Langzeitlagerfähigkeit von Feuerstählen - Beständigkeit geg. Korrosion u. Umwelteinflüssen?

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    • Langzeitlagerfähigkeit von Feuerstählen - Beständigkeit geg. Korrosion u. Umwelteinflüssen?

      Bin nach meinem Umzug noch immer heftig am aus-, um- und einräumen (naja, um ehrlich zu sein find ich grad nix mehr von meinem bevorzugtem Gear, weil auf sämtliche Staumöglichkeiten verstreut, aber egal ...). Ich hab dabei - wohl eher aus Zufall - eine Beobachtung an 2 unterschiedlichen Mischmetall-Feuerstählen gemacht. Diese wurden zwar in der Vergangenheit schon mal gebraucht, lagen aber jetzt sicherlich schon mehr als 2 Jahre in einer Ausrüstungsbox welche in meiner Wohnung stand. Eigentlich gute Lagerbedingungen, da es hier weder Nässe, hohe Luftfeuchtigkeit, erhöhte Temperaturen, aggressive Atmosphäre, etc. vorherrschen welche event. vorzeitige Alterung oder ähnliches begünstigen würden.

      Mir ist aufgefallen dass neben den 2 Feuerstählen metallisch grauer Staub lag und die Fläche welche ich schon mal zum Funkenschaben benutzt hatte zeigte nicht die übliche Riefenstruktur sondern eher raue, lochartige Vertiefungen. An diesen kleinen 'Lochfraßstellen' hat sich offensichtlich Material aus den Stäben herausgelöst und das lag nun als grauer Staub direkt neben den Teilen. Beide Stäbe an denen ich dies festgestellt hatte waren Markenprodukte, nicht etwa billige Importteile! In meinem Fall ein Stab von Doan Machinery & Equipment, ein offizeller Ausrüster der US-Streitkräfte und der schlanke Funkenstab ist hier integriert in einem Magnesiumblock (ich denke ihr kennt die Teile). Der 2te betroffene Stab war ein grosses FireFlash Modell vom schwedischen Hersteller Wildo. Ich hab dann probiert mal Funken zu schlagen, was auch gelang nachdem ich die betroffenen rauen Flächen weggeschabt hatte - aus dem Grund gibts leider auch keine Fotos, sorry. Hab nun vorhin mein altes Zippo gefunden dass ich sicherlich schon 4-5 Jahre nicht mehr verwendet hab und siehe da, hier fand sich der selbe Metallstaub rund um das Reibrad - Funken gabs nach ein paar Mal drehen am Reibrad trotzdem ;)

      In der gleichen Box wie die 2 betroffenen Feuerstähle lagen auch ein paar unbenutzte, nagelneue Stäbe und die hatten nach wie vor die metallisch-graublaue Oberfläche wie im Auslieferungszustand - an den neuen konnte ich keinerlei 'Lochfraß' entdecken. Ich nehme mal an dass an meinen 2 bentutzen Stäben an den metallisch blanken Stellen Oxidation od. ähnliches statt gefunden und sich dort das Material einfach zersetzt bzw. umgewandelt hat. Würde natürlich bedeuten dass sich dadurch die Langzeitlagerfähigkeit einschränkt, was event. auch für den ambitionierten Prepper von Interesse sein könnte. Habt ihr schon ähnliches festgestellt und kennt jemand die exakte Ursache für diese Art der Korrosion damit man gegebenfalls die Lagerung adaptieren kann um dieses Phenomen zu verhindern?
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      Frischluftdeppert
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    • Nein, die lagen beide in einer Plastikbox. In der gleichen Box war zwar auch Campinggeschirr aber an div. anderen Metallteilen konnte ich keinerlei 'Korrosion' feststellen, auch die noch unbenutzten Zündstähle in der selben Box zeigten keinerlei Zerfallserscheinungen und waren rein optisch wie neu. Elektro-chemische Korrosion setzt eigenlich eine leitende Flüssigkeit voraus und in der Box war es an sich trocken.
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      Frischluftdeppert
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    • Nach dem Gebrauch etwas fetten müßte helfen.
      Das Material eines Feuerstarter ist ein Mischmetall und porös.
      Korrosion entsteht auch durch die Luftfeuchtigkeit die überall herrscht.
      Kann sein das Aluanteile in den Stäben verarbeitet wurde um teure Materialien ( Magnesium ) einzusparen.
      Fett oder was anderes benutzen um den Stab Luftdich abzuschließen.
      Neue Stäbe habe deswegen auch den schwarzen Schutzüberzug um eine Korrosion zu verhindern.

      Selbst Schlageisen rosten in der Box. :thumbup:
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
    • trapperandy schrieb:

      Korrosion entsteht auch durch die Luftfeuchtigkeit die überall herrscht.
      Bin in der Zwischenzeit zur selben Erkenntnis gekommen ;) Ist wohl die wahrscheinlichste Möglichkeit dass das Metall die Feuchtigkeit einfach aus der Luft zieht - soll ja auch Materialien geben welche hygroskopisch sind ... Meine Plastikboxen sind Standarddinger wie man sie in jedem Baumarkt bekommt und die Deckel schließen sicherlich nicht luftdicht ab. Mir war nur nicht bewußt dass selbst mit offensichtlich guter Lagerung das Metall bereits zerfällt. Ich werde hier ein paar Vorkehrungen treffen wie z.B. ölen (vielen Dank für den Tip @trapperandy) bzw. zusammen mit einer kleinen Packung Trocknungsmittel in ZipLock Bags einschließen.
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      Frischluftdeppert
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    • Ihr habt komische Feuerstähle... ?(
      Ich hab meinen Lieblingsfeuerstahl Ende der 80er bei - Ikea gekauft! ,(Nein, kein Witz, die hatten damals in der Family -Ecke so Outdoorkram. Als das rausverkauft urrde, hab ich die letzten beiden für je 1DM gekriegt ^^ )
      Der liegt immer Mal woanders in Schublade, Kiste oder so - Null Korrosion!
      Man muss halt im Fachhandel kaufen!! :D
      Mein Lieblingsausstatter...Ikea!
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Der einzige Zündstahl der bei mir auf ähnliche Art und Weise zerbröselt ist, stammt aus den 80er Jahren.
      Hat demnach also schon einige Jährchen auf dem Buckel

      Bei allen anderen jüngeren Datums bildet sich lediglich im Laufe der Zeit diese dünne Oxidationsschicht auf den abgeriebenen blanken Stellen.

      Könnte es sein, dass deine Exemplare mal feucht eingepackt worden sind oder irgendwann mal mit Salzwasser in Berührung kamen?
      Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
      - aus Sibirien -
    • the_nature schrieb:

      Diese Rods gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen.
      Klar werden die im Endeffekt alle in den selben Fabriken in Fernost hergestellt,aber nach unterschiedlichen "Rezepten" quasi ( Ferro Rod,Magnesium Rod,etc).
      Ich hab z.B. welche seit Jahren hier rumliegen,und da ist absolut nix dran.
      Mit Schwarzen Überzug?

      Es ist normal das alle Feuerstähle nach gebrauch wenn der Schutzüberzug weg ist korrodiert.
      Außer man schließt ihn Luftdicht ab.
      Fett oder Lack.
      Öl ( WD 40, Ballistol usw ) aus der Sprühdose ist als Korrosionsschutz nicht so geeinigt.
      Sprühöle sind bequem, aber haben, oder erzeugen Wasseranteile beim sprühen.
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
    • Ich hab das selbe mit meinem ersten Feurerstahl (ca.1985 erworben und ausprobiert). Der hinterläßt überall, wo er liegt diesen grauen Staub , erzeugt aber immer noch tadellos Funken.

      Durch die Gänge und Furchen ist das Lenken des Funkens allerdings schwerer geworden.

      Dauerhaft lagerfähig sind nur die nagelneuen mit unbeschädigter/kratzerfreier Oberfläche. Daher kaufe ich inzwischen jeden Feuerstahl einmal zum testen des Funkens und der Haptik( ob er in meine Griffel paßt)

      und gegebenenfalls einen zweiten zum einlagern.


      Feuerstähle sind halt Verbrauchsmaterial und wer sich an dem grauen Staub stört, der muß sie schneller aufbrauchen und häufiger damit arbeiten/ üben. :P