Langzeittest/Erfahrungsbericht Poncholiner -Vorstellung Helikon Swagman Roll

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    • Langzeittest/Erfahrungsbericht Poncholiner -Vorstellung Helikon Swagman Roll

      Hallo Leuteeeeee! :D :D :D

      Da die Woche anscheinend Revjuh Wiek ist, dachte ich mir heute so, warum nicht mal wieder was mit in den Wald nehmen was die Leute interessieren könnte. :thumbsup: Hier mal ein paar Einsatzmöglichkeiten eines der für mich sinnigsten und vielseitigsten Ausrüstungsgegenstände.

      Hier soll es erstmal oberflächlich um den neuen Swagman von Helikon gehen, da er gerade neu auf dem Markt ist und fast überall ausverkauft... Wie er sich in der Praxis schlägt und wie vielseitig die Einatzmöglichkeiten sind, werde ich dann in mehreren Teilen wieder zeigen.

      Herbst/Winter 15/16 hatte ich ja schonmal zwei Liner zum testen da und bis auf die tiefen Minusgrade nur mit den Dingern draußen geschlafen und kann somit Vergleiche ziehen. Von alleine bin ich damals nicht drauf gekommen, sondern durch die Outdoorlegende Steffen Schönemann, der heute wegen Heirat anders heißt! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: Der stellte mir die Dinger damals auch zur Verfügung... :dolldrueck: :dolldrueck: :dolldrueck:

      Ich finde, das Ding ist außerordentlich gut gelungen! Erstmal fällt einem der stumpfe/matte Materialgriff positiv auf und dann als zweites die grandiose Kapuze! Was haben da Firmen schon dran rumgedoktert...





      Das Ganze steckt in einem super Packsack der unten ein Netzgewebe für Restfeuchtigkeit hat und nen Gurt zum ziehen..., auf dem nochmal ein paar Einsatzbereiche kurz beschrieben werden:


      -1.Poncholiner/Woobie 2.Sommerschlafsack 3.Schlafsackliner 4.Universaldecke 5.Hammock Underquilt...

      Weitere Einsatzmöglichkeiten:

      -Ansitzsack
      -Windsack für Pausen auf Wintertour
      -Overbag bei feucht/nassem Wetter für den Daunenschlafsack in Kombi mit einem leichten Poncho als einzigen Wetterschutz
      -kann in sich selbst verpackt werden(Bauchtasche) und dient dann als Kopfkissen
      -mit Laub gefüllt als Isomatte
      -usw. usw...

      Wer im Winter draußen pennt und morgens mit seinen klammen Unterwäsche mal schnell raus muß, kennt das Gefühl...Hier wirft man schnell das Ding über und muß nicht erst für den Toilettengang in seine kalten Klamotten.











      Herrliche Farbe wa?! Absolute Trendfarbe dieses Jahr! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

      Kommen wir zu den Detailaufnahmen und Dingen die mir besonders gut gelöst erscheinen...Der Reißer ist bei dem Ding umlaufend und alle Seiten schließen vernüftig ab. Es muß nicht noch das Fußteil extra zugezogen werden, wie bei manch anderem Ding, was aus Deutschland kommt...Die Knebelverschlüsse dienen zum einfachen verschließen, einhängen in den Poncho oder für die Nutzung unter der Hängematte. Bei der Nutzung als Topquilt kann dann oben per Gummizügen alles komplett dicht gemacht werden:



      Das rechte Bild zeigt die sinnvollste Nutzung wenn man sehr breit gebaut ist als Sommerschlafsack. Man klipst einfach die Gummispannriemen unter der Isomatte zusammen und kriecht oben rein, ist selbsterklärend! Wer schlank ist kann ihn auch normal nutzen und den Reißer seitlich schließen. Ich habe gerade so drin Platz von der Schulterbreite her.



      Die Spanngurte sind oben und unten angebracht und per extra Gurtband bombenfest vernäht, wirklich alles sehr sauber und stabil gearbeitet! Rechts nochmal die grandiose Kapuze und die Fronttasche...Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zum Begadi Liner der ständig am Hals mit dem Reißer und dem Klett nervte!

      Hier mal der Reißer normal geschlossen. Wer seinen Daunenschlafsack pimpen möchte hat hiermit die optimalste Möglichkeit das erstmal preiswert und universell zu tun. Man kann ihn erstmal lose mit reinnehmen und dann an die Stellen legen wo man leicht fröstelt, meistens Füße oder Schultern/Rücken, wenn die Isolation platt ist oder zu wenig am Rücken verarbeitet wurde...Schlanke können ihn dann so normal schließen und haben dann zusätzlich 140g Füllung+die vier Lagen Stoff! Das ist bei extremen Temperaturschwankungen mehr als auseichend...



      Wer breit gebaut ist, klipst die Schnallen so zusammen und legt sich die doppelte Seite hinter den Rücken und zieht sich die einfache Seite unter das Knie und rollt sich als Seitenschläfer ein. Funktioniert bestens!









      Wie ich das letzte Foto im Kasten hatte, begann es auch schon zu regnen! 8)

      Ich versuche in den nächsten Teilen mal zu zeigen wie man damit seinen 1000g Dreijahreszeiten-Daunensack winterfest bekommt und wie sich das Ding unter Realbedingunen so schlägt, je nachdem wie das hier so ankommt...Ich denke mal, bis zu -25 dürften mit der Kombi drin sein. Gewogen habe ich knapp über 800g, wäre dann eine 1800g Kombi die absolut flexibel einsetzbar ist, schneller trocknet als ein riesen Daunenmonster und ich dann höchstens noch meinen UL Poncho bei Regen/Schneetreiben bräuchte...

      Nachtrag: Eigentlich kann ich auch nochmal alte Fotos raussuchen, die bei BCD "verloren gegangen sind"...und nochmal ne Alternative und Anwendungsmöglichkeiten zeigen. :thumbup:

      Ich sehe schon ganz deutlich vor meinem geistigen Auge, wie ich bei mir durch tropfende, verschneite Nadelwälchen stapfe und damit in Wäldern schlafe, wo sich der Monsen nur im Sommer hintraute. :D :D :D

      Wer mich kennt weiß, daß meine Theorien meistens funktionieren und Fantasie auf einer Ebene mit der Wirklichkeit liegen kann! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:




      Schönes Wochenende!


      Euer Eisi ;) :dolldrueck:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Eiswanderer ()

    • Cooles Review. Das Teil habe ich dieses Wochenede auch mit auf Tour gehabt. Habe aber noch keine Langzeiterfahrung damit.
      Freue mich auf den nächsten Teil :thumbsup: :danke: .

      @Emil_Strauss welchen Fjellduken hast du denn? Ich habe den Helsport Fjellduk Pro und den Jerven Fjellduk Original hier. Kann ich gerne mal für dich ausprobieren.

      Gruß Marvin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marvin14 ()

    • Vielen Dank für die Vorstellung!

      Ich selbst finde das Konzept eines Poncholiners mit Kapuze einfach genial weil so vielseitig einsetzbar.

      Schaue mich schon länger nach so etwas um und hatte bereits den von Begadi in den Händen.
      Abgesehen von der leuchtorangen Innenseite die meiner Ansicht nach eine Fehlkonstruktion darstellt weil das seitlich ständig hervor sticht halte ich diese Kombination aus Kapuze und Reissverschluss ebenfalls für nicht sonderlich gelungen bis störend.

      Der neue von Helikon stellt meiner Ansicht nach den durchdachtesten dar den ich bisher gesehen habe und hat zudem - wie generell bei Helikon - ein super Preis-Leistungsverhältnis.

      Für vergleichbare Modell aus den Staaten zahlt man schnell man über 300 Euro!

      tacwrk.com/hill-people-gear-po…tain-serape-multicam-4638

      :|

      Während Primaloft bei dem Begadi-Modell bereits eine hervorragend Wahl als Isolationsmaterial darstellt, scheint das verwendete Climashield nochmal etwas stabiler zu sein

      extremtextil.de/climashield-ap…ion-100g-qm-3oz-sqyd.html

      Übrigens auch leichter zu vernähen als Primaloft, für eigene Bastel-Projekte.

      Schade ist nur, dass das Helikon-Modell kaum nach der Erscheinung schon vergriffen ist.
      Angeblich sollen von jeder Farbe jeweils auch nur 100 Stück verfügbar sein.

      Umso erfreuter bin ich dass ich etwas ordern konnte.
      Da aber gerade erst bekommen habe ich mit dem Testen erst angefangen
      Erster Eindruck aber: sehr durchdachte Details, gute Materialien, ordentlich verarbeitet und für die verwendete Materialdicke recht warm

      Der einzige Kritikpunkt den ich habe, im Schlafackmodus fällt er durch seine Breite mit 145cm einen Tick zu schmal aus. Ich selbst passe gerade so rein, sobald ich die Arme bewege, stoße ich an den Seiten deutlich an.
      Ich frage mich wie man den dann, wie vorgesehen, als Überschlafsack nutzen soll.
      Ein paar Zentimeter mehr würden da sicher schon viel bringen.
      Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
      - aus Sibirien -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lederstrumpf ()

    • So, jetzt sitze ich am richtigen Computer und kann vernünftig antworten... ;)

      Marvin14 schrieb:

      Habe aber noch keine Langzeiterfahrung damit.
      Es gibt ein Phänomen, besonders in den BC-Foren, die ich nun schon mehrfach beobachtet habe. Scheinbar können einige durch ein Schwarzes Loch(Dr. Axel Stoll merkt an: Implosionsstrudel) in der Zeit reisen und sich in der Vergangenheit schon Sachen aus der Zukunft besorgen...Wenn dann durch die eigene Masseträgheit bzw. Gravitationskraft was falsch in der Raum/Zeitkrümmung abgelaufen ist, waren sie dann augenscheinlich doch weiter in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft... :D :D :D
      Marvin, wenn Du willst kannste hier mitmachen und Deine Erfahrungen damit posten, wenn Du wieder in die Berge gehst. Ich würde mich sehr freuen wenn Du und alle anderen da mitmachen die son Ding haben... ;)

      Lederstrumpf schrieb:

      1.Angeblich sollen von jeder Farbe jeweils auch nur 100 Stück verfügbar sein...

      2.Der einzige Kritikpunkt den ich habe, im Schlafackmodus fällt er durch seine Breite mit 145cm einen Tick zu schmal aus. Ich selbst passe gerade so rein, sobald ich die Arme bewege, stoße ich an den Seiten deutlich an.

      3.Ich frage mich wie man den dann, wie vorgesehen, als Überschlafsack nutzen soll.
      Ein paar Zentimeter mehr würden da sicher schon viel bringen.
      Sehr gute Anmerkungen/Fragen!

      1. Ich sage ja immer, die Polen sind ein pfiffiges Völkchen! :thumbup:

      2. Die mußten das so machen, weil die Maße genormt sind und die Dinger mit dem Amizeug kompatibel sind/sein müssen. So passt das Ding auch wunderbar von der Breite her unter meinen alten Golite Poncho, varrückt! :thumbup:

      3. Gut daß ich doch noch alte Bilder gefunden habe und das nochmal näher erläutern kann.

      Das erste Foto zeigt dort mal die Vorgehensweise. Unter dem Poncholiner ist ein Daunen-Topquilt mit fast identischen Maßen. Der Sinn dahinter ist, daß man direkt auf der Isomatte liegt und bei einer Isomatte die mit Reflektion arbeitet die komplett abgestrahlte Körperwärme am Rücken hat. Man zieht sich dann die Seiten unter die Schulterblätter und gut...Hierbei entsteht kaum Kondens und beide Sachen trocknen in nullkommanix morgens durch. Unser Konradsky hat glaube ich nie mehr als 40g Feuchtigkeit gemessen und ich kann mich an die Nächte im Harz erinnern, daß er und unser Gerald mit dem Lamina 20 die wenigsten Kondensprobleme hatten... Mein dicker- 30 Grad Daunenbrummer war da nach 2 Nächten schon bis zur Hälfte platt.
      Hier stört es auch nicht wenn es dann mal in der Nacht anfängt zu schneien. Bei meiner Hängemattenaktion damals habe ich drei Sturmtiefs so mitgenommen und auch in Lappland größtenteils mit "Deckennutzung" geschlafen. Was ich aus heutiger Sicht noch verändern würde wenn ich so ne Hängematte noch hätte...ist ne breitere Isomatte nehmen. Wie man das auf dem Boden macht habe ich ja oben schon geziegt und nachher kommen nochmal paar Fotos...



      Einfach bis zur Hälfte aufzippen und reinkriechen, daß der Reißer gerade so unterm Hintern liegt...

      Nachtrag: Selbst der Premiumhersteller Nunatak hat die Idee mit dem Overbag aus Kufa jetzt aufgegriffen und fertigt sowas nun auch aus Apex. Soll nochmal einer sagen, Eisis Ideen sind doof und unpraktisch... :D

      nunatakusa.com/quilts-and-jack…/gamut_full_zip-no_thanks

      Machen wir gleich weiter mit den nächsten Anwendungsbeispielen:

      Zweite Foto zeigt meine stinkende Faulheit. Ich hatte in dem Herbst/Winter nichtmal mehr Lust ein Tarp abzuspannen und wollte einfach nur noch pennen. Bei leichtem Schneefall habe ich mir einfach so den Liner über die Ridgeline gelegt, damit es nicht ins Gesicht schneit.



      Man kann hiebei sich die Seiten wieder schön als extra Iso unter die Schultern stecken und dann einfach in dieses "Kopfteil" atmen. Hat dann den hinteren Teil des Liners einfach als Kopfkissen zurechtgelegt. Hierbei entsteht auch wieder null Kondens auf dem Schlafsack!



      Ähnliches Prinzip hier wenn es schweinekalt war. Seiten unter die Schultern legen, weil der dicke Schlafsack vollkommen aus er Hängematte expodiert ist...Geatmet wird durch die Klappe und man sparte sich so noch seine übliche Kopfbedeckung. Hinterer Teil wieder als Kopfkissen und alle komplett kondensfrei! So kann man etliche Nächte hintereinander machen ohne zu trocknen.





      Auf dem Boden mit einem empfindlichen Daunenschlafsack mit normaler Hülle. Hier mal mit nem Lamina zur Veranschaulichung:





      Einfach den Reißer nur wieder halb zuziehen bis unter den Hintern, wenn es zu frisch wird oder wie oben schon erwähnt mit in den Schlafsack nehmen. Die meisten Schlafsäcke haben oben zu dünne/kurze Kammern und sind dort nicht wasserfest. Das heißt, die fallen im Brust/Kopfbereich zusammen. Hier klappt man dann den Liner nach vorne über und hat den Atemkondens morgens schön auf dem Liner, der viel besser trocknet!





      Wer sehr schlank ist und ne Frostbeule geht dann auch so. Ich glaube, der war noch etwas breiter geschnitten.

      Temperaturangaben die im Netz so auf den Seiten stehen... 8) Bei +7 Grad mußte ich mir zwei übereinander ziehen, 100g Füllung(Begadi) und noch den hier zu sehenden Integral Designs mit damals 80g/m2 Füllung...





      Wie auf Bestellung haben sie vor ein paar Monaten auch die neue Seite präsetiert und den Shop aktualisiert/aufgestockt und nennen sich nun Integral Tactical: fellfab.com/store/integral-tactical/

      Der Liner soll nun 100g/m2 haben. Ich fand das Ding grandios, ein super Materialgriff, absolut kleines Packmaß und ne Trocknungszeit...gehste pinkeln und Faxen machen und schon isser trocken. :D :D :D




      Der aufmerksame Stöberhund wird dort auch auf die Tarps stoßen, die hier mit meinem identisch sind, ist der gleiche Produzent, nur hier in cool und aus Kanada... 8o Für die, die sich fragen, wann macht das faule Schwein endlich den 2. Tarpbericht fertig...Ach, den @Emil_Strauss fast vergessen...Ich bin schön öfters um diese Dinger rumgeschlichen und hatte auch schon so einen Poncho von denen in der Hand. Für mich alles zu sperrig und teuer, deswegen kann ich Dir leider keine Antwort auf die Fragen geben. Ich denke aber mal, das wird von der unterschiedlichen Reißergröße und den anderen Maßen die im Netz zufinden sind her nicht passen... ;) Marvin kann das bestimmt beantworten! :thumbup:

      Nachtrag: diesen Mann hatte ich auch ganz vergessen. Da könnt ihr auch mal auf den Kanal schauen und interesante/innovative Sachen zur Ideenfindung entdecken:





      Der Kontent kommt Freunde, der Kontent kommt nur dauert eben, ist ja auch ein Langzeittest...! :D :D :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Eiswanderer ()

    • Eiswanderer schrieb:

      Unser Konradsky hat glaube ich nie mehr als 40g Feuchtigkeit gemessen
      Eisi hier meine Aufzeichnungen. Es waren max 45g mit dichtem Bivi außen rum.
      Aber mit den 45g war das auch nur noch ein Daunenlappen. Also null Loft.


      Feuchtigkeit im Schlafsack.pdf

      Manche Tage fehlen, da ich da auf Tour war.

      Gruss
      Konrad
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!
    • karlson schrieb:

      Der wichtigste Modus fand bisher kaum Beachtung: verpackt in die Brusttasche wird das ein wunderbares Kopfkissen.
      Liegt zwar in der Tat nahe, aber wie Marvin14 schon richtig hingewiesen hat, ist das Paket am Ende viel zu prall gefüllt um als Kopfkissen herzuhalten.
      Leider
      Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
      - aus Sibirien -
    • @ Eiswanderer:

      zu 1. Keine Ahnung was die sich dabei gedacht haben

      Zu 2. Ja, das ganze soll eben zu den Ponchos mit 145cm Breite kompatibel sein

      Zu 3. Von der Beschreibung her soll da ja im geschlossenen Schlafsackmodus qausi noch ein zweiter hinein passen und das erscheint mir dann doch etwas zu eng, aber diese "Quilt-Methode" bietet den notwendigen Spielraum!

      PS: Das Phänomen nennt sich Zeitreisen und dafür benötigt man einen modifizierten DeLorean DMC-12!

      :thumbup:
      Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
      - aus Sibirien -
    • @Emil_Strauss. Habe gerade meine Fjellduken raus gekramt und den Poncholiner drüber gelegt. Der Helsport ist leider nicht mit der Swagman Roll kompatibel. Ausserdem sind die Ösen des Fjellduk zu klein für die "Kunststoffpommel" :D




      Da meine Ausrüstung vom Wochenende noch verräumt werden wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt und ein paar Kombinationen ausprobiert.

      Der Jerven Duken Original ist ebenfalls zu groß für den Poncho. Allerdings sind dort die Ösen groß genug.





      Als Sommerschlafsack kann ich mir den Poncho gut vorstellen. Auch als Inlet für die kälteren Tage wird er sicher gut funktionieren.
      Allerdings hält sich das Platzangebot mit einem Schlafsack in dem Poncho in Grenzen.
      Mit meinem WM Ultralight funktioniert es bei mir relativ gut. Für die meisten anderen wird es aber zu eng sein.
      Da wäre die von Eisi erwähnte Variante sicher eine Alternative.

      Mit meinem Winterschlafsack (WM Antelope) kann ich den Poncho nichtmehr komplett schliessen und schon garnicht mit rein kriechen :D .

      Hier der 3 Jahreszeiten Schlafsack:





      Hier der Winterschlafsack:



      @Eiswanderer, die kalte Jahreszeit kommt mit großen Schritten näher und der erste Schnee ist auch schon gefallen :thumbsup: .
      Bei den nächsten Touren wird mich der Poncholiner sicher begleiten. Meine Erfahrungen teile ich gerne mit euch.
      Deine Variante mit dem halb geöffneten Liner als Feuchtigkeitsschutz werde ich sicher ausprobieren. :danke:

      Auf der letzten Tour habe ich den Poncho in verschiedenen Situationen getragen. Beim Lagerbau rutschten die Schnallen recht weit nach unten. Beim Kochen und dem gemütlichen Teil des Abends war der Poncho sehr angenehm zu tragen.


      Entschudigt bitte die schlechten Fotos :whistling: . Die Beleuchtung in meinem Wohnzimmer ist nicht optimal (ist bei Elektrikern keine Seltenheit :D )

      Grüße
    • Marvin14 schrieb:

      Entschudigt bitte die schlechten Fotos . Die Beleuchtung in meinem Wohnzimmer ist nicht optimal (ist bei Elektrikern keine Seltenheit )
      :D hättest dann wohl doch noch die "Kerzen-Laterne" die im Hintergund steht, aktivieren sollen, nech?! :evil: :saint:



      lieben Gruß
      kahel

      PS: vielen Dank für den Vergleich mit den Fjellduken :danke: ... wenn die scheixx Dinger nicht so Teuer wären X/
      >> geht nich - gibbet nich <<
    • Ich grüße euch aus dem Land der abknickenden Streichhölzchen!



      Hier mache ich gerde den "Lars Fält Gruß", sieht man nur schlecht...

      Ich wurde gebeten, ob ich nicht nochmal Detailaufnahmen von der Kapuzenkonstruktion und Reißverschluss machen könnte...Mach ich doch glatt und nicht nur das! Ich kann dann gleich nochmal zeigen wie das mit dem Poncho passt und werde dann bei der Gelegenheit paar Sachen aufgreifen, die ich hier die Tage beiläufig aufgeschnappt habe. Ihr seid doch immer noch die beste Inspirehschen!

      Auf der großen Waldrunde muß der Rucksack eh voll werden, warum nicht den ganzen Krempel mitschleppen?! Mir sind paar Sachen aufgefallen, wie man sich die Zeit draußen vereinfacht. Ich zeige erstmal wie man beide Teile zusammen am besten verpackt:



      Hier steckt beides zusammen im Packsack und wiegt genau so viel wie der britische Biwaksack, den ich neulig im entsprechenden Faden zeigte...Ich zog mir dazu erst den Liner über und dann den Poncho. So hat man gleich die richtige Länge und Passform, bei einer einfachen Nutzung als Biwakplane und muss nicht bei Schneetreiben/Regen lange fummeln das beides nass wird! Dadurch das die Kapuzen fest zusammensitzen kann nix verrutschen. Wird dann zusammengerollt verpackt...



      Hinten wird fixiert und ihr seht das der Poncho länger ist als der Liner(geht hierbei ums Tragen mit Rucksack). Der kann bei Bedarf umgeklappt und mit den Klettflächen fixiert werden. Oben kann man die Schlaufen vom Poncho mit den Knebeln fixieren... Man kann dann das Ganze einfach umdrehen und könnte mit dem Liner in einer Art Fußbox krabbeln:



      Ich baue Abends gerne garnix mehr auf, habt ihr auch schon im Winterbericht aus Lappland gesehen. Einfach hinschmeißen, Schlafsack drunter loften lassen wenn es leicht schneit...Das ist gedacht, wenn man irgendwo schnell am Weg schlafen will, weil man keine 10m in den Wald kommen würde weil alles meterhoch zugeschneit ist und man zu tief versinkt...



      Gibt das nicht zuviel Kondens? Wenn man nur mit dem Poncho über der Daunentüte so schlafen würde dann ja. Im schlimmsten Fall liegt der Taupunkt in der Isolierung vom Liner(der ruck zuck trocknet) und im besten Fall zwischen Liner und Poncho und man schüttelt das Eis morgens raus. Das gleiche Prinzip wie bei den teuren Expeditons Schlafsäcken mit loser Hülle von Carinthia. Das Apex Zeug nimmt keinerlei Feuchtigkeit so auf und drückt sie nach außen.

      Bei einem normalen/üblichen Biwaksack mit Membran haben wir einen sehr dünnen Stoff mit "zu kurzem Weg" für den Wasserdampf im Winter. Das Wassertröpfchen kann nicht schnell genug durch die Poren und verbleibt Teilweise in der Membran. Wenn es gefriert drückt es das Laminat auseinander und es bilden sich erst Bläschen bis hin zur kompletten Zerstörung, da der Kleber auch spröde wird. Dazu kommen noch Salze und Fette als "Helfer".
      Das umgekehrte Prinzip wäre das schon von Friese öfter vorgeschlagene System des "doppelten Biwaksacks" also entweder eine komplette Dampfsperre oder ein Liner, der die gröbste Feuchtigkeit aufnimmt und der Rest von der DWR Behandlung des Innenbezugs erledigt wird.

      Oben habe ich nochmal nen Typen verlinkt, da könnt ihr das nochmal in bewegten Bildern sehen(ich trage das Video hier nochmal nach). Der pennt so im härtesten Winter direkt mit seiner Apex Decke und drüber gleich der Poncho.

      Video nachgereicht:





      Dann schrieb jemand, er wolle seinen Poncho an den Seiten umnähen um ein Gummiband einzufassen. Es gibt schon fertige Lösungen:



      Bei der Vergrößerung seht ihr daß alle 25 cm so eine "Durchführung" von 5cm Breite kommt. Feine Sache wenn es sowas schon fertig gibt wa?

      Kommen wir zur Kapuze:





      Bei der Nutzung als Decke kann die ganze Sache dann so verstaut/dicht gemacht werden. Dazu ist nochmal ein kleines Täschchen über der Haupttasche:



      Kapuze von innen:



      Reißer Konstruktion.

      Der wird an einer Seite von der Mitte aus geschlossen und läuft dann U-förmig weiter. Ich habe mich oben nicht richtig ausgedrückt, denn komplett umlaufend ist er ja nicht:



      Endet dann jeweils in den Ecken auf der anderen Seite.



      Ist verständlich rüber gebracht wa?! Ich finde, die beste Konstruktion die ich bis jetzt bei diesen Linern gesehen habe!

      Damit die 20 Bilder noch voll werden beziehe ich mich nochmal auf eine Aussage und das Schlafen bei starkem Wind/Sturm. Im Tarpfaden habt ihr ja gesehen wie mein Poncho da zu leiden hatte wenn man ihn als normales Dach aufspannt. Wer tief pennt und nen wasserfesten/winddichten Schlafsack hat bekommt davon nix mit. Ne bessere Aufbauvariante wäre dann diese hier, die auch Schneelasten abkann. Bei drehendem Wind zieht man einfch eine Seite noch runter, also diamantförmig.
      Alles wieder sehr einfach und schnell gehalten. Viele können sich manchmal nicht den körperliche und geistigen Zustand nach 6-12h durch Tiefschnee vorstellen...

      "Ähm, wie war der sibirirische Knoten nochmal...?"














      Die beiden Prusik Schlingen bleiben immer an der Hauptleine dran und auch zwei direkt am Poncho...Manchmal spanne ich den einfach nur über diese beiden Leinen als A-Dach ab.
      Hinten nicht ganz bis auf den Boden runter gezogen sondern es soll etwas Luft durchgehen wegen Kondens vom Fußraum.

      Nachtrag: @Kante Muh! beim Stichwort Angeln ist mir gleich noch was eingefallen was ich vergessen habe... Wenn man das Ding übergeworfen hat, sind doch dann hinten und vorne die beiden Spanngurte/Klipse...Man kann nach hinten/innen greifen und die erste Schnalle hinterm Rücken schließen und dann die zweite vorne um den Bauch. Man hat so dann einen doppellagigen Mantel bei dem es nicht an den Seiten reinzieht und bei Wind flattert...
      Wie geht es nun weiter?

      Ich habe mir nun folgendes überlegt:

      -nassregnen lassen bei Nutzung als eine Art Biwaksack mit Kondensermittlung. Wie weit kann man einen Sommerschlafsack pimpen?

      -Nutzung als Schlafsackliner und einschneien lassen. Gibt es da Temperaturunterschiede zur Deckennutzung?

      -Nutzung als Decke in Kombi mit Poncho bei Schneetreiben in baumlosen Gelände. Klappt das tatsächlich mit der Taupunktverlagerung, Kondensat?

      -Tatsächliche Komfort und Limitwerte in Kombi mit Sommerschlafsack bei zweistilligen Minusgraden...

      -wie weit lässt sich der Winterschlafsack aus Daune damit verstärken + Temperaturwerte

      Ich habe schon Teile im Kasten, muß aber immer auf das passende Schietwetter warten...

      Euer Eisi

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Eiswanderer ()

    • Jetzt hätte ich mir fast so einen Fjellduken gekauft....

      Aber der Reihe nach - erstmal besten Dank für deine steten Bemühungen, hier in dieser beachtlichen Ausführlichkeit zu berichten, @Eiswanderer. Ich verfolge deine Berichte immer gern und habe dadurch auch schon den ein oder anderen guten Griff gemacht.
      Ich suche nämlich schon lange nach irgendeinem durchdachten Teil für bewegungsarme Stunden beim Angeln, der Fotopirsch, am Feuer. Keine Klamotte oder so, ich muss es mir eilig von den schmalen Schultern reißen können, falls was zu tun ist.
      Therm-a-Rest hat da ja seinen Honcho Poncho, aber da fehlten mir einfach ein paar Extras. Außerdem bleibt es mir unverständlich, wenn Innenseiten generell und besonders von Kapuzen usw. hell sind. MilTech und Co stehen irgendwie nicht zur Debatte.
      Die Fjellduker waren bisher in der engeren Wahl, weil ich auch was gegen den Regen suche. Aber wie schon angesprochen: groß. Außerdem angezogen ziemlich hässlich - so kann man hier einfach nicht rumrennen.
      Naja.... ich verabschiede mich ja generell von dem Gedanken der "Allumfassenden Multifunktion".
      Lieber was Kompatibles, was seiner Bestimmung gemäß aus dem Ganzen herausgelöst allein funktioniert... oder so.

      Ich bestell einfach mal so'n Scheißding.

      Pieß.
      Anschnallen.