Das Leidige Thema (Outdoor-) Geld / Ausrüstung – Begrenzt durch Budget, Anzahl, Ehefrau ;o) ???

  • Hallo zusammen,


    mir passiert es immer wieder mal das man doch noch etwas Outdoorausrüstung bestellt obwohl in dem Monat schon das eine oder andere Paket angekommen ist und sich deswegen ein wenig das schlechte Gewissen regt.


    Wie handhabt ihr das?


    Was ist euer begrenzendes Element (Budget, Anschaffungsliste, Anzahl der Gegenstände, (Ehe-) partner, etc. ;) ) ?


    VG Eric.

  • Hallo zusammen,


    mir passiert es immer wieder mal das man doch noch etwas Outdoorausrüstung bestellt obwohl in dem Monat schon das eine oder andere Paket angekommen ist und sich deswegen ein wenig das schlechte Gewissen regt.

    Gewissen???

    Was ist das 😉?


    Ich hätte kein schlechtes Gewissen wegen einer Bestellung von Dingen die ich brauche... ein schlechtes Gewissen hätte ich nur bei bestellt und nicht benutzt.Ich sammle aber auch keine Ausrüstung, alles wird im wechsel der Jahreszeit genutzt

    I asked God for a true Friend...so he sent me an Alaskan Malamute 😊

  • Wie handhabt ihr das?

    Denke das ich da uU. allgm. etwas strikter/extremer unterwegs mit bin, nicht nur bezogen auf Outdoorkram.


    Unabhängig der Tatsache das man immer mal so ein leises rufen aus dem Warenkorb hört: Nimm mich mit, ich bin wichtig. Habe ich da eher die Einstellung wenn ich was hab was funktioniert, muss ich es nicht ersetzten. Besonders dann nicht wenn man gefühlt eine 5%ige Verbesserung für 60-120% Kosten über dem hat was man schon hat. Zumeist ist es mEn eher der ,,Haben will Faktor,, , Min/Max attitüde, STatus und viel gravierender, das triggern des Belohnungsmechanismus. Klar, 12h plus im Büro am tag, ich verdien auch gut, also kleckern und nicht klotzen, man muss sich ja belohnen für die harte Arbeit. Dummerweise ist mir bei mir aufgefallen das je Wertvoller, neuer was ist, desto weniger nutze ich das aus Vorsicht. Also langes bla bla... zusammen gefasst.


    Ich kaufe nur was unter folgenden Kriterien:

    - Es ersetzt was irreparabel zerstörtes

    - Es ist absolut ein Gamechanger

    - Es hält ewig und 3 Tage im Gegensatz zum vorherigen

    - Es löst ein Problem das ich vorher nicht hatte

    - Es ist Kosten/Nutzen u. in der Einsatzfrequenz überaus nützlich


    Muss dazu sagen das ich minimalistisch unterwegs bin und mein Gesamtbesitz minus Schreibtisch und Bett, in einen Kofferaum passt und das meiste davon in eine 200l Militärkiste. Dementsprechend nerven mich Dinge die ich habe (Am schlimmsten Teuergekauft) die nur herum liegen.


    Also bester Tip was das angeht: Frag dich ob du das wirklich brauchst oder ob es:


    - Status ist

    - Ein Zufriedenheitsdefizit bedient (da dann besser gucken ob du nicht deine Umstände änderst)

    - Dir grade einfach langweilig ist ;D


    mfg

  • Danke, Dachs .

    Gedanken zur rechten Zeit für mich.


    Auch wenn ich über die Punkte

    "Gamechanger" und "Problemlöser für bisher nicht gehabtes Problem" Schmunzeln musste.


    Ein Zufriedenheitsdefizit bedient (da dann besser gucken ob du nicht deine Umstände änderst)

    Eindeutig einer der interessanten Kaufanreize aus Sicht beider Seiten. Und aus Sicht der (wie auch immer gearteten) Analyse.

    Nur nicht so einfach zu durchschauen.


    Und die Umstände ändern ist oft einfach gesagt. Meist auch einfach getan, nur sieht man oft die Lösung nicht so einfach.


    Also bleibt man in der Situation wie sie ist und schießt sich einen. Eigentlich egal von was... ?(


    Nur ist alles wieder so wie vorher, wenn die Wirkung nachlässt.


    Nun, bei uns ist gestern die Spülmaschine verreckt. Zum Glück erst nach den 30 Gedecken, welche S1 von seiner Abifeier zum Spülen mitgebracht hatte.


    Jetzt stellt sich die Frage, Gear oder Küche.

    Die Entscheidung werde ich wohl nicht alleine treffen.


    Vielleicht liegt darin auch etwas Antwort für Orome : gemeinsam überlegen.

    Bei uns schaffe ich die Kröten nach Hause und alles wollen sie haben. Geht nur bedingt.

    Budget ist nicht effizient, sieht man an der öffentlichen Hand. Ohne Plan geht's auch nicht, dafür kommt zu wenig rein. Planen ist auch nicht immer möglich. Bleibt also nur, anstrengend um die verbliebenen Möglichkeiten ringen.

    Aber hin und wieder unvernünftig sein und die Gefahr wagen.

  • Bei uns werden die Sachen die für unser draussen sein Hobby angeschafft wurden auch benutzt mal mehr mal weniger ähnlich wie bei zb Rockdog auch je nach Jahreszeit.

    Es sind ja Gebrauchsgegenstände nech?

    Aber ich habe auch Sachen mit denen ich etwas pingeliger umgehe weil sie erstens dann teurer waren und ich sie lange benutzen will und zweitens etwas änfälliger für so manches sind. Und ebenfalls Zeug welches einfach benutzt wird und feddich.

    Zum anderen macht es auch einen großen Unterschied ob man alleine ist oder mit nem ganzen Rudel. Alleine braucht man natürlich weniger als mit Kind und Kegel.

    Desswegen habe ich auch mein Zeug etwas augedünnt und alles was in letzter Zeit ungenutzt rumlag weiter gegeben.

    Was ich auch schonmal mache ist, das ich mir Sachen für eine bestimmte Tour besorge und sie danach wenn die Tour abgeschlossen ist wieder veräußere.

    Weil es sonst ebenfalls nur Staubfänger werden.

    Aber ich finde es schon recht heftig was für manche Sachen/Gegenstände die so unsere Hobby betreffen für Preise aufgerufen werden.

    Spontankäufe ja das ist so ein Thema 🤔.

    Gibt es bei uns gelegentlich bei Kleinigkeiten und eher selten. Da nehmen wir lieber das Geld für schöne Touren.

    Das geht aber auch nur weil wir uns soweit alles über die Jahre nach und nach angeschafft haben und da haben was wir für uns und unsere Abenteuer so benötigen.


    LG Micha

  • Budget ist nicht effizient, sieht man an der öffentlichen Hand. Ohne Plan geht's auch nicht, dafür kommt zu wenig rein. Planen ist auch nicht immer möglich. Bleibt also nur, anstrengend um die verbliebenen Möglichkeiten ringen.

    Aber hin und wieder unvernünftig sein und die Gefahr wagen.

    😂

    Danke Dir. Das hast Du schön geschrieben. Ach ja. Das Leben ist kein Ponyhof.

    Ein bisschen Nervenkitzel muss ja auch bleiben. Das fehlt den Millionären :)

  • "Gamechanger" und "Problemlöser für bisher nicht gehabtes Problem" Schmunzeln musste.

    Naja, wenn du eher Sommer/Frühling draußen warst, wirst du im Winter wohl anderes Zeuch brauchen, um beim Outdoor zu bleiben ;)

    Und die Umstände ändern ist oft einfach gesagt. Meist auch einfach getan, nur sieht man oft die Lösung nicht so einfach.

    Da mal ein wenig altkluges aus dem Neo- Dachsiismus:


    In Situation die dich nerven/dir nicht passen/Leidensdruck-Defizite verursachen oder sonst wie dein Wohlbefinden oder schmerzfreies Leben tangieren. Stelle folgende Fragen:


    - Kann ich es ändern und zu welchem Preis.

    - Ist das Mein problem beruhend auf Einstellung/erziehung/Sozialisation/Gesellschaft. Wenn ja, schau ob das wirklich deine Werte sind oder du sie einfach machst weil man es macht (Sparkasse weil die Familie immer bei der SK war zb ;) ).

    - Würde das ändern nur mich betreffen oder müssten andere (familie etc) das mit ausbaden wenn ich verkacke.


    Wenn Ja, ändere es, wenn du es nicht änderst ist das Leid nicht groß genug oder das Problem ein anderes. Wenn du es nicht ändern KANNST (Nicht willst/Bequemlichkeit), denke nicht drüber nach da es eh nicht zu ändern ist und suche Wege drumherum oder um damit zu klar zu kommen.


    Ich weiß, klingt einfach, und es gibt jetzt 1000 Aber´s die gegen sprechen ;) Aber glaub mir wenn du da erstmal routine mit hast lebt es sich viel ruhiger.

  • Mein ausgeprochener Geiz ist mein am stärksten begrenzendes Element. Und da bin ich auch recht stolz drauf.


    Lieber mit dem gesparten Geld länger auf Reise sein anstatt das zigste Ausrüstungsstück zu hause zu bewundern.

    Ich habe vergleichsweise viel und auch teilweise sehr teure Ausrüstung, aber weil ich recht spezielle Sachen in den verschiedensten Klimazonen mache. Da kommt etwas zusammen. Aber ich habe für jede Aktivität nur genau so viel wie ich unbedingt benötige.

    Mir würde nicht im Traum einfallen, einen Rucksack oder eine Hose die für mein Vorhaben noch taugt auszutauschen nur weil es was neues gibt. Tottragen und dann erst neukaufen.

  • Bevor sich zuviel Hobbymaterial anhäuft, stelle ich mir auch immer die Frage, ob ich es unbedingt brauche oder unbedingt will.

    Wenn ich es will, dann warum? was will ich damit machen, was ist dann besser, geht es auch ohne?

    Dann nochmal einen Tag drüber sitzen und in den meisten Fällen ist dann wiedr gut.

    Es gibt Dinge bei denen sage ich "Das oder gar nichts". Dann komme ich halt solange ohne aus, bis ich genau diesen Gegenstand habe.


    Bei anderen Sachen habe ich ewig und drei Tage Tests angeschaut, Erfahrungsberichte gehört und gelesen und selbst die Dinge in der Hand gehabt. Wenn dann noch der Drang aufkam, es kaufen zu müssen, dann los.


    Letztlich ist schwyzi eh der einzige Bushcrafter. Alle anderen gehören eher zu den Bushbuyern, also den kaufaffinen. :mrgreen:

    "He´s one of them rangers, dangerous folks they are, wandering the wild"
    "Not all who wander, are lost"
    Was ihr den Geist der Zeiten heisst, das ist im Grunde nur der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln (Faust)

    Einmal editiert, zuletzt von Ranger in the woods ()

  • Bei mir gibt es immer mal Phasen, wo ich was entdecke, was mir noch fehlen KÖNNTE. Ich habe auch gern 'ne Reserve zu Hause. Manche Sachen, die ich für praktisch halte habe ich sogar doppelt. Kommt ja schon mal vor, das ein Hersteller was ausem Programm nimmt oder so. Der ganze Konsumrausch ist aber auch mit der Zeit weniger geworden. Ich überlege immer drei; ach was; fünf mal, ob ichs bestelle. Bei mir geht daher auch selten etwas zurück. Kellerleichen sind natürlich auch mal dabei. Das Gute ist, ich bin jetzt fast vollständig für meine bescheidenen Zwecke. Falls ich mal Bestell-Entzugserscheinungen habe guck ich immer bei "Was habt ihr euch heute gekauft?" rein ;)

  • Mir widerstrebt es etwas zu ersetzen, was noch seine Funktion erfüllt. Für gewöhnlich kaufe ich hochwertiges gebraucht und das hält dann noch lange. Beispielsweise meine Red Wing Stiefel. Irgendwann werden die neu besohlt und fertig.

    Habe eine längere Liste mit Gegenstände, an denen ich interessiert bin/war(Hier: ein Zeltofen oder OZ Tent Campingstuhl). Häufig ebbt die Vorfreude dann wieder ab und es kommt mir nicht mehr sinnvoll vor. Irgendwo habe ich den Vorschlag gelesen, man sollte ein Bild des Objekts vor dem Kaufen auf seinem Hintergrundbild des Rechners ablegen. Sollte dann das Gefühl nach zwei oder drei Monaten noch anhalten - kann man zuschlagen.

    Außerdem belastet es mich, zuviele (ungenutze) Gegenstände zu besitzen.


    Vielleicht hilft das weiter?

    https://frugalisten.de/die-ung…e-macht-des-nichtkaufens/


    Gruß Nudelgott

  • Mir widerstrebt es etwas zu ersetzen, was noch seine Funktion erfüllt

    Leicht OT, aber dennoch:

    Mir auch. Siehe oben Spülmaschine.

    Gestern einen halben Tag dran gefröselt. Heute hat sich S1 (hat gerade nach dem Abi etwas Zeit) den Fehler gefunden. Umwälzpumpe macht Wasser, und das mehr als ein paar Tropfen / min. Gerade zerlegt er sie und sucht nach dem Loch. Das Problem wird sein, dass die Maschine bis 2016 produziert wurde und nun die Ersatzteile weniger werden. Jedenfalls wird es schwieriger, welche zu bekommen. Wenn es "nur" eine Dichtung sein sollte will ich nicht die ganze Kiste entsorgen! Ich weiß aber, was der Service-Techniker des Hausgeräteherstellers mit der roten Farbe und dem M im Namen gesagt hätte:

    "alsoo wissense, datt jibb nix mehr, datt ist viel zu teuer wenn wir datt auseinandernehmen. aba ich kann ihnen da ma eine jute neue sajen...."


    Und ja, das war auch der erste Impuls nach Schadensfestestellung: "och nee, jetzt nicht 1.000 Euro für ne SpüMa in den Wind schießen!"

    Dann erst machte sich nach dem Frust die Überlegung breit, erst mal selbst zu sehen. Bin aber für mich an meine Grenzen gekommen. S1 dann mit mehr mehr Zeit und Energie hat sich da reingefressen. Bericht folgt dann mal unter "Alte Werkzeuge..."


    OT off.

  • Steuermann


    Ohne es zu schreiben, meinte ich das in Hinblick auf mein Rucksackgewicht. Eigentlich müsste ich Rucksack (TT Ranger...). Isomatte und Zelt, eventuell Schlafsack durch leichteres Material ersetzen. Im Winter bin ich bei 18 kg - ohne Essen. Da würde also noch was gehen. Nur - das ist es mir nicht wert. Oder auch: "Da ist das Gute noch nicht von ab" 8)


    Größere Anschaffungen spreche ich aufgrund meiner Erfahrungen vorher zuhause ab.

    Bird lives!

    Einmal editiert, zuletzt von Nudelgott () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Bei uns läuft das ganz einfach...

    "Mein Geld, meine Regeln."


    So denke ich mir das zu mindestens. 8)

    Die Realität ist eher, daß ich fragen muss, was ich mir von meinem Geld kaufen darf. :saint:


    Ersetzt wird was kaputt oder unpassend für unsere Zwecke ist.

    Je nachdem was es kostet...