Waldmeister: Was macht ihr damit?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ursprünglich wollten wir damit mal Waldmeisterbowle machen, was bisher aber noch nicht stattgefunden hat.

      Als ehemaliger Migräne-Patient wäre es vielleicht auch diesbezüglich interessant gewesen, aber je nach Dosierung können Kopfschmerzen verstärkt oder überhaupt erst ausgelöst werden - siehe: übermäßiger Verzehr/Überdosierung.

      Es wächst in einer sonnigen Ecke schön in unserem Beet vor sich hin. Allerdings wurde uns gesagt, dass sich Waldmeister rasch ausbreitet. Konnten wir in den letzten beiden Jahren zwar nicht feststellen, aber der Vorgarten, aus welchem wir unseren bekamen, sah schon übel aus.

      Im Bier schmeckt Waldmeister (manchen) aber gar nicht mal so schlecht. ;)
    • Trocknen und zu Bündeln binden als Duftsträußchen. Sirup hab ich Mal probiert, schmeckte aber nicht. Getrocknet kann man ihn das ganze Jahr verwenden und er schmeckt intensiver außerdem wird das Cumarin aufgespalten. Wichtig beim frischen Waldmeister immer vor dem verarbeiten anwelken lassen sonst entfaltet sich das Aroma nicht. Und vor der Blüte ernten wegen dem Cumarin.

      Alles Liebe
      “If you don't know what to play, play nothing.”
      Miles Davis
    • Wir verwenden Waldmeister hauptsächlich für Likör, oder als Sirup. Als Gelee find ich es pers. nicht so doll.
      Waldmeister lässt sich auch, wie Holunderblüten, für eine Art "Sekt" verwenden.

      Wegen der schmerzlindernden Wirkung:
      Um diese zu bekommen sollteten nur kleine Mengen des Krauts verwendet werden!
      Grössere Mengen können A) wie bereits genannt, das Gegenteil bewirken (starke Kopfschmerzen und/oder Taubheitsgefühl
      B) Zuviel Cumarin ist schlecht für die Leber
      C) bei medizinischer Verwendung ist mit der Dosierung achtzugeben. Waldmeister kann auch psychoaktiv wirken!!

      Allgemeines:
      Man kann den frisch geernteten Waldmeister auch für ca 1-2 Stunden "einfrieren", dann setzt das Cumarin schneller frei. Oder: Direkt nach dem ernten (unter 1/2 Stunde) sofort schnellfrosten um ihn aufzuheben und nach Bedarf dann zu verwenden.

      Man kann die Pflanze auch nach der Blüte verwenden, allerdings ist dann der Cumaringehalt wesentlich höher, deshalb vorsichtig damit hantieren.
      Unser Likör hatte eine leicht euphorisierende, "milde machende" Wirkung; wirkte entspannend und krampflösend (Dosis: 1-2 kleine Stamperl).
      Als Mischung mit Damiana (als Tee oder auch Likör) wirkt er aphrodisierend.

      Bei Überdosiereng (also Kopfschmerzen usw) viel Wasser trinken oder Pfefferminz bzw Kamillentee.

      Waldmeisterkann bei Einschlafstörungen helfen, oder für Menschen mit chronischen Stresssymptomen.
    • MeisterGrimbart schrieb:

      Venator schrieb:

      Wir verwenden Waldmeister hauptsächlich für Likör
      Klingt nicht schlecht. Magst Du das Rezept teilen? :)

      Klar, kein Problem:

      Eine handvoll Waldmeister (kleines "Sträußchen") kurz vor der Blüte ernten (am ehesten Schneiden), kurz mit klarem Wasser abspülen & mit einem Strick/Faden verkehrt herum aufhängen und anwelken lassen (je nach Luftfeuchte: 2-4 Stunden ca... individuell probieren).
      Der Wald meister ist verwendbar, wenn das typische Aroma zu riechen ist, und das Kraut leicht gelblich wird.

      Das Sträussle in ein weites Glas geben (wir nehmen Gurkengläser-die "grossen") und mit 1-2 Flaschen (je nach Intensität) Wodka oder Doppelkorn (nicht das billigste Fuselzeug nehmen!) aufgiessen so dass das Kraut voll bedeckt ist.
      Das ganze verschrauben und 1 Tag (Wer extrem ist: 3 Tage, hier aber definitiv vorsicht dann beim Trinken) halbschattig stehen lassen.

      Der Alkohol wird dann etwas grünlich-gelblich (nach 3 Tagen grün-braun): Durch ein engmaschiges Sieb abseihen; das gesiebte Kraut mit 300ml Wasser erwärmen (nicht kochen) und 4-5 EL Waldhonig dazu, sowie eine!! Nelke und 1/2 Vanilleschote.
      Wenn der Honig aufgelöst ist, diese Lösung in den Waldmeiterauszug geben, und in Flaschen abfüllen (diese vorher mit heissem Wasser auswaschen und ggf. 10min in den Backofen bei 150°C) .
      Nach 10 Tagen ist er dann "richtig" geniessbar.

      Lässt sich auch gut als Longdrink mixen mit zB O-Saft und Eiswürfel; oder pur, oder: in einen halbtrockenen Weisswein ;)
      Die hochdosierte Likörversion werd ich aber nicht präsentieren, hier lesen ja auch Kinder mit und die müssen net jeden Blödsinn mitbekommen.


      Am Rand bemerkt:
      Waldmeister war, so steht es in einigen hist. Schriften, ein Bestandteil als Trunk bei der Beldhain Feier. Da Überbleibsel davon kennen wir heute noch salopp als "Maibowle". Damals waren aber noch andere Pflanzen mit drin..
    • Hallo zusammen,
      gerad am letzten WE welchen gepflückt und dann hat meine Frau gleich mal ne Waldmeister Bowle / Schorle angesetzt.
      War sehr lecker und erfrischend. Gibt keine Bilder , weil schon ausgetrunken.
      Rezept, falls man das so nennen kann:
      Flasche trockenen Weisswein, halbe Flasche Prosecco, Waldmeisterblätter rein, 2Std. ziehen lassen,kalt stellen bis richtig kalt
      und dann.....
      Prosit !!!
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!