" sogar noch besser als der Heat 3. Dazu kann ich aber leider keine eigenen Erfahrungen beisteuern.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Basti G. ()

    • Hallo Leute,

      ich Danke euch für die tollen Beiträge
      Bin nun zwar etwas hin und her gerissen und werde nochmal in mich gehen.
      Werde mich demnächst entscheiden, und hoffe dass bei meiner geplanten Wintertour auch bei uns Schnee liegt.

      Gut Pfad, Micha
      Für mich ein echter Held:
      Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell
      Kurz Bi-Pi genannt.
      Der Gründer der Weltpfadfinder Bewegung
      scout-o-wiki.de/index.php?title=Datei:Baden-powell1.jpg
    • Hallo @Joe
      Die von dir genannten 3-Fingerdinger :D fand ich nicht so hilfreich beim Moppedfahren. Meiner Meinung nach zu wenig Gefühl für Kupplung und Bremse.
      Ich nutze meine "normalen" Moppedhandschuhe auch im Winter und mache die Handschützer dran für die Wintertreffensaison. Trockene Handschuhe , kein Windchill, alles gut!

      Sorry für nen bischen OT,aber ich freu mich schon wie Bolle auf die Wintersaison, wenn die Warmduscher einem nicht mehr im Weg rumfahren! :cursing:
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!