"Überleben" in den eigenen 4 Wänden

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    • "Überleben" in den eigenen 4 Wänden

      Hallo Forumsleser,
      Ich möchte , wie schon an anderer Stelle, doch mal wieder auf etwas hinweisen, was scheinbar sehr wenige von euch machen. Ich kann das oft nicht wirklich verstehen, wie jemand nach irgendwelchen Überlebensstrategien fragt --- wie soll der Fluchtrucksack ausehen, wo soll er liegen , wo soll ich dann hinlaufen ........
      Hier hat schon der Ein oder Andere geschrieben , wie es ihm bei plötzlichen Ausfällen von gewohnten Dingen des Alltags ergangen ist. Ich spreche von Strom- Gas - Wasser Ausfall !! Da standen schon einige vor unlösbaren Problemen.! DAS halte ich persönlich für untragbar !
      Ich behaupte , das da bei einigen falsch vorgesorgt wird, im Wald will man sich helfen können---- wenn etwas unglaubliches passiert, aber in den eigenen Wänden hat man schon Probleme, das kann doch nicht sein.
      Da meiner Meinung nach, Naturextreme uns in absehbarer Zeit viel mehr zusetzen werden als irgendwelche anderen " Katastrophen " sollten doch die Vorkehrungen die man zu Hause treffen kann, um dort keine Einschränkungen hinzunehmen zu müssen , VIEL wichtiger sein.
      Bei Heizungsausfall muss unbedingt eine Alternative durch zum Gasheizungssysteme ( klassisch der Gasbrenner für zB. 11 Kilo Gasflaschen) geschaffen werden. Alternativen bitte gern hier schreiben.
      Ebenso zB. Campingkocher mit Gas , Geschirr für offene Flamme . Reichlich Vorräte an Wasser anlegen.

      Resümee:
      Es kann doch nicht sein, das uns diese eigentlich " kleinen " Ausfälle schon so aus der Bahn werfen, ich erwähne gern wieder: im Wald meint jeder überleben zu können, aber zuHaues schafft das kaum einer.

      Ich fänd die Idee gut, das man hier vielleicht mal schreibt, was realistisch zuHause machbar ist, um uns besser vor solchen Ausfällen gewohnter Dinge zu schützen ,bzw. diese besser kompensieren zu können. Es kann doch nicht sein, das man nicht mal einen warmen Tee zubereiten kann

      Schreibt doch mal, was euch so einfällt , solche Dinge Händeln zu können . Vielleicht kann das ja einigen helfen, in Zukunft besser reagieren zu können.

      Das Leben ist ein Spiegel: wenn du hineinlächelst, lächelt es zurück
      George B. Shaw
    • Hallo,

      wir sparen uns gerade einen netten Holzofen zusammen.
      Heizung und Backen wären damit schon mal erledigt.
      So lange müsste der schöne Kamin bei Schwiegereltern herhalten.
      Holz satt.
      Wenn wirklich eine besondere Situation entstehen sollte, sehen wir dem für einige Wochen gelassen entgegen.
      Mein Stein-Shelter ist gut isoliert.

      Gruss,
      Silas
      Semper fidelis

      dgmea.de

      mueckenatlas.de
    • Peter von Hausen schrieb:

      Resümee:
      Es kann doch nicht sein, das uns diese eigentlich " kleinen " Ausfälle schon so aus der Bahn werfen, ich erwähne gern wieder: im Wald meint jeder überleben zu können, aber zuHaues schafft das kaum einer.
      Also, ich nehme mal an, dass "uns" das anstacheln soll ^^ ich halte dein Resümee für etwas übertrieben formuliert...
      Aber das:

      Peter von Hausen schrieb:

      Schreibt doch mal, was euch so einfällt , solche Dinge Händeln zu können . Vielleicht kann das ja einigen helfen, in Zukunft besser reagieren zu können.
      leuchtet schon ein - obwohl ich dachte, echte bushcrafter reißen dann einfach das Parkett raus und verfeuern es, um die hauseigene Katze darauf zu braten oder so... ;)
      Vorräte für einige Tage ( oder 2 Wochen) sind nie verkehrt, jeder nach seinem Gusto - das hat den Vorteil, wie @Stefan-OL schon anderswo schrieb, dass man nicht unbedingt noch raus muss zum Einkaufen; desweiteren kann man günstiger einkaufen, wenn man bei Angeboten wie z.B. "Kauf 3-zahl 2" usw. zuschlägt.
      Wasser sollte man in Flaschen immer in Reserve haben - nicht immer wird angekündigt, dass für Stunden das Wasser abgestellt wird wg. Bauarbeiten; ein Wasserrohr bruch an der Straße wird auch nicht vorher bekanntgegeben ;)
      Ein Gaskocher und Kartuschen sind Prima,; Kartuschen kann man nach der Campingsaison günstig kriegen, ich hab die Stechdornkartuschen (sogar mit "Wintergas" für 99 Cent gekriegt) und mit einem Adapter sind die auch für Schraubkartuschenkocher nutzbar - und viel günstiger!
      Kerzen - ich schrieb schon mal, Adventskranzkerzen werden nach Weihnachten verramscht, lassen sich durch die 4er-Packs gut lagern/stapeln, nehmen nicht viel Platz weg und heizen einen kleinen Raum ganz schön! Ebenso Teelichte, dazu kann man prima eine Teelichtheizung improvisieren - wenn der Fernseher (oderPC :D ) nicht läuft, hat man ja mal Zeit!
      Bei Heizungsausfall spricht nichts dagegen, ein Zelt im Haus aufzubauen, um den zu beheizenden Raum zu minimieren...
      Jetzt hör' ich mal auf, die anderen wollen ja auch mal... ^^
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Hallo @ schwyzi , hast das schon richtig gedeutet, möchte euch auffordern , eure Maßnahmen zu schreiben , um solchen Ausfällen entgegenzuwirken und ja , ich dachte auch, das solche " kleinen "
      Ausfälle einen BC nicht irritieren könten , habe mich aber wohl geirrt. ( gibt hier schon 2 Beiträge, die von gewisser Hilflosigkeit berichten )
      Glaube also, das es wichtig ist , Gegenmaßnahmen für alle zu posten :)

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      George B. Shaw
    • Nochmal unbushcraftig...
      Für Familien ist es nicht schlecht, einige lang haltbare Süßigkeiten zu bunkern, und auch - falls nicht eh vorhanden -
      solche oldschool-Spiele wie "Mensch-ärgere-dich-nicht" o.ä. zu haben, wenn der PC/Gameboy/Spielkonsole nicht läuft ^^
      Entstresst ungemein.
      LG schwyzi
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      Member of the Hateful fifteen
    • An einem freien WE oder Urlaub einfach mal zwei- drei Tage einen Testlauf mit der Fam. machen.
      Kein Wasser aus der Leitung, Kochen mit eurem Gerödel, für Licht sorgt die Kerze / Taschenlampe usw.
      Macht euch einen gemütlichen Tag/Nacht mit Fam.
      Nur wer Testet kann lernen was besser zu machen ist .
      Beim Test kann man immer noch den Notaus- Knopf drücken, was bei einer echten Not- Sit. schwer fallen dürfte.

      LG
    • Hallo,

      nur mal so einen Tipp, wenn man keinen Holzofen oder einen Kamin hat.

      Alten Standküchenherd aus Ibää ca. 40-50€ holen. Dazu Ofenrohre aus dem Baumarkt.
      Da der Ofen aus dem Keller(in nicht WC Zeiten) recht leicht in die Wohnung getragen werden kann,
      stellt man diesen ca. 50cm entfernt vom Fenster auf. Nun macht man das Fenster
      auf, oder hängt es aus (geht bei allen neuen Fenstern). Nun kommt eine Spanplatte
      in die Fensteröffnung welche mittig ein großes Loch für das Ofenrohr enthält. 20cm
      größer sollte das Loch schon gegenüber dem Ofenrohr sein.Nun nimmt man ein Blech
      und schneidet in das Blech das genaue Ofenrohr aus und schraubt es auf die Spanplatte.
      fertig ist ein Ofen in dem in Notzeiten auch gekocht werden kann.
      Allzusehr abdichten würde ich die Spanplatte in der Fensteröffnung zwecks Luftnachschub nicht.

      Selbstverständlich ist das nur etwas für den WC, ansonsten kommt der Kalteicher, äh
      der schwarze Mann und ist böse mit dir.

      Gruss
      Konrad

      P.S. sämtliche Materialien sollte man klugerweise schon vor dem WC kaufen und
      entsprechend anpassen.
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!
    • Für Stromausfälle und andere kleinere Problemchen empfehle ich Lebensmittel für mindestens 2 Wochen. Ich empfehle fertiges in Dosen, möglichst dickere Suppen. So ist auch immer schon etwas Flüssigkeit dabei und die Dinger kann man auch kalt essen. Und Buttertoast. Der hält auch ungekühlt ne ganze Weile. Wasser ist klar. Den Wasserfilter nicht vergessen, falls die Brühe mal braun aus der Leitung kommt. Herd mit Propananschluss und Reserveflasche, plus Kaminofen mit Kochstelle und oder Ölheizung und Etagenholzofen. Brennmittel sind klar. Medikamente, Decken, Kerzen (gerne Friedhofskerzen, die kann man mit sich herumtragen), Leuchtmittel. Viele, viele Bücher falls der Strom länger weg ist ;) Ja und wer die Möglichkeit hat - Gesellschaft :) alleine macht doch sowas keinen Spaß ;)
      Straßen? Wo wir hingehen brauchen wir keine Straßen!
    • Moin,
      Wir haben insofern so vorgesorgt, Wasser in Flaschen für ca. 7-8 Tage, Nahrungsmittel in form von Konservendosen, haltbares brot, Reis und Nudeln reichens o für 10 Tage. Zusätzliche Flüssigkeit ist auch noch vorhanden,3-4L Haltbare Milch, Cola und Fruchtsäfte.
      Zum kochen 8 Dosen Brennpaste, als Brenner dient das Gestell des Fondues ,und einen Esbitkocher haben wir auch noch.
      50 Teelichter, Kerzen, 2 Taschenlampen mit Ersatzbatterien, ein kleiner Weltempfänger auf Batterie um Nachrichten zu hören.
      Habe auch noch ein zweites älteres Handy mit Prepaidkarte, das immer voll geladen ist, das hält ca. 10 Tage auf standby durch, man könnte ja mal einen Notarzt brauchen oder so.
      Man könnte natürlich auch das Auto als Stromerzeuger in betracht ziehen (Handy nachladen), Autoradio für Infos.
      Zum heizen bei Stromausfall, haben wir noch einen Gasofen mit voller Flasche vorhanden. Ansonsten hat man ja noch Warme Kleidung und Decken daheim.
      Schwierig finde ich es halt immer für chronisch Kranke wegen Medis oder sonstige versorgung,
      :campfire: :reh:
    • Ich habe jedes Jahr 20+-x Stromausfälle. Eine Menge kleine und in der Regel 1-2 grössere mehrstündige Unterbrechungen.
      Das liegt daran das wir hier im ländlichen Raum hauptsächlich Stichleitungen haben und keine Ringsysteme. Fällt also in ein paar km Entfernung ein Baum auf die Stromleitung, oder das Wasserrohr platzt sind gleich alle betroffen.
      Das ist nicht schlimm, man gewöhnt sich dran.
      Die letztere grössere Unterbrechung dauerte etwa 28h und war sturmbedingt. Mal ist es der Schnee, ein anderes Mal Sturm und beim nächsten hat ein Auto den Mast umgeholzt.... Die grösste Unterbrechung die ich mal hatte waren 3 Tage + x. Ich war damals auf einem Praktikum in einer Gärtnerei an einer Fachhochschule. Der Schulbetrieb lief ganz normal weiter. Es gab zwar Notstrom, aber der war nur den wichtigen Sachen vorbehalten. Die Klimasteuerung in den Gewächshäusern steuerten wir per Hand und nur ein paar Heizungspumpen leifen auf Notstrom. Die Mensa kochte auf Gas und im Gemeinschaftsraum der Studenten wurde eben der offene Kamin befeuert. Es hatte die ganze Zeit über unter -20 Grad und dennoch kühlten die Häuser nicht so weit aus das es Schäden gegeben hätte. Alles ganz entspannt.
      Austauschstudenten erzählt man natürlich das da irgend ein Finne Selbstmord begangen hat und jetzt halt gerade gesucht wird wo die Sicherung rausgeflogen ist (Fön, Badewanne....). Manche glauben einfach alles, da wird aus der Hundespur schnell mal ein Bär und die trauen sich tagelang nicht mehr aus der Hütte ;) .

      Jeder hat andere Voraussetzungen, daher ist es schwer da allgemein etwas sagen zu können.
      1. Der Kühlschrank und die Tiefkühltruhe/-Schrank halten auch so 24h aus ohne das es grössere Probleme gibt. Man sollte halt nicht alle 10 Minuten die Tür aufmachen.
      2. Das mit dem Licht ist natürlich so eine Sache. Jeder hat ein paar Kerzen zuhause, ich habe zusätzlich noch eine Gaslampe und meine Tochter ist darauf spezialisiert die LED-Campnglampe in völliger Dunkelheit zu finden. Das ist für sie immer eine riesen Spass. Das die Batterien einmal im Jahr gewechselt werden und ein kleiner Vorrat vorhanden ist selbstverständlich.
      3. Das Thema Kochen. Als wir noch im Silo wohnten wurde der Babybrei und die Milch eben mit Spiritus und Gas gewärmt. Heute habe ich zusätzlich noch einen Holzherd mit welchem ich auch manchmal zuheize. Auch im Winter bei -30 Grad kann man grillen.
      4. Fällt die Heizung aus.... so schnell kühlt ein Haus nicht aus, selbst bei -30 Grad nicht. Nach 24h fängt es an unangenehm zu werden aber so 3 Tage hält das Haus die Wärme schon. Ich heize 80% mit Holz, von daher.... Man sollte beim Bau von Zentralheizungssystemen darauf achten das zumindest wann immer möglich die Heizkörper auf Schwerkraft laufen. In anderen Worten, warmes Wasser steigt auf, kaltes sinkt ab....

      Da ich ein 180l Aquarium habe brauche ich ca. alle 3h etwas Strom damit die Pumpe und der Filter laufen kann. Ohne frischen Sauerstoff im Filter kippt die Biologie im Filter, die Bakterien sterben ab und das ganze Aq kippt. Es werden zwar immer von den "Profis" hochpreisige Geräte empfohlen.... mit langt ein Einhell Asynchron-Generator mit 2.2kw. Der bringt auch mal kurzfristig 2,8kw wenn er muss. Der ist baugleich mit dem CMI vom OBI usw. ... der kommt aus der gleichen Fabrik in China, nur das jeder sein eigenes Label draufpappt. Das gleich Geräte gibt es von Einhell, CMI, Hitachi.... in einer Preisspanne von 200-700 Euro. Das Ding hat jetzt schon einige hundert Betriebsstunden und ich hatte noch nie Ärger damit (ok, anfangs war der Benzinhahn undicht, aber das ist ja kein Problem). Den Pc kann man nicht dranhängen, dafür ist der Stron zu "unsauber" aber vom Kühlschrank bis zur Flex geht alles.
      Nach 24h Stromausfall lass ich ihn 3h laufen und kühle damit alle Kühlschränke usw. wieder runter. Im Winter spar ich mir das, dann ist draussen eh kalt genug. Da wird der Kühlschrank ausgeräumt und alles kommt vor die Tür. Sind meine Schränke dann wieder kalt wandert der Notstromer vom einen Nachbarn zum anderen und kühlt auch dort für 3h. Danach hat man wieder für 24h Ruhe.

      Das ist ganz einfach eine Gewohnheitssache, da regt sich kein Mensch drüber auf. Ein längerer Stromausfall hatten wir als einmal meine Mutter zu Besuch war.... das war schon sehr ungewohnt für sie, um ehrlich zu sein hat sie geschaut wie ein Eichhörnchen.

      Was man allgemein für den Fall eines längerne Stromausfalls empfehlen kann ist ein Gaskocher, eine Gaslampe und ein paar Kartuschen. Mehr braucht man selbst für mehrtägige Unterbrechungen nicht.

      Zum Thema Ausfall der Wasserversorgung...
      Das ist auf jeden Fall unangenehmer als Stromausfall. Im Winter platzt eine Leitung oder irgend so ein Held legt das Wasserrohr unter das Fundament einer Schilderbrücke der Autobahn....
      Meinen ersten hatte ich als ich mit meiner paar Wochen alten Tochter zuhause (in einem Silo) sass und bei -30 Grad das Wasser plötzlich weg war. Da war die Begeisterung natürlich gross. Seit damals habe ich immer 5x5l Wasser in Grossgebinden vorrätig. Das genügt bei sparsamen Gebrauch 1-2Tage Toilettenspülung mit Regenwasser, geschmolzenem Schnee usw. Da stellt man 4-5 Eimer Schnee in die Wohnung.....
      Ich habe den Vorteil das ich in der Sauna mit Holz heize. Am Ofen ist ein Wasserschiff, sprich ein Wasserbehälter der vom Feuer beheizt wird.
      Der Komfort ist zwar eingeschränkt, aber das geht schon. Sollte es mal länger dauern, dann ist das Wasser in den Läden natürlich ausverkauft, kommt entweder der Tankwagen, dafür habe ich extra ein paar Eimer reserviert, oder man hold Wasser aus dem See/Bach und kocht es ab. Nen Sawyer habe ich auch noch....
      Das ist auch nicht so wild.

      Lebensmittel.... bei mit findet man immer was, man könnte sogar vom Boden essen. Nudeln und Reis, ein paar Packungen instant Kartoffelbrei, ein paar Dosen Tomatensosse oder Fertiggerichte aus dem Supermarkt genügen. Bei mir langt das wenn es sein muss 2-3 Wochen. Das muss keine Trecking Nahrung sein usw. Wenn es richtig dick kommt nimmt man eine entsprechend grosse Weithals-Thermoflasche (kostet etwa 20.-) kippt ein Fertiggericht mit Nudeln, Reis usw. rein, kochendes Wasser drüber, zuschrauben und abwarten.

      Wenn man nicht so kompliziert denkt und einen kühlen Kopf behält ist das alles kein echtes Problem.

      Gruss

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von supi ()

    • Ich kann mich dem Rat von @hammer nur anschliessen. Das ist mMn der beste Tip überhaupt, und, der am ehesten Praxisrelevante; weil man dann sieht und merkt, wo es hapert, was fehlt... Wie ist die Psyche dabei usw usw.

      Ich hab vor längerer Zeit mal einen "Selbstversuch" gemacht, 3 Monate ohne Strom und Heizung (Fernwärmedienst).
      Können sich manche gewiss nicht vorstellen, aber es geht, sogar recht "luxoriös".
      Solange man die Hauptprämissen (Wasser, Essen, "warmer Schlafplatz" bzw Rückzugsraum... Psychohygiene, aber auch Entspannung) im Hinterkopf behält, und erstmal DARAN den Kern setzt, kommt vieles von alleine.
      Was jeder Einzelne nun für sich an Essen einkauft, muss individuell entschieden werden.

      Ich kochte bei dem Versuch auf Gaskocher (eine kleine Kratusche vom Campingkram hielt etwa 3 Wochen) oder auf dem Balkon/Garten.
      Wasser gabs noch aus der Leitung, zum duschen entweder eben kalt (ja, ist sehr brrrr) oder mittels Solardusche (geht; warm ist aber was anderes im Herbst)..
      Ich habe bei allem mich auf EINEN Hauptraum beschränkt, in dem das Leben meist passierte. Licht gabs von Öllampe und Kerzen (erwärmen auch die Luft, ergo... Zimmertemperatur steigt).
      Bei grossen Räumen: aus Decken o.ä. "Wände" einbauen (abhängen)... mehrere kleinere Trennräume sind schneller warm zu bekommen, als ein grosser!

      Wer Krankheiten hat, unbedingt Medikamente. Die Umstellung von "zivilem Leben" auf plötzlich "Notzustand" geht auch ans Immunsystem (die ersten Tage).
      Zum Rumbringen der Zeit abends (wenn man keine Kinder hat) macht Kerzenschein eine sehr angenehme Atmosphäre (ja, Ne Frau kann sowas romantisch finden)... Ansosnten, Lesen, Schreiben... Musikmachen...
      Musi hören geht mit nem älteren MP3 Player (die mit Batterien) und Passivboxen.

      Ich kanns auch nur sagen: Austesten.
      Mir hat die Zeit ne Menge beigebracht und offenbart; nicht nur über "Zörweiwäl", sondern vordergründig auch über mich selbst, meine Fertigkeiten/Fähigkeiten... und was für ein Mensch "innen" ist.
    • Flüssigkeit – Nahrung – Wärme – Strom

      Nach dieser Reihenfolge hab ich mich präpariert.

      Ich konnte vor längerer Zeit mehrere neue 60l Fässer (Blech und HD PE) mit Spannringdeckeln ergattern. Darin hab ich Wasser (mit Kohlensäure – somit fast unbegrenzt haltbar), trockene Nahrung (Reis Haferflocken, Nudeln, Bohnen, Linsen, Getreide, Vollei, Vollmilch etc.), aber auch Hygieneartikel (Klopapier, Tempos) luftdicht, wasserdicht und dunkel eingelagert. Lebensmittel kauf ich in großen Mengen und vakumiere es anschließend in kleinere Portionen. In die Fässer kommt zunächst ein neuer schwerer Müllsack, in den ich vor dem Verschließen dann noch einen Beutel Trocknungsmittel gebe (Bentonit). In dem Zustand sollte das mal ne Weile halten. Ergänzt wird das durch verschiedene Vollkonserven (Suppen, Eintöpfe, Brot, Wurst etc.). Dabei mach ich immer mit dem Etikettendrucker ein MHD drauf. Das ist manchmal auf den Artikeln gar nicht so einfach zu finden.
      Wasser und Nahrung sind somit erstmal gesichert.

      Bei Wärme kommt mir mein Kocherfetisch entgegen. Ich weiß zum Glück nicht mehr wie viele verschiedene Kochersysteme ich überhaupt habe. Hobos und Raketenkocher in verschiedenen Größen und Ausführungen. Andere Brenner, Lampen und Öfen auf Gas, Petroleum und Spiritusbasis. Reinreden lass ich mir von der Opposition dabei nicht – ich reglementier ja auch nicht den Handtaschenkonsum. Im Garten gibt´s noch den Erdofen zum Brotbacken. Meine Hütte hat nen Kachelofen und ne Flüssiggasheizung. Und zum Betreiben dieser hilft ein Stromaggregat. Treibstoffe hab ich immer genug im Haus, da alle meine Gartengeräte mit eigenen Motoren laufen (zum Leidwesen meiner Nachbarschaft).

      Demnach empfinde ich für temporäre Ausfälle gerüstet zu sein – auch wenn ich nicht heiß drauf bin, dass sowas passiert.

      PS: Auch für den Dachhasen ist immer genug zum Futtern da.
      Klar ist regelmäßiges Joggen gesund.
      Aber wenn man mehrmals wöchentlich Joggen geht, ist man die 5 Jahre, die man länger lebt, nur Joggen gewesen.
    • Ist halt Camping zuhause.

      Ich denke, das Schwierigste an einer Situation ohne Stromversorgung dürfte vor allem in Etagenwohnungen das Heizproblem sein. Wenn man nicht heizen kann, dann geht irgendwann auch das Haus kaputt, da hilft dann auch kein Schlafsack und keine Teelichtheizung.

      Andererseits - ich hatte das schonmal anderswo erwähnt - wenn die Atomkraftwerke und sog. Zwischenlager zu lange keinen Strom bekommen, um die Brenn- und Abfallstoffe zu kühlen, dann brauchen wir uns sowieso keine großen Sorgen mehr zu machen.

      Deswegen reichen wahrscheinlich auch die immer wieder zitierten 2 Wochen, für die man vorsorgen sollte.

      Alles gut, also. :thumbsup:
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.
      Der Dachs läßt schön grüßen ...
    • Für Silobewohner wie mich möchte ich (für Ausfallsituationen) noch ergänzen:

      -feuchte Einmal-Waschhandschuhe helfen Wasser sparen ohne die Körperhygiene ganz aufzugeben,
      -zwei 20-Liter-Müllsäcke ineinander und das dann in einen 10-Liter-Eimer gepackt ergibt eine wasserfreie Toilette, deren Inhalt sich annehmbar entsorgen läßt,
      -eventuell ein bißchen Einmalgeschirr, wenn nicht alle aus einem Topf essen wollen/können - spart (Abwasch-)Wasser ohne dass dreckiges Geschirr in der Butze `rumsteht; Entsorgung z.B. via Toilettenmülleimerbeutelpack :) ,
      Über weitere Vorschläge für Nicht-Eigenheim-/Bauernhof etc. - Besitzer würde ich mich sehr freuen.

      und allgemein (altbekannt, aber vllt. noch nicht Jedem :) :(
      -alles, wovon du psychisch abhängig bist (z.B. Kaffee/Tee, Rauchzeug, Pralinen, von mir aus auch Alkohol etc.) solltest du immer in ausreichendem Umfang zuhause haben - und noch Extra-Schoki gegen den Fatalismus :)

      VG
      Bolt
      Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
      Antoine de Saint-Exupéry
    • Ich werde mir im Großhandel nun erstmal eine etwas größere Eisenpfanne und auch einen Eisenkessel besorgen. Die Feuerschale ist ohnehin vorhanden, da muss man eben schauen, dass ausreichend Holz und Kohle vorrätig ist. Notfalls, wenn das Wetter nicht mitspielt, kann man die auch noch in der offenen Garage benutzen.

      Auf der Arbeit müsste ich mich eigentlich mit 1-3 60/120L HDPE Fässern samt Spannring eindecken können. Falls nicht, dann habe ich da schon eine interessante Seite ausfindig gemacht, wo es die Fässer relativ kostengünstig gibt.

      HDPE Kunststoff-Fässer

      Da der Keller aber recht feucht ist, macht es schon Sinn, Vorräte in abgedichteten Fässern zu lagern. Wir müssen aber erst noch schauen, welche Vorräte für uns in Frage kämen. Da wird es wohl sinnvoll sein, wenn sich die ganze Familie mal äußert.

      Zudem werde ich mich am Wochenende mal mit dem Thema "Einkochen" eingehender beschäftigen. Damit dürfte die Frage nach Gemüse und Obst ebenfalls beantwortet sein. Fertiggerichte à la Cevapcici, Konserven, aber auch unterschiedliche Fertignudeln, die man mit etwas heißem Wasser anrühren kann, werden wohl eine eigene Tonne bekommen. Ein paar Six-Packs günstiges Wasser dürften im Keller ebenfalls nicht schlecht werden.

      Wird schon...