Kochen bei Waldbrandgefahr

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    • Kochen bei Waldbrandgefahr

      Hallo zusammen,

      dieses Jahr macht in Bezug auf Trockenheit leider da weiter, wo das letzte Jahr aufgehört hat. Bei mir in der Gegend hat die Feuerwehr sogar in den Grünanlagen, wo normalerweise Grillen erlaubt ist, ein komplettes Feuer- und Grillverbot erlassen. Ich esse gern und dazu gehört auch, dass mir warmes und vernünftig gekochtes Essen wichtig ist. Aber bei diesem Wetter möchte zumindest ich trotz Feuerschutzdecke weder mit Hobo noch mit Spirituskocher kochen, aus Feuerschutzgründen. Auf der anderen Seite bin ich zumindest bisher noch kein Freund von feuerlosem, chemischen Kochen, da mir da zu viele Abfälle übrig bleiben. Und damit komme ich zu meiner Frage. Wie kocht Ihr bei hoher Waldbrandgefahr? Und was macht Ihr, um die Feuergefahr auf ein Minimum zu reduzieren?

      Beste Grüße

      Andi
    • Ich nehm da immer meinen M71 Gelkocher.
      Wir haben schon mehrfach probiert, durch Umwerfen ein Feuer zu entfachen. Selbst auf ner gemähten Heuwiese vor unserem Haus (Wasseranschluss 8m entfernt) ist es uns nicht gelungen, das der Untergrund Feuer fing.
      Aber: ohne ausreichend Löschwasser (und damit mein ich keine 1 Liter Flasche) wäre ich auch mit diesem sehr sehr vorsichtig.
      Bei ner Tour letztes Jahr hab ich mich z. b. direkt am Bachlauf platziert. Wäre hier irgendwas passiert, hätte ich innerhalb von Sekunden mit ein paar Händen voll Wasser alles gelöscht.
    • Untergrund sorgfältig vorbereiten und dann kann ich mit meinem
      Stormin Stove mit Spiritus kochen. Beim Umfallen kann ja nix
      auslaufen.

      Gruss
      Konrad

      Edit: meine Aussage gilt nur für Fernwanderungen. Für ein-zwei Tage
      kann ich auch mal ohne Kaffe oder Abendessen sein.
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konradsky ()

    • bathgate schrieb:

      Wie kocht Ihr bei hoher Waldbrandgefahr? Und was macht Ihr, um die Feuergefahr auf ein Minimum zu reduzieren?

      bei hoher Waldbrandgefahr fällt das Kochen aus!
      Waldbrandgefahr => kein Feuer! => kein Kochen! Basta.

      Wenn es sein muss, kann ich viele Sachen zu Hause "Vorkochen", in Wärmebehälter Abfüllen und Mitnehmen.
      Somit habe ich dann neben heißem Wasser auch etwas zu Essen. Wohl dem, der noch den Henkelmann kennt, nech?! :evil: :saint:

      :hund:
      >> geht nich - gibbet nich <<
    • Wenn schon das Rauchen im Wald zur Zeit in einigen Bundesländern verboten ist dann das kochen mit Flamme auch.
      Alternativ ein Hitzepack, das mittels Wasser aktiviert wird.
      Gibt es schon günstig im guten Armeeshops ( Outdoorshops sind da teurer wegen " Outdoor " ;) )
      Die zum Beispiel:

      ebay.de/itm/NEU-ORIG-5-STUCK-U…wceZcerE6&redirect=mobile

      Aber nicht als Wärmflasche für den Schlafsack nehmen, wird etwas zu warm hab ich bemerkt. :rotwerd:
      :hut:
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
    • Bei hoher Waldbrandgefahr verzichte ich auf jegliche Flamme!

      Ansonsten bevorzuge ich 100 Gr. Gaskartusche mit dem Soto Windmaster.
      Große Brennerfläche, angenehm leise und gut zu regulieren.
      Für mich ein echter Held:
      Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell
      Kurz Bi-Pi genannt.
      Der Gründer der Weltpfadfinder Bewegung
      scout-o-wiki.de/index.php?title=Datei:Baden-powell1.jpg
    • Die Freizeitmacher Serie ( buss.de/de/sortiment.html#freizeitmacher) ist quasi das gleiche wie in den deutschen Epa´s. Nur billiger. :thumbup:

      Die Gulaschnudeln, Cevapcici, Currywursttopf,Mexikohacksteak und der Jägertopf schmecken auch kalt. :) Das wäre meine Alternative für 2-3 Tage Trips.

      Habe davon immer eine Notreserve da. Bei Kaufland gibt's bei mir in der Nähe die größte Auswahl.


      Edit: Die Dosengerichte vom Uli ( @spezial-depot.de ) sind auch sehr gut, nur nicht so günstig.

      Gruß Markus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Muemmelmann ()

    • "Wir haben schon mehrfach probiert, durch Umwerfen ein Feuer zu entfachen. Selbst auf ner gemähten Heuwiese vor unserem Haus"

      Mehr Glueck als Verstand :mrgreen: Bewerbt euch mal bei der BW^^
      Historiker J. Talmon, Israel, hat 2 Demokratiearten unterschieden: pluralistisch-liberale-dogmenfreie u. totalitäre mit herrschender Doktrin und Denkverboten. In der 2. Variation gibt es eine Wahrheit a priori. Debatten sind Störfälle. Die einzig selig machende Wahrheit wird mit Mitteln d. Wissenschaft alternativlos gemacht, auf säkulare Weise für sakrosankt erklärt. Wer Differenzierung fordert oder zweifelt, wird mit dem Etikett «Leugner» in die Ecke der Flacherdler gestellt.
    • Je grösser das Feuer, desto heisser ist dieses = das Essen ist schneller feritg....
      Wo ist das Problem?

      Spass beiseite....
      Allgemein kann man da doch wirklich nichts sagen, das ist immer von den Begleitmständen abhängig.
      Entweder man isst kalt oder man kann abschätzen ob es sicher ist oder nicht... bzw. man sollte es zumindest abschätzen können.
      Ich hatte allerdings schon öfters mit Leuten zu tun deren Verstand in einem Fingerhut Platz hätte.

      Besser also nicht zündeln als später dumm aus der Wäsche zu schauen.
    • Danke Euch für die Rückmeldungen. Mein Fazit wäre also:

      - Bei Tagestouren Thermoskanne mitnehmen
      - Bei längeren Touren Thermoskanne und sehr sicheren Kocher mitnehmen. Ich koche ein mal täglich auf einer offiziellen, zugelassenen Feuerstelle und für den Resttag nehme ich warmes Essen in der Thermoskanne weiter
      - Absolut kein Feuer (egal wie), sofern es wegen Waldbrandgefahr verboten ist
    • Die überdurchschnittliche Trockenheit hält in meiner Gegend nun schon mehrere Jahre an und betrifft auch Jahreszeiten wo man's eigentlich nicht erwarten würde wie z.B. den Winter od. Spätwinter - Ausnahme war sicherlich 2019 mit den überdurchschnittlichen Schneemengen. Wenn mir das Risiko zu hoch erscheint verzichte ich auf ein Holzfeuer und das kann lokal bereits bei niedrigerer Waldbrandwarnstufe sein, die Verhältnisse sind örtlich nicht überall gleich. Zudem gibt es bei uns überwiegend Nadelholz und dies neigt zu Glutspritzern und Funkenflug. Hatte zudem 2-3x ein Malheur mit Flüssigspiritus daher kommt diese Variante bei derartigen Verhältnissen nicht in Frage, die Dinger sind echt brandgefährlich. Vor Jahren hat mein Cousin mit dem Fuß gegen einen Sturmkocher gekickt und diese Unachtsamkeit hat uns schön hohe Flammen im Vorzelt beschert. Zuletzt ist es mir gelungen bei den üblichen Leichtbrennergestellen die Töpfe so blöd vom Untersatz zu heben bzw. zu ziehen dass dabei Spiritus aus dem Brenner schwappte und das Gras darunter sofort Feuer fing - war allerdings mit in paar Fußtritten ausgedämpft.

      Eine Alternative sind die Gelbrenner welche in die bekannten Sturmkocher passen, hier kann nichts auslaufen und durch den guten Windschutz ist Funkenflug eigentlich ausgeschlossen, das Risiko also minimiert. Am sichersten sind in diesem Zusammenhang wohl die Systemkocher wo teils Radiatorbrenner ohne aktive Flamme zum Einsatz kommen und der Windschutz meist hervorragend konstruiert ist so dass die heißen Teile auch bestens abgeschirmt sind. Sucht man sich darüber hinaus einen Spot wo das Brandrisiko verringert ist wie z.B. auf einem großen Felsen, Sand- oder Kiesbänken wo es in der näheren Umgebung kein brennbares Material hat ist für mich die Nutzung z.B. eines Gas- oder Sprituskochers bzw. eines Mehrstoffbrenners toleriertbar - keinesfalls jedoch ein Hobo- oder Lagerfeuer! Mit zusätzlichem Windschutz sollten genug Vorkehrungen getroffen sein dass mit derartigen Kochern so gut wie nix passieren kann. Bitte dies allerdings nicht als Aufruf zur Nachahmung zu verstehen, das (Rest-)Risiko muss jeder selbst abschätzen und bei starkem Wind würd ich sowas auch nur auf einem Stein im Vorzelt betreiben, wenn überhaupt!

      Kalte Küche ist bei Tagestouren voll ok, wozu für ein paar Stunden Outdooraktivitäten Kocher+Brennstoff+Geschirr mitschleppen? Cold Soaking ist sicherlich eine Alternative, wobei dehydrierte Nahrung einfach in Wasser über mehrere Stunden eingeweicht wird und man sich so das erhitzen bzw. kochen spart. Für Müsli funktioniert das bekanntlich super, bei Beutelgerichten hab ich es zugegeben noch nicht wirklich ausprobiert. Ob's dabei der von @schwyzi angeführten Methode bedarf muss wohl jeder selbst entscheiden ;) Bin kein Fan von Heat Packs wo die Speisen durch exoherme chem. Raktionen erhitzt werden denn diese Einwegdinger produzieren eigentlich nur Müll. Wenn dann schon einen Food Container mit heißer Suppe ...
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      Frischluftdeppert
      .
    • Konradsky schrieb:

      Oder eben einen Fleecekocher nehmen. Da kann man
      auch keinen Spiritus verschütten.

      Gruss
      Konrad
      Trotzdem ist eine Flamme dort und es kann beim umkippen anfangen zu brennen.
      Es geht ja nicht nur ums verschütten, bei einem Gas oder Benzinkocher verschüttet ja auch nichts. ;)
      Offene Flammen sind halt verboten.
      bussgeldkatalog.org/umwelt-feuer/

      Munter bleiben :thumbup:
      :hut:
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut: